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24. April 2014

Urheberrecht – Was die Piraten mit den Nazis WIRKLICH gemeinsam haben

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Geschrieben von: Thomas Böhm
Schlagwörter:
Kritik_neu

Journalistenwatch-Autor Jürgen Stark antwortet Christopher Lauer (Piratenpartei)

Vs. „Piraten & Urheberrecht – Ein notwendiger Protest“ (FAZ vom 11.05.2012)

„Die Suche nach einem den technischen Realitäten des 21. Jahrhunderts angepassten Urheberrecht ist Gründungskern und Mythos der Piratenpartei.“

Christopher Lauer (Politpirat)

„Man muss nichts können, es reicht, dass man davon überzeugt ist, man hätte das Zeug – zum Künstler, zum Politiker, zum Selbstdarsteller … Im Mittelalter blieben nur die Henker im Schutz der Anonymität, sie verrichteten ihren Job zwar öffentlich, aber mit einer Maske über dem Kopf. Heute wollen die Piraten unerkannt im Netz Urteile vollstrecken.“

Henryk M. Broder (Politaufklärer)

Mit den Piraten auf Kaperfahrt, das macht inzwischen der müde gewordenen FAZ genauso viel Spaß wie etwa dem baden-württembergischen Anzeigenblatt „Der Guller“, welches Sonntags im Ortenaukreis kostenlos an alle Haushalte verteilt wird. Aber auch Bild am Sonntag, Süddeutsche Zeitung oder diverse TV-Talkshows – alle Türen sind weit auf: Sympathy for the Devil. Wahlerfolge sind bei derart flächendeckender und großflächiger Riesenwerbung die berühmte „selffull-filling prophecy“, die Piraten sind nicht unaufhaltsam, sie werden unaufhaltsam gemacht, ihr Aufstieg wirkt daher wie verabredet, oder wie mindestens von vielen Meinungsmachern gewünscht – und sei es als bizarrer Content, als Steilvorlage für Krawall und Auflage.

Stellen Sie sich vor: Fanatische Automobilisten gründen eine „Autofahrerpartei“, fordern Abschaffung aller Ampeln und Verkehrsregeln, für jeden Bürger kostenlos ein Fahrzeug und Sprit umsonst. Sie überfallen VW- und Mercedes-Werke, schmeißen die Belegschaft raus und verkaufen auf „freien Märkten“ die erbeuteten Automobile. Blödsinn? Nein! Etwas vergleichbares vollzieht sich derzeit vor unseren Augen. Denn die jetzt aufmarschierende Piratenpartei ist durchsetzt von Mitarbeitern und Betreibern von Computerfirmen, von Nutznießern aus der alles andere als transparenten IT-Branche, die von einem weitgehend gesetzlosen Paralleluniversum im WorldWideWeb extrem profitiert. In diesem Geisterreich sehen einige neue Herren so aus, wie der unlängst vom FBI in Neuseeland verhaftete deutsche Kim Schmitz alias „Kim Dotcom“. Bei seiner IT-Firma Megaupload konnten piratös gestrickte „User“ Daten aller Art hoch laden – darunter umfangreich illegal kopierte Musik, Filme, Fernsehprogramme und Bücher. Megaupload machte angeblich mehr als 175 Millionen Dollar illegalen Gewinn, den rechtmäßigen Eigentümern der Inhalte verursachte das einen Schaden von deutlich über einer halben Milliarde Dollar, erklärte das Justizministerium. Ein weiterer Vorwurf lautet auf Geldwäsche. Bei der Verhaftung in seiner Luxusvilla musste IT-Oberganove Schmitz aus gepanzerten (!) Räumen geholt werden, dieser Mega-Zuhälter der virtuellen Postmoderne sah dabei aus wie ein künftiger Gegenspieler in einem James-Bond-Film: Ein fetter und fieser Boss inmitten eines Imperiums der Neuzeit. Seine Opfer: Künstler, Kreative und deren Branchenumfeld aus aller Welt.

Lauer distanziert sich natürlich von diesem kriminellen Umfeld, ist es doch der peinliche Gründungsmythos der Piraten, die als Raubritter aus dem Netz kamen und draußen nun den engagierten Bürger geben. Lauer zählt „das Urheberrecht“ zum Mythenkern des eigenen Ladens, was etwas untertrieben ist: Der seit Jahren andauernde Diebstahl der Produkte im Internet, die als geistiges Eigentum gelten, Produkte, in die Dritte investiert haben um diese auf den Markt zu bringen, sind des Wahnsinns fette Beute jener Community, die alles umsonst haben möchte, was da auf Oberflächen flimmert und tönt. Die Piraten haben also anmaßend „das rationale Bedürfnis, das Urheberrecht anzupassen“, so wie etwa die SED einst das Bedürfnis hatte, das Privateigentum abzuschaffen um es von einer Bonzokratie verwalten zu lassen. Lauer versucht die eigene geistige Kriminalität seiner Partei unter den Tisch fallen zu lassen, er versucht rhetorische Tricks um einen Keil zwischen Künstler und Musikfirmen, zwischen Textdichter und Komponisten einerseits, und deren Geschäftsgrundlagen wie Verwertung und Handel andererseits , zu treiben. Man will mit den Künstlern an einen runden Tisch, die Industrie und die Verwertungsgesellschaften des Urheberrechts sollen aber bitte draußen bleiben. Hier wollen Diebe und Hehler ihren Opfern neue Geschäftsmodelle aufschwatzen, die niemals funktionieren werden, weil im Netz eben fast alles umsonst ist und man Musik nicht wie aus dem Wasserhahn einfach laufen lassen kann.

Die Piraten mit ihrem dürren kleinen Programm stehen damit in unrühmlichster Tradition. Es war Adolf Hitler, der mit seinen deutschen Nazis erstmals das noch junge Urheberrecht mit Enteignung bekämpfte. Die Werke zahlreicher jüdischer Texter und Komponisten wurden in der NS-Epoche „arisiert“, also den Besitzern gestohlen und „dem deutschen Volk geschenkt“. Inzwischen vollzieht sich ein ähnlich barbarischer Akt mit gravierenden schädlichen Folgen für die gesamte Kreativwirtschaft. Die Piraten wollen im Internet jeglichen Datenfluss vom einzelnen Urheber abkoppeln, bezahlt wird, wenn überhaupt, mit lächerlichen Pauschalen, die Kontrolle über das eigene Werk wird den Urhebern und Rechteinhabern endgültig genommen. Dabei reiben sie sich wie die Wildsau am Baum der Kreativwirtschaft und beschimpfen und verhöhnen alle, die mit ihren kreativen Leistungen und deren Vermarktung in einem echten beruflichen Zusammenhang stehen. Lauers Bruder im Geiste ist der weitgehend unkreative Blogger Anatol Stefanowitsch, ein Hochschullehrer im gesicherten Dienst, der seine Abscheu vor der „creative working class“ kaum verbergen kann: „Es hat euch niemand dazu eingeladen, eure Lieder und Opernlibrettos, eure Drehbücher und Filme, eure Zeitungsartikel und Romane, eure Skulpturen und auf Film gebannten schauspielerischen Darbietungen – kurz gesagt, eure Werke (oder die Werke derer, denen ihr sie weggenommen habt) in den öffentlichen Raum zu stellen.“ Die Piratenpartei sieht künstlerische Werke als Eigentum des Volkes (Honecker und Stalin lachen sich im Jenseits kaputt), zu bezahlen wären diese lediglich mit Spenden. Womit wir wieder bei Hofe wären. Bei Hofnarren und Auftragskünstlern. Bei minderwertigen Untertanen, die den Mächtigen für ein paar Krümel vom Kuchen ihr huldigendes Werk entgegen bringen dürfen. Mit diesen Empfehlungen wird offenbar der teutonische Neidkomplex mal wieder kräftig bedient. In Baden-Württemberg warnt wegen des Piratenerfolges der Karrieremensch Lars Pallasch, Piraten-Landeschef und Manager eines Technologiekonzerns, vor weiteren „Karrieremenschen“ in seiner Partei. Andere Mitglieder wollen nicht nur im Internet fette Dotcom-Beute machen, sondern auch an Land. So gab das Piratenpartei-Mitglied Bodo Thiesen bereits ganz andere Erkenntnisse von sich: „Deutschland hatte jede Legitimation, Polen anzugreifen.“ Genau, bei den Nazis war eben doch nicht alles schlecht, vor allem das Beutemachen konnten die doch ganz gut, oder…?! Auch davon hat man sich natürlich inzwischen distanziert – trial and error?

Zurück zum verqueren Vordenker Lauer: „Es bringt nichts, das Dasein des Künstlers, des Urhebers zu verklären oder zu romantisieren.“ Genau deshalb tritt man in diese Weichteile der Gesellschaft, weil jahrelanger Aufenthalt in Chaträumen und in asozialen Netzwerken offenbar feige macht. Die Piraten legen sich nicht mit den Ölkonzernen oder Waffenherstellern an, sie erklären nicht der weltweiten islamistischen Intifada gegen Menschenrechte und Meinungsfreiheit den Kampf, nein, die Piraten wollen mit ihren Tennisarmen weiter ungestört Pornos gucken und alle Lieder dieser Welt hören, sie wollen ein langes Leben im Bademantel, finanziert vom dummen Rest jener Bürger, die noch arbeiten und Steuern zahlen. Lauers Pseudoangebot ist so gefährlich wie überflüssig, denn es schadet einer Branche, die ohnehin schon am Boden liegt, tausende Mitarbeiter entlassen musste und kaum noch Geld für den Aufbau neuer Künstler hat. Vorschüsse gibt es für Kreative dank dieses bereits vorhandenen Piratengeschäftsmodells auch kaum noch, der Markt kollabiert oder zeigt Risse im Fundament, auch bei Film, Buch, Fernsehen oder Games. Aufgeschreckte ältere Herrschaften wachen auch langsam auf: Was ist denn mit dem Patentrecht? Richtig, da geht noch mehr! Verstaatlichung als Karikatur: Alle Rechte den Piraten, nieder mit der Industrie, abwärts mit den Künstlern!

Wer mit Piraten Geschäfte macht, der muss halt aufpassen, dass er nicht mit einem Messer im Rücken verendet. Eine Partei, deren Gründungsmythos vorrangig auf dem Widerstand gegen angebliche „Zensur im Internet“ beruht (vs. „Zensursula“, der einstigen Familienministerin von der Leyen), sollte man sich genauer ansehen! Wer sich nicht wegen Kinderpornografie und sexueller Vergewaltigung im Internet aufregt, sondern wegen der staatlichen Maßnahmen dagegen, der hat schon einen ganz besonderen Charakter. Wie ein blutrünstiger Pirat eben. Nämlich gar keinen.

Der Link zum Artikel: http://www.faz.net/aktuell/piraten-urheberrecht-ein-notwendiger-protest-11748450.html

Über Jürgen Stark:

Jürgen Stark (* 20. März 1957 in Hamburg) ist ein deutscher Autor, Journalist und Mitglied des Deutschen Musikrates.

Stark veröffentlichte zahlreiche Bücher zu kulturpolitischen und insbesondere popularmusikalischen Themen, darunter Biografien von Künstlern wie Udo Lindenberg und der Band Die Prinzen. Gemeinsam mit Thomas Böhm gab er von 1984 bis 2000 die Taschenbuchreihe „Rock Kalender“ heraus. Mit Dieter Gorny veröffentlichte er mehrere Jahrbücher zum Thema Popkultur.

Als Journalist war er unter anderem als Konzertkritiker für Die Welt tätig und sieben Jahre Korrespondent für den Entertainment Media Verlag (Musikwoche, Blickpunkt:Film, musikwoche.de). Als freier Journalist schrieb er Reportagen für Musikzeitschriften, Magazine und Tageszeitungen. Darüber hinaus war er an der Konzeptentwicklung für die Zeitschrift Metal Hammer beteiligt und auch zwischenzeitlich Chefredakteur des Blattes.

Stark arbeitete wissenschaftlich für das rock’n'popmuseum der Stadt Gronau und konzipierte die Inhalte zur dortigen Dauerausstellung über „Die Kulturgeschichte der Popularmusik im 20. Jahrhundert“. Im Auftrag der Deutschen Phono-Akademie entwickelte Stark als Projektleiter in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung das Projekt SchoolTour, das 1999 als Kampagne für mehr Musik und Kreativität an Schulen gestartet wurde.

An der Hamburger Hochschule für Musik und Theater war Stark Gast-Dozent für den Fachbereich Medien und Design (Popkurs). Er ist berufenes Mitglied im Bundesfachausschuss Populäre Musik beim Deutschen Musikrat.

Stark unterrichtet als Lehrbeauftragter an Hochschulen (u.a. Hochschule der populären Künste, Berlin) in den Fachbereichen Medien und Kultur (u.a. Geschichte der elektronischen Medien, Geschichte der Popularmusik im 20. Jahrhundert) und ist Mitbegründer des Institut für kulturelle Kommunikation IKK an der Hochschule Offenburg. Beim IKK ist Stark stellvertretender Direktor für Medienjournalismus.

Jürgen Stark veröffentlicht monatlich seine “Kulturkolumne” im Offenburger Tageblatt.






 
 

 
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143 Comments


  1. Der Artikel fängt gut an und überhebt sich dann. Spätestens mit der dumm-populistischen Schlussbemerkung über den “besonderen Charakter” derer, die sich gegen Internetzensur stellen, samt unterschwelliger Andeutung, solche schätzten dann ja wohl auch die Kinderpornografie (damit ging schon U.v.d.Leyen skrupellos hausieren), hat sich Jürgen Stark ins Aus geschossen. Schade, denn die Kulturfeindlichkeit einiger Ober-Piraten ist hier gut erkannt. In der Tradiiton von Goebbels Wort: “Wenn ich Kultur höre, greife ich zum Revolver”, findet sich dort einiges. Dem kommt man aber nicht mit biliger Haufdrauf-Mentalität bei.


    • Igor Wolf

      Stark hätte bei seiner Charakterisierung der Piraten beim Urheberrecht bleiben sollen. Die Sache mit Polen plappert er nach und hätte das einfach sein lassen sollen. Geschichtliche Kenntnis geht ihm im Political-Correctness-Mainstream anhanden.


  2. Julia Neigel

    Ich finde den Artikel von Jürgen Stark großartig. Er hat eine scharfe Sprache und ist mit Sicherheit offenkundig abgestossen ob der Ideologie der PP. Aber das steht ihm zu. Mir ergeht es ja ähnlich. Er ist tatsächlich sehr fundiert und zeigt deutliche Parallen zu totalitärem Gedankengut auf. Was bisher viele dachten, aber nicht aussprechen wollten, das hat er getan. Das ist mutig. Für diesen Mut musste er schon Terroranrufen von Anonymen ertragen, die im Namen der Piratensympathie ihm – laut deinem Bericht – die Springerstiefel ins Gesicht treten wollten. Da darf man ruhig auch mal die Dinge beim Namen nehmen. Es gab tatsächlich die Diskussion unter den Piraten, sei es die Frage nach Kinderpronografie im Netz, noch nach anderen unzulässigen Dingen. Problem dabei ist, dass sie es immer dann sofort rückgängig machen, wenn es nicht populär und erwünscht ist und dann auch mal ein Parteimitglied entfernen, wenn es imgamäßig unangenehm wird. Sie testen erst mal die Reaktion ihrer Kunden um dann zu sehen, was die wünschen. Sie diskutieren ja gar darüber, ab wann man Menschen zu Wählern machen darf, um sie so früh wie möglich manipulieren zu können? Ich halte den Artikel daher nicht für überhebend, es ist die Realität, die sich da abspielt in deren Hirnen …


    • C

      Hallo Frau Neigel,

      genau wie dem Autor würde ich mir wünschen, dass Sie sich mit der Piratenpartei mal näher auseinandersetzen würden.
      Bei dem Artikel bekomme ich das Kotzen. Als die NS-Vergleiche anfingen, habe ich aufgehört zu lesen, da es einfach abartig ist, die Partei mit so etwas zu vergleichen.

      Und für Blitzmerker wie Sie Frau Neigel (ehrlich gesagt, wer sind Sie?), KEINER will etwas umsonst. Nur leider darf ich nicht mal probehören bei youtube (danke GEMA, in anderen Ländern klappt solch ein Vertrag), es gibt keine Abo-Modelle und auf ausländische Lieder warte ich in Deutschland ein halbes Jahr (welcher Fan möchte solange warten?). Das schlimmste sind aber halt die steinzeitähnlichen Vertriebswege, die einem modernen Käufer auch den letzten Nerv rauben. DRM ist ja Geschichte größtenteils, aber haben Sie jemals probiert, ein DRM-Lied ordentlich zu synchronisieren? Das hat mitnichten immer geklappt.

      Nun erklären Sie mir, warum läuft ein Patent auf eine Erfindung nur maximal 25 Jahre, aber ein Urheber von einem Musikstück wird noch nach seinem Tod geschützt?
      Die Regelungen sind vollkommen relaitätsfern und reformbedürftig.

      Wenn Sie gute Gegenargumente haben oder ich falsch liege, bitte berichtigen Sie mich. Danke.


      • Heiko Lehmann

        Ehrlich gesagt, wer sind SIE denn? Ganz abgesehen von ihrer Kulturferne zeugt die Anonymisierung doch wohl von einer Feigheit, die Wurzeln hat. Unerkannt aus einer anonymen Masse heraus Menschen anzugreifen war noch nie schick, da hilft auch das abgenutzte Anonymous-Mäntelchen nicht. Künstler sollen Ihre Sehnsucht nach Musik auf YT stillen, dafür aber nicht bezahlt werden? Prima, was tun Sie denn beruflich? Wahrscheinlich ackern Sie tagundnacht unentgeltlich fürs Gemeinwohl und haben deshalb die moralische Kompetenz, Künstlern vorzuschreiben, was sie tun sollen. Schade nur, dass dann die Zeit fehlt, die eigenen Argumente zu prüfen, denn leider, leider reduzieren die sich auf ein einziges, gängiges, dummes Klischee. Welches Sie selbst übrigens auch bedienen. “Probehören” — selbst Piraten lachen sich darüber krumm. Herr/Frau C, genau diese undifferenzierten Beiträge rufen Artikel wie den vorliegenden auf den Plan. Wo eine Seite durchweg mit gezinkten Karten spielt, wird die andere Seite irgendwann mal darauf reagieren. Viel Spaß bei Google noch.


        • Jürgen Stark

          “C” – natürlich anonym! Piraten sind feige und hinterhältig, was sonst … ?!


          • Patrick Schiffer

            Ich bin auch anonym, da es gefühlte 10 Leute mit meinem Namen in Deutschland gibt.

            Was hier an Fässern aufgemacht wird, geht auf keine Kuhhaut. Ich habe ja schon viel Kritik an uns Piraten gehört, aber diese unsachliche, diffamierende und teilweise pöbelnde Art einiger Zeitgenossen, inklusive Herrn Stark lässt mich nur kopfschüttelnd zurück.

            Falls ihr euch in die Debatte einmischen wollt, und wirklich etwas verändern wollt, tut euch selbst den Gefallen und besucht einen Stammtisch der Piratenpartei in eurer Nähe. Aber bleibt fair und sachlich. Sonst hört euch irgendwann keiner mehr zu.

            Was hat in einer Diskussion überhaupt die Identität eines Teilnehmers für eine Wichtigkeit? Geht es nicht darum, ans Ziel zu gelangen oder für sich und andere wichtige Argumente zu finden? In dieser Art und Weise konnte ich bisher mit allen Mitgliedern der Piratenpartei sprechen. Ob im Netz oder real.

            MfG, Patrick Schiffer aus Düsseldorf


          • nati0n

            Ist schon dumm wenn man Anonym und Pseudonym nicht auseinander halten kann. Keiner ist im Netz anonym unterwegs(jedenfalls nicht viele).
            Wenn Sie in eine Kneipe gehen oder auf einen Marktplatz lassen Sie sich sicher auch von jedem Menschen den Personalausweiß zeigen was? Wenn es Ihnen um Inhalte gehen würde, wären ihnen Namen egal. Ihr Nazikommunistenvergleich ist unter aller Sau.


      • Immanuel Kant

        Das Patentrecht ist ein immer wieder beantragbares Schutzrecht und unterscheidet sich im Wesen der Erfindung erheblich vom Urheberrecht eines Werkes in der Kunst. Ein Patent kann man z.B. auf eine Kräutermischung oder eine Parfümmischung erhalten, hat dabei aber Essenzen, die es in der Natur gibt nur neu zusammengemischt. Ein Patent kann man länger erhalten als nur 25, da gibt es weitere Regelungen, warum sonst könnten vielen Jahrzehnten familiengeführte Firmen wie Haribo, oder auch Konzerne wie Coca Cola existieren? Ohne Patent wäre diese schon längst arbeitslos? Dabei sind die Essenzen geistesfremd, sondern Teil der Umgebung und werde in technischer Weise zusammengestellt. Weiteres entnehmen Sie bitte dem Patentrecht und deren Werteinhalt und Schöpfungsgrundlage. EIn kleiner Hinweis von Wikipedia zum Thema schutzwürdige Erfindungen im Patenrecht hilft vielleicht schon:

        “Patentierbare Erfindungen sind technische Lehren zum planmäßigen Handeln, die einen kausal übersehbaren Erfolg unter Einsatz beherrschbarer Naturkräfte ohne Zwischenschaltung verstandesmäßiger Tätigkeiten reproduzierbar herbeiführen.”

        Das Patentrecht ist ein immer wieder beantragbares Schutzrecht für die Wirtschaftskette und unterscheidet sich im Wesen der Erfindung erheblich vom Urheberrecht eines Werkes in der Kunst. Ein Patent kann man z.B. auf eine Kräutermischung oder eine Parfümmischung erhalten, hat dabei aber Essenzen, die es in der Natur gibt nur neu zusammengemischt. Ein Patent kann man länger erhalten als nur 25, da gibt es weitere Regelungen, warum sonst könnten vielen Jahrzehnten familiengeführte Firmen wie Haribo, oder auch Konzerne wie Coca Cola existieren? Ohne Patent wären diese schon längst arbeitslos? Dabei sind die Essenzen geistesfremd, sondern Teil der Umgebung und werde in technischer Weise zusammengestellt. Weitere Informationen zum Unterschied entnehmen Sie bitte dem Patentrecht und deren Werteinhalt und Schöpfungsgrundlage und im Vergleich zu Urheberrecht. Diese sind nur Artverwandt, erfinden aber durch verschiedene Ansätze, die verschieden zu werten sind. EIn kleiner Hinweis von Wikipedia, zum Thema schutzwürdige Erfindungen durch das Patenrecht, hilft vielleicht schon?:

        “Patentierbare Erfindungen sind technische Lehren zum planmäßigen Handeln, die einen kausal übersehbaren Erfolg unter Einsatz beherrschbarer Naturkräfte ohne Zwischenschaltung verstandesmäßiger Tätigkeiten reproduzierbar herbeiführen.”

        Das Urheberrecht basiert auf einer individuellen Wertschöpfung und ist nicht, wie im Patentrecht in seinem Wesen durch mittelbar materielle Bestandteile austauschbar. Das Urheberrecht entsteht unmittelbar aus dem reinen Geist heraus, ohne zu Hilfenahme der Hilfsmittel der Erfinder. Die GEMA ist nur zu Teil das, was bei den Erfindern das Patentamt ist. Dort werden zwar auch Werke angemeldet, doch ist sie zugleich auch der Kassenwart. Dazu gibt es noch zu erwähnen, dass die GEMA keinen Gewinn einbehalten darf und alles an die Urheber weitergeben muss. Die GEWA ist deshalb auch Kassenwart, da im Gegensatz zum Patent, bei dem der Erfinder mit einer Firma zwecks Herstellung einen Vertrag abschließt, die Werke durch Verwertungen im Radio, TV und Verkauf kontrollieren muss. Sie ersetzt diese Kontrollfunktion. Plattenfirmen schließen Verträge mit Künstlern ab, die aber gleichzeitig keine Urheber sein müssen. Beide aber sind Verwerter, die jeweils die Interessen des Urhebers, oder des Interpreten eines Werkes garantieren. Zum Recht: Plagiatsähnliche und inspirierende Bereiche, wie die der Piraten als Gegenargument für deren Nichtigkeit benennen, sowie die geistige Inspiration der Welt an und für sich, sind juristisch haltlos und klar abgegrenzt. Die Luft ist z.B. nicht der Erfinder eines Buches, und auch nicht der User. Wenn man von Urheberschaft im wirtschaftlichen Sinne redet, kann man von individueller Wertschöpfung, immaterielles Vermögen, oder geistiges Vermögen sprechen. Der Schutz dessen ist die materielle Verwertung und damit beginnt rechtliche die Kette der Verwertungsindustrie. Vorraussetzung ist dabei, dass die Individualität der Unaustauschbarkeit gegeben ist. In Musik, Film, Buch und anderen Bereichen gibt es in Sachen Eigenständigkeit und Individuelle Wertschöpfung klare Richtlinien. Dieser immaterielle Wertansatz ist in der Sachbewertung des Schutzrechtes ein erheblicher Unterschied zum Patent. In der Praxis: Das Patent ist das Nutzungsrecht einer Idee über eine Sache, die man zusammenstellt. Die Sache selbst ist meinetwegen eine Marke, eine Erfindung aus der Technik, der Natur, etc. Diese wird aber aus der Umwelt zusammengesetzt. Eine Erfindung gilt aber ebenso als Urheberrecht, wenn sie aus dem Nichts, nur durch den Urheber selbst erschaffen wurde. Wenn´s dann immer noch zu abstrakt ist, bitte belesen …

        PS: Ein Eigentumsrecht steht allen Erfindern zu. Patenterfinder sind ebenso nach Jahrzehnten immer noch in der Lage daraus Gewinne zu schöpfen wie Urheber. Das vermögen steht den Erben zu wie bei allen anderen Vererbungen.


      • Julia Neigel

        Patent, Wikipedia: “Patentierbare Erfindungen sind technische Lehren zum planmäßigen Handeln, die einen kausal übersehbaren Erfolg unter Einsatz beherrschbarer Naturkräfte ohne Zwischenschaltung verstandesmäßiger Tätigkeiten reproduzierbar herbeiführen.”

        Erfindung durch fremde Materialien. Ein Patent kann verlängert werden, siehe Coca Cola.

        Urheberrecht: Das Urheberrecht basiert auf einer individuellen Wertschöpfung und ist nicht, wie im Patentrecht in seinem Wesen durch mittelbar materielle Bestandteile austauschbar.
        Das Urheberrecht entsteht unmittelbar aus dem reinen Geist heraus, ohne zu Hilfenahme der Hilfsmittel der Erfinder.

        PS: Ein Eigentumsrecht steht allen Erfindern zu. Patenterfinder sind ebenso nach Jahrzehnten immer noch in der Lage daraus Gewinne zu schöpfen wie Urheber. Das vermögen steht den Erben zu wie bei allen anderen Vererbungen.


        • Kai

          Nein, Patentschutz gilt 20 Jahre maximal.

          Patente, die erteilt worden sind, sind Rechte, die eigentumsgleich sein können. Sie verfallen aber bereits, wenn man nicht die Verlängerungsgebühr bezahlt.

          Coca-Cola ist eine Marke und eine als Geschäftsgeheimnis gehütete Rezeptur, kein Patent.


          • Die Piraten der Piraten

            Kai, falsch. Wenn ein Patent alle 20 Jahre Allgemeingut würde, gäbe es weder Benz noch Ford. Unsinn.


      • Morton Mensh

        Hier kommt die Korrektur:

        DOCH. Die Piraten wollen umsonst. Denn sie sagen zwar, dass sie es nicht wollen, schieben aber dann absolut nicht funktionierende Geschäftsmodelle hinterher, die bedeuten, dass der Künstler praktisch leer ausgeht. Wenn man solche Modelle aufstellt ohne deren Funktionalität zu prüfen, dann sind die Piraten entweder unfassbar naiv oder unterstützen eine Ausbeutungs- und “Umsonst”-Gesellschaft.

        Probehören bei YouTube? Was bitte sollte man bei YouTube Probehören? Erstens: Wenn sie einen Song tatsächlich Probehören wollen gibt es dutzende von Plattformen wo das möglich ist. Warum müssen sie das bei YouTube? Abgesehen davon – auch das ist hinreichend bekannt – hat es nichts mit der GEMA zu tun dass diese Titel nicht auf YouTube laufen. Das wissen sie sicher auch, eine Erklärung ist im Netz ausreichend beschrieben. Genauso könnten sie YouTube den Vorwurf machen nichts von ihren Millarden den contentbringenden Produzenten abzugeben. DAS finde ich um ein vielfaches vorwurfsvoller als der Versuch der GEMA für die Leistung ihrer Künstler Tantiemen zu verlangen.

        Es gibt keine ABO-Modelle? Was ist denn mit Simfy, Spotify oder wie sie alle heißen? Das sind Abo-Modelle, nur dass sie leider nichts für den Künstler abwerfen. Oder finden sie knapp 1.- Euro Ertrag für ca. 5000 Streams ok? Na dann braucht ja selbst die billigste Produktion lediglich 1.000.000 Streams um irgendwann mal ein kleinen Obulus zu sehen. Ein total schwachsinniges System und vor allem kein vernünftiges Geschäftsmodell!

        Und warum warten sie ein halbes Jahr auf ein ausländisches Lied? Verstehe ich nicht. Musik wird in der Regel weltweit zur gleichen Zeit veröffentlicht. Eine Verzögerung kann es als Ausnahme geben aber es ist nicht die Regel.

        Und welches Vertriebsweg nervt sie denn? So gut wie jede Musik wird heute per Internet vertrieben. Was brauchen sie denn noch? DRM ist weg. Demnach sollte ihrem Syncen nichts mehr im Wege stehen. Bei mir funktioniert es mit all meinen Songs. Und wenn sie sich ihre CDs ins mp3 wandeln, haben sie eh kein Problem damit. Aber dafür bedarf es natürlich einer CD (puh, was für ein altmodisches Trägerwerk). Aber auch legal runtergelade mp3s sollten kein Problem darstellen. Also… wo ist das Problem?

        Und wenn ihnen das Patentrecht mit seinen 25 Jahren nicht reicht, warum plädieren sie nicht dafür, dies zu verlängern anstatt das Urheberrecht zu verkürzen? Wegnehmen ist einfach als hinzufügen, nicht wahr?

        Reformbedürftig ist einiges, realitätsfern aber mitnichten. Denn von dieser Realität leben tausende von Menschen ohne jemandem zu schaden.


    • Marie

      Sorry, ich würde mich erst einmal informieren, bevor ich solche pauschalen und dummen Vorurteile öffentlich von mir gebe.
      Wenn sie wirklich die Fähigkeit haben in die Hirne anderer Menschen hineinzuschauen und zu wissen was darin vorgeht würde ich an ihrer Stelel damit mein Geld verdienen.


      • Jürgen Stark

        Sorry, ich würde lieber erst einmal lesen, denken, verstehen und argumentieren lernen, bevor ich solche pauschalen und dummen Kommentare öffentlich von mir gebe.
        Wenn Sie wirklich noch nicht volljährig sind, kleine Marie (die ihren Nachnahmen nicht nennen mag, oder evtl. auch noch nicht ganz buchstabieren kann), dann melden Sie sich doch in einigen Jahren wieder, vielleicht blicken Sie dann auch schon etwas mehr durch.
        Mit freundlich-antipiratösen Grüssen
        The Brain


        • Vorname Nachname

          [quote]Sorry, ich würde lieber erst einmal lesen, denken, verstehen und argumentieren lernen, bevor ich solche pauschalen und dummen Kommentare öffentlich von mir gebe.[/quote]

          Pauschal und dumm sind Vergleiche mit Nazis und Kommunisten.
          Sie Herr Stark oder ihre Nachredner wie Frau Neigel sind der wütende pseudoliberale Mob, der Dinge, die er nicht versteht und nicht verstehen will (das ist offensichtlich!), mit dem untersten Argumente die in Dreck und Schlamm zu finden sind, diffamieren.

          Sie stehen auf einer Stufe mit ihren Vergleichen.


          • Die Piraten der Piraten

            So ein Mist schreiben kann sich auch nur jemand trauen, der sich Vorname Zuname nennt.


  3. Jens Kummerfeld

    Als Polemik ist der Artikel durchaus gut zu lesen. Ansonsten ist er inhaltsleer, in den meisten Punkten einfach nur falsch und letztendlich vollkommen überzogen. Einfachere Gemüter könnten beim Lesen ja glatt Angst um ihr Leben bekommen.

    Man darf als Autor eines solchen Textes nicht den Fehler begehen, sich – besoffen von der eigenen Wortgewalt – vom Hass davontragen zu lassen, um dann am Ende als lächerliche Figur mit Speichel am Kinn dazustehen. Vorausgesetzt man wollte tatsächlich einen konstruktiven Beitrag zur Debatte leisten. Aber das scheint hier ja eh nicht der Fall zu sein.


    • Dolph

      In gewissem Sinne danke ich dem Autor für diesen Artikel!
      Besser hätte man die bizarre, dümmlichkeitsgesteuerte Verlogenheit in der Auseinandersetzung mit der Piratenpartei wohl nicht bündeln können. Der Autor verdiente den von Schnitzler Orden am Bande, für besondere Leistungen im Bereich plumpe Propaganda, Desinformation und Zersetzung, gäbe es diesen denn.
      Ich bin übrigens kein Pirat und habe sie auch nicht gewählt. Aber so ein geiferndes, vor schierer Ignoranz triefendes, niedergeschriebenes Dummgewäsch macht mich einfach wütend und fassungslos. Es gibt augenscheinlich tatsächlich Autoren, die von Ihrer “Arbeit” wohl besser nicht leben können sollten!


    • Jürgen Stark

      Kein Speichel! Bierschaum!!! Ausserdem kein Hass! Niemals! Love & Peace!!! For all the people in the world! Nur Wut! Wut auf den Hass, der Künstlern und Kreativen von einem Teil der Fetischnetzgemeinde entgegen schlägt! Lüge, Hass, Desinformation, Diebstahl – das ist das Programm der Piratösenparty …
      Dennoch: Herzliche Grüße!


      • Jürgen Weiler

        Geht es hier eigentlich ernsthaft um ein Sachthema? Dann – bitteschön – auch sachlich bleiben. Genau dieser unsägliche Stil, indem hier “diskutiert” wird, ist das, was ich so zum Kotzen finde.


      • Peterchen

        Was für Tabletten auch immer sie mit dem morgendlichen Doppelkorn runterspülen, lassen Sie es lieber bleiben! (Oder trinken Sie Ihren Frühstückskaffee eventuell durch die Nase?)
        Ihre erratische Epileptikerprosa liest sich jedenfalls wie die ersten schriftsprachlichen Gehversuche eines zornigen, leicht retardierten Sechsjährigen. Das tut mir wirklich aufrichtig leid, aber halten Sie och vielleicht einfach mal lieber den Mund, wenn Ihnen nichts zitierfähiges einfällt! Es zwingt Sie ja niemand, sich ohne Not derart zu blamieren.


        • Die Piraten der Piraten

          Ach Peterchen,

          und was machst Du so, wenn Du mal erwachsen wirst? Träumst Du Nachts davon der neue Buckowsky zu werden? Oder Piratenfahrten auf hoher See, als postmoderner Kapitänsträumer mit Augenklappe und Hinkebein, nebst Schatzsuche, Plünderung und Raub der Sabinerinnen? Kannst ja dann die Tradition Deiner Kaperermannen weiterführen und jedem die Zunge abschneiden lassen, der Dir widerspricht, oder anders denkt. Doch noch befinden wir uns in der Zivilisation. Wegen solch sozialarroganten Görenspuckern wie Dir haben wir in der Geschichte die Küstenwache eingeführt.


      • christian friese

        Waansinn !!

        Da bringen technische Entwicklungen völlig neue Komunikationswege hervor, die politische Struktur beginnt sich zu verändern – es tun sich gigantische Möglichkeiten auf.

        Und daneben rastet so ein kleiner Spießbürger aus, weil die Straße aufgerissen wurde und er auf die andere Seite wechseln muss.


        • Die Piraten der Piraten

          Waasinn !! ohne H. da bringen ideologische Entwicklungen das Internet hervor und Du ruft es zur Bibel der Welt aus. Die religiösen Kreuzugwege beginnen sich zu verändern – es tun sich neue Vermögensverhältnisseverteilungen auf.

          Und daneben rastet so ein kleiner Realo aus, weil die Bank ausgeplündert wird, in das er sein Erspartes trägt und und ihm das Enteigenen droht. Sowas aber auch? Was ist ein Einzelschicksal gegen die Ausbeutung der Inkavorräte? Wie kann er aber so spießbürgerlich sein … Da haste Recht. Nieder mit allen Realos, ein Hoch auf die Gratismenschen. Die Weltherrschaft der Parasiten im Netz entscheiden bitteschön allein, wer bei der Kolonnialisierung der Realos auf der anderen Seite stehen müssen. Das ist allerdings Wahnsinn mit H. PS: Hast Du ansonsten auch schon mal was von Menschlichkeit, Chancengleichheit und Gewissen gehört? Oder hat das das Netz für die Lebenden abgeschafft?


  4. Udo Uhl

    Es ist vollkommen OK, wenn man mit der Ideologie der Piratenpartei nichts anfangen kann. Auf mich wirkt dieser Artikel jedoch ziemlich undifferenziert, polemisch und realitätsfern. Und um das vorweg klarzustellen: Ich bin KEIN Mitglied der Piratenpartei!

    Davon abgesehen, dass in diesem Artikel eine Propaganda betrieben wird, wie sie Joseph Goebbels auch nicht besser hätte machen können, stören mich insbesondere die krampfhaft aufgesetzten Scheuklappen des Autors. Hier wird in übertriebenem Maße von einem zurechtgelegten Sterotypen auf eine Vielzahl von Menschen geschlossen, auf die sich gewisse Muster aber überhaupt nicht anwenden lassen!

    Man schaue sich nur die Menschen an, die gestern in den Landtag NRW gewählt wurden: Lehrer, Polizisten, Feuerwehrleute, berufserfahrene Menschen aus dem öffentlichen Dienst. Durchschnittsalter: ca. 42 Jahre! Kaum Twitter! Das sind also diese im Keller sitzenden “das Urheberrecht abschaffenden” Nazi-Computer-Kinderporno-Teufel? Falsch! Oder schauen Sie sich mal die Menschen der Piratenpartei in Ortsverbänden auf dem bayrischen Land an. Das ist die Entwicklung der Piratenpartei seit 2009, die in diesem Artikel völlig außer Acht gelassen wird. Wo zum Geier steht, dass die Piratenpartei eine Kostenloskultur will? Welcher Pirat propagiert das?

    Und: Die abwertenden Äußerungen über die durchaus differenzierte Berichterstattung von Süddeutsche und anderen Medien empört mich zutiefst!


    • Jürgen Stark

      Lieber Udo Uhl,
      Danke für die Steilvorlage! Die Schilderung des verbeamteten Wählermilieus der Piraten ist eine erschreckende Tatsache, allerdings beängstigend und nicht zu Entwarnungen beitragend, denn so finden Überwachungsmentalitäten zusammen, die keine Transparenz sondern Menschenkontrolle wollen, im Sinne “chinesischer Kulturrevolution”, der Gegener kommt an den virtuellen Pranger. Die Künstler und Kreativen sind nur die Ersten, die von dieser selbst ernannten “Gerechtigkeitsliga” an die Wand gedrückt und ausgebeutet werden. Beamte = Piraten? Passender geht es doch gar nicht. Ein Heer von Staatsdienern lebt doch bereits auf Kosten der Steuerzahler mit dem Rundum-Sorglos-Paket. Woran besteht der Unterschied zwischen einem Beamten und einem Künstler/Kreativen? Zahnlücken!!! Beamte bekommen Zahnersatz und Implantate auf Kosten der Steuerzahler umsonst, Mitglieder der Künstlersozialkasse dagegen können sich den Einbau von Zahnersatz mit Zuzahlungen im Wert eines Gebrauchtwagenfuhrparks aber nicht leisten. Dank der Geschäftsmodelle, die man in asozialen Netzwerken bereits seit Jahren erprobt, wird diese Schere noch größer werden. Zahnlose Künstler mit Klampfen in Fußgängerzonen, Staatsdiener und Piraten mit goldenem Gebiss in Villen und Palästen … schöne neue Welt.
      Rabenschwarzer Gruß
      JS


      • Das mit der Überwachung habe ich jetzt nicht verstanden – ich dachte der Bürger soll überwacht werden, damit er keine illegalen Aktivitäten im Internet mehr durchführen kann.

        Dafür wäre doch der Künstler – wie Sie. Also pro Überwachung. Jetzt lese ich hier kontra Überwachungsmentalität … das wäre dann gegen Überwachung – gegen Piraten-Denke?

        Oder ist es so, dass alle die Überwachung wünschen (außer mir?)??

        Bitte um Aufklärung. Das mit der Überwachung interessiert mich sehr! Finde ich nämlich doof!

        Ach ja – ich bin mal anonym unterwegs – sorry – einfach so, weil ich Bock drauf habe!


        • Die Piraten der Piraten

          S.D.

          Klaro, und demnächst erlauben wir Jedem sich zu vermummen und auf den Strassen Jeden auszurauben, der es grade mal braucht, bitte in Massen von Jugendlichen, Omas, Arbeitslosen, Informationshungrigen, Gierigen, Mobbenden, alles, was da kreucht und fleucht und sich zuvor nie getraut hat. Die Welt hat sich bitte schön den Methoden im Netz anzupassen? Daher: ab sofort Polizei abschaffen, Kameras, Personalausweis, Meldeamt, Nummerschilder, Strassen, Adressen, Geburtstage, Staatsanwälte, Gerichte, Bundestag … Freiheit für die Primatenbürger der Neandertalerzeit, da wo noch der Mensch mit Knüppel niedergeschlagen wurde und die Frau an den Haaren in die Höhle gezogen wurde. Das ist Piratenfortschritt – deswegen weg mit dem Überwachungsstaat. Das Netz darf alles und überall.

          Kurzum: ich bin nicht für Orwells 1986, aber für das Kontrolle der Realität. Und nicht nur jeder Künstler, sondern auch jeder normale Mensch, der die Anarchie nicht will und keine Angst hat sich unvermummt zu zeigen, müsste das auch wollen. Der Rest will die Diktatur der Masse. Und die darf dann auch ruhig kriminell sein, solange es nicht einen selbst beträfe. Das ist krank und totalitär.


          • nati0n

            Das “vermummen” ist in Deutschland erlaubt, nur mal so nebenbei… ignorance is bliss..


          • Die Piraten der Piraten

            @nati0n: Falsch. Wer lesen kann ist klar im Vorteil:

            http://dejure.org/gesetze/VersG/17a.html

            § 17a (2)

            Es ist auch verboten,

            1.an derartigen Veranstaltungen in einer Aufmachung, die geeignet und den Umständen nach darauf gerichtet ist, die Feststellung der Identität zu verhindern, teilzunehmen oder den Weg zu derartigen Veranstaltungen in einer solchen Aufmachung zurückzulegen,


  5. Krakz

    Wenn man so überzieht, schadet man sich doch nur.

    Der ganze Nazikram, nee. Ich finde es richtig, dass neben Ausschwitz die Enteignung von Liedgut in der Erinnerung etwas verblasst.

    Auch das Argument zur “Zensurursula” schadet nur dem Anliegen. Da muss doch der Eindruck entstehen, Ziel der Künstler sei eine Total-Überwachung von Netz, PCs und Post. Sicherlich ist das so nicht gemeint, kommt aber so rüber

    Und ein Bonmot zu den Nazis: Hitler war bekanntermaßen ein äusserst kreativer Urheber und Verwerter – wenn es darum ging seine Einkünfte bzw die der Partei zu stärken. Legendär etwa der Briefmarkentrick.

    Grundstätzlich muss man um Erhalt des Urheberrechts streiten. Aber wenn man jeden, der gesetzliche Regelungen ändern will, als Nazi etc verdammt, ist das Ende der Debatte. Überspitzt: Das Kopieren ist illegal, das politische Eintreten einer Patrie für die Legaliserung desselben, ist nicht kriminell. Tja

    Nichts für ungut


    • Jürgen Stark

      Krakz! Was haben sich Deine Eltern bei solch einem Scheißnamen nur gedacht…?!
      Wie auch immer: “Ich finde es richtig, dass neben AuSSchwitz die Enteignung von Liedgut in der Erinnerung etwas verblasst.” Danke für die offenen Worte, mehr politischer Zynismus geht gar nicht. Das Doppel-SS bei Auschwitz war wohl ein freudscher Vertipper. Wie man sieht, ergeben sich bei den Leugnern von Parallelen selber welche.
      Kotzkrdksf!


      • Xaleander

        Herr Juergen Stark, mit Verlaub, was soll dieser Stuss?
        “Krakz! Was haben sich Deine Eltern bei solch einem Scheißnamen nur gedacht…?!”
        Solche Beitraege zeigen doch sofort, dass Sie an einer vernuenftigen Diskussion weder interessiert sind noch zu dieser faehig.


  6. Kai Freude

    Die Piraten beschleunigen nur die notwendige Entkolonialisierung unseres Landes von der Kulturindustrie der Amerikaner. Die Nachkriegszeit ist vorbei, der Rock ‘n Roll muss sterben. Das geht nur, wenn die wirtschaftliche Basis der Kulturkolonialisation unseres Landes entzogen wird, und die Lizenzknechtschaft unseres Landes gegebüber der amerikanischen Software- und Medienindustrie beendet wird. Die Leute werden weiterhin singen wie sie es immer getan haben und echte Kultur bleibt bestehen. Der Kommerzdreck verschwindet, sobald man mit ihm keine Kasse mehr machen kann. Die Verbindung von Kultur und Kasse ist einfach widerlich und widerspricht der deutschen Tradition. Als Kulturnation müssen wir den Kommerz rausdrängen. Die Filesharer leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie die Gewinnspannen der Kommerzverseuchung reduzieren.


    • scl351

      Heil, Kamerad,
      falls noch nicht Mitglied, einfach NPD googeln. Dort gibts bestimmt Aufnahmeformulare.
      Mit völkischem Gruss
      Wilhelm


    • Karl der Grosse

      PIRATENPARTEI: WIR WOLLEN UNSERE REICHSKULTURKAMMER ENDLICH WIEDERHABEN!

      ENTARTETE KUNST AN DEN PRANGER!

      FREIHEIT FÜR HEINO! FREIHEIT FÜR DAS DOITSCHE LIED!

      NIE WIEDER ROLLING STONES UND LADY GAGA! ENTEIGNET SIE!!!

      GOEBBELS WAR DOCH AUCH NUR EIN MENSCH, DER NICHT SINGEN KONNTE …


      • Die Piraten der Piraten

        und Kai und seine Freunde können scheinbar nicht mal klar denken, geschweige denn singen …


      • Kai

        Einfach mal Horkheimer/Adorno lesen. Heino steht doch gerade für jene Kommerzkultur, ebenso wie Rolling Stones und Lady Gaga.

        In einem piratischen Umfeld kann Kommerz nicht mehr gedeihen, und echte Kultur wieder aufscheinen. Die Entziehung der wirtschaftlichen Grundlagen für die Kulturindustrie ist nur zu begrüßen. Der Begriff Kultur hat mit Industrie nämlich gar nichts gemein.

        „Lichtspiele und Rundfunk brauchen sich nicht mehr als Kunst auszugeben. Die Wahrheit, dass sie nichts als Geschäft sind, verwenden sie als Ideologie, die den Schund legitimieren sollen den sie vorsätzlich produzieren“

        Was Adorno/Horkheimer vergessen haben ist die Rolle des Urheberrechts bei der Schaffung dieser Maschine der Massenmassage und ihrer anti-emanzipatorischen Ideologieinjektion.


        • Die Piraten der Piraten

          Bust jetzt nur Kai ohne Freunde? Genau, Goebbels durfte dann auch für alle entscheiden wer unentartete Kunst macht. Deine Idee ist krank. Wer glaubt zu wissen, was Kunst sein darf und was nicht, der ist genauso schlimm wie Goebbels. Du klingst wie ein Jünger von Mao und Lenin, der runterrattert, was er politologisch “aufgesaugt” hat. Sorry, setzen 6. Räum mal Dein Hirn auf und komm zurück in die Realität. Und Du bist der beste Beweis dass der Autor mit seinem Vergleich richtig liegt, aber sowas von …


    • Pauline Kingsbury

      Herr “Freude”,
      wann immer ich mich (im Ausland) frage, wieso ich mich schämen sollte, deutsche zu sein, kommt einer von Ihrer Sorte aus irgendwelchen Löchern gekrochen.


  7. christian friese

    Unglaublich – zuerst dachte ich, das wär eine Satire. Eigentlich solltet Ihr doch Leute sein, die in der Lage sind, Veränderungen einzuordnen und Zusammenhänge zu verstehen. Ich versuchs mal :

    1. In einer vernetzten Welt ist jeder digitale Datensatz, der einmal im Netz ist, technisch überall verfügbar.
    2. Wenn ich das nicht will muss ich die dezentrale Struktur des Internet abschaffen und an jeden Zugang eindeutig
    protokollieren.

    Beim Aufbau derartiger Strukturen sollten wir uns dann Hilfe in China und dem Iran holen, die haben da Erfahrungen.
    Da Sie vermutlich derartige Strukturen auch nicht als sonderlich erstrebenswert ansehen, muss es andere Lösungen geben.

    Vielleicht sollten Sie damit beginnen über ein anderes Geschäftmodell nachzudenken. Es ist schon häufig passiert, das eine technische Entwicklungen Berufe oder Geschäftmodelle verändert oder zerstört hat.

    Angesichts des tobenden Textes muß ich Ihnen leider sagen : Das wirkt eher wie brüllendes Kleinkind – ich will aber nich….


    • Karl der Grosse

      Ich will aber doch! Nur was ganz anderes! Nämlich Geschäftsmodelle, die den Interessen der aktiven und produzierenden Marktteilnehmer aus der creative economy gerecht werden und keine – nachträgliche – Legalisierung von Diebstahl.

      Angesichts des durchstruktierten Textes muß ich Ihnen leider sagen: Das wirkt eher unbetroffen und akademisch, dennoch auch kleinkindlich: Alles meinssss … hau ab, iss meinssss, habbich gefunden, jetzt meinsss …. wegg du, sonnsss hau ich dich …. (O-Töne aus einem Piratenkinderhort)


  8. Gert Hein

    Vielen Dank an die durchaus kritischen Texter, welche sich nicht als Lohnschreiber anmuten.
    Bedauerlicher Weise hinterläßt der Autor keinen guten Eindruck mit dem Geschriebenen.
    Die Vergleiche mit der NSDAP, der SED und den Piraten sind wohlwollend
    ohne Begründung gezogen worden und nicht zu Ende gedacht, besser geschrieben worden.
    Auch wenn ich nichts mit den Piraten am eigentlichen Hut habe, so kann ich mich nicht
    erwehren, ihnen in Sachen Zensur in großen Teilen zu zustimmen.
    Wer immer auch in diesem Lande oder auch anderen Ländern in Europa seine Zustimmung
    zu einer uneingeschränkten Zensur der medialen Inhalte gibt, der kann auch ohne Skrupel
    gleich einer Einheitspartei seine Stimme schenken, welche Europa regiert, ohne an den Mensch
    zu denken!


    • Karl der Grosse

      Von hinten durch die Brust ins Auge. Wer gegen Diebstahl ist, der muss doch nicht für Zensur sein.
      So kann man sich den Datenklau auch schön saufen … ich greife Wort und male mir was aus. Richtig: Vergleiche gehören verboten!

      Gruss
      Robespierre


    • Die Piraten der Piraten

      Zensur? Wo ist Verbot von Diebstahl Zensur? Willst du gleich das gesamte Strafgesetzbuch abschaffen da es alles Zensur ist und den Bürger in seiner Privatsphäre einschränkt? Seit wann sind Verbote von Mobben, Aufhetzen, Morden, überhöhte Geschwindigkeit, Diskriminierung, Vergewaltigung, gefälschte Steuererklärungen, Unpünktlichkeit beim Job, Hacken, Eindringen in deine Wohnung, Verleumdung, Verprügeln, Dich Beklauen bitteschön Zensur? Wie stellst Du Dir die Welt vor? Nach derzeitigen Netzregeln – ohne Zensur? Freiheit ohne Verbote? Oh Mann, was habt ihr Euch bei dieser gequirlten Demokratieauslegung eines neuen Marktes gedacht? Es ist nur das Internet und nicht die Spielwiese der Anarchie. Deutschland scheint zu einem Land der Pro-Kriminaliätsargumente verdummt, nur weil es Internetsüchtig, habgierig und gratisgeil geworden war. Da ruft man doch mal die Freiheit des Bürgers auf, bevor die Realität der Verbote den öffentlichen Raum des WWW erreichen muss. Das ist einfach nur noch widerlich. So fing es damals auch an …


  9. karpatenhund

    Toller Artikel. Okay, der Autor hat wichtige Aspekte weg gelassen, diese Vergleiche mit der SED und den Nazis sind ziemlich aus der Luft gegriffen und offensichtlich versteht der Autor auch nicht, dass nicht jedes Recht unverrückbar fest steht. Er baut auch keine vernünftige Argumentation auf, vergleicht Äpfel mit Birnen und er scheint nur begrenzt Ahnung zu haben: Seine Aussagen zur Netzsperrendebatte lassen primär darauf schließen, dass er die Diskussion darum verschlafen hat und auch keine große Lust verspürte, sich mit der Argumentation der Gegner auseinander zu setzen.

    Aber es ist immerhin ein netter Rant, über den man sich lustig machen kann. Traurig, dass es offensichtlich nicht zu mehr reichte. Und das, obwohl die Piratenpartei durchaus in vielen Bereichen angreifbar ist. Besonders in Bezug auf ihre relativ radikale Position zum Urheberrecht.


    • Wim & Wumm

      Toller Artikel! Genau!


    • alexanderleblanc

      Es ist ein sehr guter Artikel,

      weil er sich traut, den Finger schonungslos auf die Wunde der zu 100% scheinheiligen Piratenargumentation zu legen.

      Was die Piraten die meist uninformierten User glauben machen wollen, nämlich dass es ein echtes Problem gäbe, ist kompletter Schwachsinn.

      Es gibt nämlich keines.

      Kultur und Musik sind frei, vielfältig und zu sehr günstigen Preisen im Netz verfügbar.

      Niemand leidet, niemand darbt, niemand wir über den Tisch gezogen. Im Gegenteil – flatrates machen Kulturgenuss künftig günstig wie nie!

      Es ist alles eine unendlich aufgebauschte und aggressiv befeuerte Scheinthematik der Piraten, die damit enormen Schaden anrichten, ohne irgend etwas Gutes zu bewirken.


      • karpatenhund

        Wenn der Artikel das mal täte. Es ist nur ein Rant. Damit wird nicht der Finger in irgendwelche Wunden gelegt, sondern undifferenziert auf irgendwelche Position eingedroschen.

        Ich frage mich, was der Artikel für einen Sinn hatte. Er ist keine Basis für eine sachliche Diskussion, er bringt keinen Anhänger der Piratenpartei ab und um Zweifler davon zu überzeugen, dass die Positionen der Piratenpartei nicht unbedingt sinnvoll sind, ist er zu undifferenziert und zu unsachlich.

        Es bleibt ein – wie mir scheint eher hingerotzter – Beitrag, der qualitaativ etwas an Franz Josef Wagner erinnert. Nur bezweifle ich, dass der so viele Wörter kennt. Und vor allem nicht so schwere wie “Kreativwirtschaft”.


  10. General Streik

    Also das ist ja mal ein Artikel der schlechter kaum sein könnte.

    Propaganda zu betreiben ist das eine, auf Propaganda hereinzufallen und Sie dann noch, quasi als Advocatus Diaboli, weit überspitzt mit gefährlichen Totschlagargumenten anzureichern ist ein paar Nummern zu krass.

    Peinlich. Nicht nur für den Urheber des Artikels sondern auch für den Redakteur der dafür Verantwortung tragen sollte.

    Ein intelligenter Umgang mit Herausforderungen des anbrechenden Digitalen Zeitalters sieht anders aus.


  11. Schneeball

    Man kann beim Lesen des Beitrags von Herrn Stark förmlich den Schaum vorm Mund des Autors sehen. Die richtige und wichtige Debatte über das Urheberrecht und die Rechte der Künstler an ihrer Arbeit wie sie von Künstlern wie Sven Regener angestoßen wurde, kann durch solche Beiträge nur verlieren.
    Der Artikel steht im Zeichen einer Generation, welche auf die modernen Techniken nur mit Abmahnwahnsinn oder Politikern wie Frau von der Leyen reagieren kann. Dadurch wird nur das Klischee unterstützt, dass die Medienindustrie keine mündigen Kunden haben will, sondern Geldesel, die bei jeder Gelegenheit zu zahlen haben. Erschreckt hat mich an dem Beitrag jedoch, dass Herr Stark kein, aber auch wirklich kein Feindbild ausgelassen hat. Die Erfindung des stalinistischen Kinderporno-Nazis ist meines Wisses noch niemandem gelungen. Hut ab! Aber mit Beiträgen wie diesem verlässt man die Ebene des demokratischen Diskurses. Er erinnert eher an den Hexenhammer aus dem 15. Jahrhundert. Diese Denke wird besonders deutlich, wenn der Autor über die sorgfältig recherchierten und sehr guten Beiträge in Zeitungen wie beipielsweise der SZ herzieht. Dabei reden wir hier über 8% der Wählerinnen und Wähler in den Bundesländern Schleswig-Holstein und NRW, um nur die letzten Erfolge der Piraten-Partei zu erwähnen.
    Ich kann mich nur dem Kommentar von Krakz anschließen: Sachlich zu bleiben, hat einer Sache noch nie geschadet. Worte jedoch, wie sie Herr Stark gewählt hat, fand man vor Jahren im Stürmer oder der deutschen Volkszeitung.


    • alexanderleblanc

      Mir hat noch kein Pirat erklären können, was denn eigentlich das Problem des bestehenden Urheberrecht ist.

      Wer bereit ist, Urheber für Content zu entlohnen, der kann keins damit haben.

      Wer aber Content quasi umsonst und abgekoppelt von der Kontrolle durch den Autor im Netz sehen will,

      der ist ein Dieb.

      It’s as simple as that.

      Ich danke Herrn Stark dafür, dass er den anbiedernden Tonfall, in dem die meisten Journalisten versuchen, die Wahrheitsverdrehungen der Piraten ‘politically correct’ abzuarbeiten, in diesem Artikel verlassen hat, um einfach mal Klartext zu reden.

      Mehr davon bitte!


  12. VK

    Wow, was für ein ausgemachter Blödsinn. Der Autor sollte sicherstellen, dass das Urheberrecht für diesen Artikel eingehalten wird. Anderenfalls wird dieser Text sicherlich überall wiederrechtlich verwendet. Kaum jemand wird selbst in der Lage sein, solch einen langen Artikel zu verfassen, ohne auch nur den ein einziges mal etwas Sinnvolles beizutragen.


  13. tril

    Vorschüsse gibt es für Kreative dank dieses bereits vorhandenen Piratengeschäftsmodells auch kaum noch, der Markt kollabiert oder zeigt Risse im Fundament, auch bei Film, Buch, Fernsehen oder Games.

    Der Autor scheint so festgefahren in seiner Meinung, dass er das wichtigste vergessen hat. Es ist nicht das “Piratengeschäftsmodells” (welches er im übrigen völlig falsch dargestellt hat) sondern das vorhandene Geschäftsmodell der Branche, welches den Markt zum kollabieren brachte. Die Branche lebt immer noch im 19. Jahrhundert mit Ihren Vorstellungen vom “Markt”, nur die wenigsten haben mittlerweile den Sprung in das 21. Jahrhundert geschafft.

    Ansonsten kann ich mich den meisten Kommentaren anschließen, dieser Artikel ist “inhaltsleer”, “realitätsfremd”, “populistisch” und schlichtweg falsch.

    Wie pflegen die Piraten immer zu sagen: “Trau keinem Plakat, informiere dich!”

    Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an.

    http://www.piratenpartei.de/politik/wissensgesellschaft/urheberrecht/


    • alexanderleblanc

      Falsch, Herr Tril!

      Es ist die durch illegales Kopieren im Netz erfolgte finanzielle Aushöhlung der Branche, die dieser zunehmend die Möglichkeit nahm, sich aus den entstehenden Umsätzen zu refinanzieren.


  14. Manfred Pürro

    z.B. Die Filmindustrie wächst stetig weiter und macht immer mehr Umsätze…

    http://de.statista.com/statistik/faktenbuch/348/a/branche-industrie-markt/filmindustrie/filmbranche/

    Aber die Filesharer sind schuld daran dass Künstler immer weniger verdinene?

    Hirn einschalten!


  15. MaSch

    Der Artikel trifft den Aagel auf den Kopf. Eine unverhohlene Selbstbereicherungsabsicht ist bei den Piraten doch klar erkennbar und spricht jene an, die ebenso denken, nämlich sich Vorteile zu verschaffen auf Kosten anderer.
    Was soll an den Nazi- Vergleiche daneben sein?
    Der Autor hat im Vergleich festgestellt, das das Goebbelsche Propagandaministerium eine ähnliche Vorgehensweise hatte.
    Was ist an dieser Aussage falsch? Einige Mitkommentatoren erliegen einem einfachen Trick, indem sie annehmen oder behaupten, das wäre nicht vergleichbar. Es ist alles vergleichbar, selbst Äpfel mit Birnen. Ein Apfel wird dennoch keine Birne, hat mit diesem aber dennoch mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes.
    Ebenso ist es mit den Vorstellungen der Piraten zum Urheberecht: Es sind im Vergleich weit mehr Gemeinsamkeiten zum Diebstahl vorhanden als es deren Vorstellungen erahnen lassen.


  16. Ysann

    Sag mal, werter Artikelschreiber und Nachbeter:

    Gehts noch?
    Das muss doch weh tun, oder?
    Was sagt denn Euer Arzt dazu?
    Gibts noch Heilungschancen oder seid Ihr schon jenseits aller Hoffnung?


    • Küstenwache

      Ysann, Du lebst an der Realität vorbei. Wer möchte sich schon gerne ein Bein abhacken und ein Auge ausstechen lassen, nur weil es grade in Mode kam? Die Nachbeter der Piraten sind mit Säbel und Kaperflagge im deutschen Lande unterwegs und metzeln gerade im Auftrag ihrer Wähler nieder. Da müssten schon öfter mal Ärzte her, die die Wunden der Überfallopfer verpflegen mussten. Gott sei Dank hat der Autor sich beim Entwenden seines geistigen Eigentums gewehrt und hat seine Zunge behalten. Und die ist die beste Waffe. So kann er davon berichten wie gebrandschatzt und geraubt wird.


      • Ysann

        Entschuldige bitte, verehrte Küstenwache,
        aber ich habe selten solch einen hanebüchenen Unfug gelesen.
        Du mischt da Metaphern durcheinander, ganz abgesehen davon, daß Deine Sachlichkeit deutlich auf der Strecke bleibt.
        Notruf an die richtige Küstenwache: Die MMS Objektivität sinkt gerade unter den Nullpunkt.


  17. Sehräuber

    Hallo liebe Freibeuter der Leere!
    Nun bleibt doch mal ruhig. Wer mit dem Piratenschiff so schell in den Hafen des Bundestages segeln will, braucht Gegenwind, sonst wird das nix!


  18. agtrier

    Spätestens bei den Nazi-Vergleichen war schluss mit lustg. Macht aber nix, der Rest war auch nicht mehr als plumbe Polemik – schade, vielleicht hätte man so ein wichtiges Thema nicht gleich dem Praktikanten geben sollen…


    • Höllenhirsch

      Spästeng bie denn vergleichds war shiss mit lisitg. macht agrrt nixx, rest wajj auch nicht mehr als – ACHTUNG JETZT KOMMT’s – “PLUMBE” polemikg.
      Die Piraten. Wir sprechen doitsch.

      Vorschlagg: PLUMBE POLLÄMIGG – so knn mann auch schriebe


  19. zane

    was das Urheberrecht angeht haben die Piraten doch nur die Fakten erkannt. es gibt keine wirkliche Möglichkeit raubkopieren zu unterbinden, wer einen uploader schliesst ruft damit nur einen neuen ins leben und wer es schafft diese Hydra (wie auch immer) zu besiegen der wird feststellen das am Tag darauf torrents oder andere p2p Netzwerke wieder beliebt sind, und wer die vom netz bekommt kann sich tags darauf mit den diversen darknets beschäftigen…

    die alternative zu den “lächerlichen” Pauschalen sind eben nicht cds, dvds und Bücher sondern keine Pauschale.


    • wortspieler

      Wurst im Supermarkt liegt doch auch nur herum. Das kann man als Geschäftsmodell einfach nicht mehr akzeptieren. Her mit der Wurst. Einfach mitnehmen. An der Kasse der Kassiererin sagen: Hände weg von meiner Wurst! Ihr altes Geschäftsmodelle ist überholt. Deshalb holen wir bei ihnen als User aus dem 21. Jahrhundert nun die Wurst einfach ab. Die kommt obendrauf, auf unser kostenloses Grundeinkommen. Jetzt fahr’ ich gleich umsonst U-Bahn und ess die Wurst…


    • Küstenwache

      @Zane. Genau: die Fakten sind, die Piraten, als Räuber mit Parteiflagge, werden von Menschen wie Dir salonfähig gemacht, da man doch gar keine andere Lösung sieht. Bin gespannt, wann die Panzerknacker eine Partei gründen und Nachbeter finden. Du wirst dann wahrscheinlich immer noch sagen: Wieso? Rauben ist doch ok, wenn sie in der Überzahl sind? Und demnächst werden wir laut Dir irgendwann gar auch Kindesmissbrauch legalisieren dürfen, weil man sie nicht alle aufspüren kann und es mehr und mehr wird. Und danach käme dann die Sklavenhaltung, und danach die Hexenverbrennung …

      Superbeitrag, ausgesprochen konstruktiv, wow, danke …


  20. Ich definieren mal frei schnauze: Piraterie

    Bei Piraterie handelt es sich um exzessive Gewalttaten, ausufernde Eigentumsdelikte und/oder gezielte Freiheitsberaubungen [bis hin zu Sklaverei], die stets aus niederen Motiven unter Mißbrauch eines See- oder Luftfahrzeugs [neuerdings auch eines Parlaments] auf hoher See oder in allen Gebieten [wo immer Menschen dumm genug sind sich dies gefallen zu lassen] verübt werden.


  21. Christian

    Behauptung: “Man will mit den Künstlern an einen runden Tisch, die Industrie und die Verwertungsgesellschaften des Urheberrechts sollen aber bitte draußen bleiben.”.

    Tatsächliche Aussage: “Hierzu wollen wir alle Beteiligten – Musiker und Künstler, Verwerter und Rechteinhaber sowie Konsumenten – einladen und gemeinsam ein zeitgemäßes Urheberrecht entwickeln” (Matthias Schrade, Mitglied des Bundesvorstandes der Piraten, Spiegel).

    Besten Dank an Herrn Stark für dieses an Falschaussagen, absurden Vergleichen und Rückwärtsgewandheit wohl nicht mehr zu toppende Pamphlet. Ein Eigentor in jeder Hinsicht, und ein Bärendienst für die gesamte Branche! Aber vielleicht ist der Autor ja irgendwo ganz tief im Herzen (oder wie die Branche sich momentan zu verkaufen versucht – mit “Herzblut”) doch ein verkappter Pirat, dass solch eine Wahlkampfhilfe unbewusst aus seiner Feder quillt!


  22. Eisboer

    Was für ein absurder Artikel Hahaha

    Ich musste herzlich lachen. Wie man im Internet so schön schreibt: You made my day.

    ps.: Als Bewerbungsanhang für die BILD sicherlich von Vorteil, ein Versuch wäre es wert!


    • Don Camillo

      Was für ein dummer Trottelkommentar! Hähöhi!

      Ich musste herzhaft furzen. Wie man Mann im InterNett so blöd schreibt: You make me lach, ach ach …

      ps. Ihre Bewerbung als Parkplatzwächter bei ALDI Nord, Filiale Göttingen-Süd, wurde hiermit abgelehnt, war aber einen Versuch wert!


  23. Julia Neigel

    Liebe Kommentatoren, es ist erstaunlich wie viel Unwissen bezüglich der Aussagen der Piraten existiert. Für all die Bitten, die Beispiele zu diesem Artikel fordern und deren Unverständnis äußern, warum sich die PP am Rande der Verfassungswidrigkeit bewegen dürfte, hier an dieser Stelle einige Informationen:

    Eine wichtige humane und gesellschaftliche Errungenschaft nach dem verheerenden 2. Weltkrieg ist die Resolution 217 A II, neben dem daraus resultierenden GG, ist die allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10.10.1948, Artikel 27. Ich halte es in der heutigen Zeit für angemessen diesen Artikel erneut in Erinnerung zu rufen.:

    1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

    2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

    Ich zitiere ebenso eine Antwort eines Software-Programmierers und Berliner Piraten Namens Jacob Wieland, nebst Doktorarbeit, aus Berlin auf der FB-Seite des Deutschlandfunks mit mehr als 50 000 Usern. Auf die Frage eines Künstlers, der es wagte wegen deren Urheberrechtsangriffe auf deren Seite Kritik zu üben, gab es eine Antwort, die einem Outing der Diktaturklasse gleichkam. Die Antwort des Herren wurde nicht gelöscht und schien Gefallen bei Usern gefunden zu haben:

    “Zitat, Antwort Jacob Wieland: “Künstler waren schon immer auf Almosen angewiesen, wenn sie nur ihre Kunst betrieben haben. Wieso sollte das gerade heutzutage anders sein? Es ist also nur eine Frage, wie man am sinnvollsten mit seiner Kunst bettelt. Das Internet bietet dazu jede Menge Möglichkeiten.”
    24. März um 16:13″

    Der Weiteren empfehle ich allen den Artikel der FAZ, in der Julia Schramm geistiges Eigentum als „ekelhaft“ und im Vermögenswert nicht schutzwürdig bezeichnet. Nichtsdestotrotz nimmt sie gerne einen 6-stelligen Vorschuss der „bösen“ Verwerter für ihr Buch in Anspruch und spricht sich gegen ihre eigene Ideologie aus, ihr Buch dann ebenso kostenlos ins Netz zu stellen. Aber alle, die es nicht glauben wollen, lesen bitte hier:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/piratin-julia-schramm-wahlkampf-einer-digitalen-seele-11731922.html

    Ich könnte viel mehr oder weniger passende Kommentare der Piratenvertreter und seiner Sympathisanten benennen, aber das würde den Rahmen sprengen. Hier nur einer, von vielen Aussagen, die man sich gerne auf der Zunge zergehen lassen darf. Zitat Jürgen Thüngerthal auf der FB-.Seite von Agnes Krumwiede:

    “Es passt die reale Existenz des grenzenlosen Raumes nicht in beschränktes Denken der Jurispudenz – aber das halte ich für einen Kolateralschaden im Rahmen der Entwicklung und im Sinne der Künstler, der vertretbar ist (…) Dies Ausbeuter Geschwätz gegen das Internet ist blödsinn und die zunehmende Kriminalisierung auch.”

    Und ein recht fundierter Bericht über diese Ideologie findet sich hier:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106293994/Kreative-wehren-sich-endlich-gegen-Piraten-Unfug.html
    Die Welt:

    Auszug:

    “Erzliberales Eigentumsrecht

    Das Eigentumsrecht steht am Anfang jeder freien und bürgerlichen Gesellschaft. Die Unverletzlichkeit des Eigentumsrechts ist die Grundlage menschlichen Freiheits- wie Sicherheitsbedürfnisses. Der Kapitalismus hat dieses Eigentumsrecht in sein Sinnzentrum gestellt. Dass nun auch linke Intellektuelle für dieses so erzliberale Eigentumsrecht eintreten, ist eine hübsche List der Geschichte. Sie ahnen, dass ein Kreuz bei den Piraten ihnen am Ende die eigene Lebensgrundlage entziehen könnte. Spätestens bei existenziellen Fragen endet der Flirt mit der bei urbanen Eliten so angesagten Partei.
    Die Diskussion um die Bedeutung des Schutzes von geistigem Eigentum kommt zum richtigen Zeitpunkt. An den Laptops und iPads wächst eine Generation von Usern heran, die im Glauben aufwächst, dass gute Text, packende Musik und sexy Fernsehserien im Zweifel gratis den Weg in das Kinderzimmer finden.
    Mit den Piraten, die ohne Scheu vor intellektueller Blamage gar von einer politischen Definition von Kunst fantasieren, hat der mangelnde Respekt vor der künstlerischen Arbeit eine aktive Lobby erhalten. Dass die Intellektuellen jetzt dagegen halten, lässt auf eine anspruchsvolle Debatte hoffen. Sie ist eng mit der Zukunft einer Kulturnation wie Deutschland verbunden. Wir sind nicht viel mehr als unsere Ideen.”

    Und für alle, die sich immer noch nicht plastisch und praktisch vorstellen können, was die Piraten mit ihrer Ideologie beabsichtigen, die können sich gerne am Beispiel eines Interviews von Dieter Bohlen in TV auf Youtube überzeugen. Dort wir ein Banner über Dieter Bohlen´s Worte gelegt, der zur Wahl der Piraten aufruft. Natürlich, laut gütigen Recht, derzeit rechtswidrig. Laut Piraten würde das sicher legalisiert sein dürfen und Herr Bohlen hätte ein dickes Problem:

    http://www.youtube.com/watch?v=qpUESyh1L9I&feature=youtube_gdata_player

    Ich finde es bedauerlich, dass der Tellerrand bei doch recht vielen Kommentatoren nicht mal 2 cm lang ist. Vielleicht helfen diese Beispiele das Denken anzuregen …


    • Xaleander

      Nur ein kurzer Hinweis, der Begriff des “geistigen Eigentums” wird von vielen Leuten (nicht nur Piraten, sondern auch Juristen usw.) als wirklichkeitsfern bestritten, weil das “geistige Eigentum” eben keines ist, weil man es nicht besitzen kann. (Wenn man es perfekt kopiert kann man nicht mehr feststellen, welches der beiden die Kopie und welches das Original ist.)
      Dazu gibt es glaube ich auch einen lesenswerten Wikipediaeintrag.


      • Heiko Lehmann

        Das ist der Unterschied: du kannst kopieren soviel du willst, aber du kannst es nicht selbst SCHAFFEN. Und wenn man dir das, was andere schaffen, nicht mehr digital zur Verfügung stellt, kannst du nicht mal mehr kopieren. Und dann bist du sauer. Ich erklär’s auch gerne noch mal.


      • nati0n

        1. “geistiges Eigentum” suggereiert das es was mit Eigentum zu tun hat, hat es aber nicht. Es ist ein Recht.
        2. Dieser Kampfbegriff vereinheitlicht unzulässigerweise das Urheberrecht, Patentrecht, Markenrecht und Nutzungsrecht. Diese sind aber grundlegend verschieden.
        3. Den Begriff “Geistiges Eigentum” werden sie in keinem Gesetz finden.

        Nennen Sie die Dinge beim Namen und verallgemeinern Sie nicht unzulässig.


    • karpatenhund

      Aus den Aussagen zu folgern, dass die Piratenpartei sich “am Rande der Verfassungswidrigkeit” bewege, ist – freundlich formuliert – mutig. Weniger freundlich formuliert kann ich zu der Einschätzung nur sagen: Die Aussage zeugt von einer gravierenden Unkenntnis darüber, wann eine Partei verfassungswidrig ist. Das ist nicht schon gegeben, wenn eine Partei das Bestreben hat, bestimmte rechtliche Rahmenbedingungen zu ändern. Ausweislich des Art. 21 GG ist eine Verfassungswidrigkeit von Parteien dann gegeben, wenn eine Partei darauf ausgeht, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden. Sie muss sich also gegen absolute Kernprinzipien der Verfassung richten.

      Man kann der Piratenpartei viel vorwerfen; aber zu behaupten, sie käme aufgrund ihrer Position zum Urheberrecht auch nur in die Nähe der Verfassungsfeindlichkeit, ist aus rechtlicher Sicht grotesk.

      Im übrigen stellt sich grade bei Immaterialgütern immer die Frage, wie weit der Schutz durch den Gesetzgeber gehen soll. Weitestgehend rechtlich anerkannt ist, dass Immaterialgüterrechte überhaupt existieren; darüber hinaus ist aber vieles strittig. Warum sind zum Beispiel Kochrezepte als Ideen nicht geschützt, sondern dürfen frei nachgekocht werden? Ist ein Sternekoch weniger kreativ als ein Journalist, der einen 500-Wörter-Artikel online stellt? Wohl eher nicht. Trotzdem erhält der Koch – anders als der Journalist, der Musiker oder der Erfinder – keinen Schutz für seine geistige Leistung. Der Grund: Offensichtlich sieht der Gesetzgeber Ideen nur partiell und nicht vollumfänglich als schützenswert an.

      Ein weiterer Punkt ist, dass grade Immaterialgüter einen Kulturaspekt beinhalten, an dem die Bevölkerung ein gewisses Interesse hat. Das Urheberrecht hat erklärtermaßen auch das Ziel, die Interessen von Nutzern und von Urhebern auszugleichen. In vielen Bereichen muss man sich fragen, ob die Wertungen des Gesetzgebers noch stimmen. Das geht bei den Schutzfristen los: Kein Autor hat etwas davon, wenn seine Werke bis 70 Jahre nach dessen Tod (!) geschützt werden – naturgemäß lebt er zu diesem Zeitpunkt schon seit 70 Jahren nicht mehr. Weshalb sind die Schutzfristen also so lang? Wohl kaum, um den Urheber zu schützen.
      Auch im Internet stellen sich zahlreiche Fragen: Wieviel Text darf ich zitieren, bis mir eine Abmahnung ins Haus flattert? Internetdienste wie Quote.fm bewegen sich am Rande der Legalität – weil das Zitatrecht sehr merkwürdig ausgestaltet und alles andere als eindeutig ist. Eine andere Frage: Wie darf ich selbst gedrehte Videos ausgestalten? Hier lauern zahlreiche Fettnäpchen: Von der Verwendung von Bildern (grundsätzlich nein, außer, sie sind durch das Zitatrecht gedeckt, was wieder eine Frage des Einzelfalls und damit der Abwägung zugänglich ist), Hintergrundmusik bis hin zur Verwendung von Schriftarten droht immer die Abmahnung. Wer das Internet heutzutage aktiv nutzt, steht mit einem Bein in der Abmahnfalle und sieht sich unter Umständen schnell Forderungen in vierstelliger Höhe ausgesetzt. Mögen diese auch noch so unberechtigt sein.

      Man kann den Piraten viel vorwerfen. Ich bin auch ein entschiedener Gegner der Legalisierung von Downloads für Privatpersonen und halte manche Position für schlecht durchdacht. Aber erstens haben sie mit ihrer Forderung nach einer grundsätzlichen Reform des Urheberrechts und der Anpassung desselben an das Internetzeitalter recht; und zweitens bringen sie in Sachen Transparenz interessante Ansätze in die Politik. Der Vorwurf der Verfassungswidrigkeit aufgrund fragwürdiger Positionen ist jedenfalls aus der Luft gegriffen. Geht man danach, müsste man die anderen Parteien auch verbieten. So gut wie alle fordern irgendwann Dinge, die verfassungsrechtlich nicht einwandfrei sind.


      • Julia Neigel

        Karpartenhund: Der Unterschied beim Beispiel Koch ist zweierlei.

        1. Eine Kopie einer CD ist nicht ein anderer Koch, sondern immer noch das vom Koch erschaffene Gericht selbst, mitsamt Restaurantbetrieb dahinter.

        2. Der Koch arbeitet mit Essenzen aus der Natur und mixt sie nur zusammen.
        Der Urheber hingegen erschafft diese Essenzen in einer geistigen Erfindung aus sich selbst heraus, aus sonst nichts. Großer Unterschied. Und für den, der da keinen Unterschied sieht, ist es auch nicht mehr zu erklären, da der geistige Horizont und dessen Wertvorstellung von Kreativität beim Kochen aufhört.

        Zum Thema verfassungswidrig. Das Geistige Eigentum ist Teil der GG-Gebung, auch wenn nicht direkt benannt. Aber Urheberrecht impliziert Eigentum. Geistiges Eigentum wird durch europäische Gesetze und völkerrechtliche Verträge als Eigentum und entsprechende als Vermögenswert deklariert. Bitte nachlesen.


        • karpatenhund

          Erstens habe ich das Beispiel des Kochs gewählt, um zu zeigen, dass Ideen an sich nur begrenzt geschützt werden. Analog zu deiner Argumentation kann man sagen: Der Schriftsteller stellt nur bestimmte Worte in einem bestimmten Zusammenhang dar oder der Musiker mixt nur bestimmte, in der Natur vorhandene Töne in einer bestimmten Reihenfolge zusammen.

          Der Punkt ist, dass sowohl der Koch als auch der Urheber bei einer neuen Kreation eine kreatie Leistung erbringen. Ich weiß nicht, ob dir das el Bulli und Ferran Adrià etwas sagen: Dieser Koch ist hoch kreativ. Trotzdem sind seine Leistungen nicht geschützt. Wenn er darlegt, wie er ein Gericht komponiert hat, darf jeder frei dieses Gericht abdrucken, verbreiten, verändern.

          Und zur Verfassungswidrigkeit: Die erfassung kann man ändern. Das ändert absolut nichts daran, dass deine Aussage, die Piratenpartei bewege sich am Rande der Verfassungswidrigkeit, falsch ist. Ich glaube, das kann ich einigermaßen fundiert beurteilen, immerhin habe ich Jura studiert.


          • Julia Neigel

            Auch Juristen haben selbst schon in der Geschichte falsch gelegen. Der Unterschied zu Deinem Starkoch ist, dass er freiwillig ein Rezept zum Nachkochen preisgibt. Jetzt versuch mal meine Songs nachzusingen und nach zuerfinden. Ich bin sicher, da hättest Du ein dickes Problem …


          • Die Piraten der Piraten

            Karpatenhund, ich bin doch etwas erstaunt, wie Sie als Jurist anonym und dann auch derart argumentieren wollen:

            “Ein weiterer Punkt ist, dass grade Immaterialgüter einen Kulturaspekt beinhalten, an dem die Bevölkerung ein gewisses Interesse hat. ”

            Seit wann hat ein gewisses Interesse der Bevölkerung die Enteignung von Lohn zur Folge? Sind Musiker für sie Tiere, die man ab sofort melken, schlachten und ausbeuten kann?

            “Art. 21 GG ist eine Verfassungswidrigkeit von Parteien dann gegeben, wenn eine Partei darauf ausgeht, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen”

            Artikel GG 14 betrifft das Eigentum. Wenn sie geistiges Eigentum also nicht für eine Grundordnung der Demokratie ansehen, möchte ich ab sofort immer und überall von Ihnen kostenlos vertreten werden. Ist mein Gutes Recht und im Interesse der Bevölkerung. Ist für sich sicher kein Problem und logischerweise nicht verfassungswidrig. Sie müssen sich den Gegebenheiten der Moderne stellen, Herr Karpatenhund.

            ” Ist ein Sternekoch weniger kreativ als ein Journalist, der einen 500-Wörter-Artikel online stellt?”

            Sicher nicht. Daher dürfen Sie für uns alle und speziell für mich ab sofort 500-Wörter-Schriftsätze kostenlos bei Gericht verfassen, während andere Gerichte kostenlos für andere sollen.

            “Man kann der Piratenpartei viel vorwerfen; aber zu behaupten, sie käme aufgrund ihrer Position zum Urheberrecht auch nur in die Nähe der Verfassungsfeindlichkeit, ist aus rechtlicher Sicht grotesk.”

            Natürlich ist die Piratenpartei verfassungsfreundlich, genauso wie Sie. Und deshalb haben Sie ab sofort ebenso ihr geistiges Eigentum der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung zu stellen. Und bitte speziell im Netz, denn wir haben laut Piraten Partei das Recht auf freie Information. Und ihr Studium und ihre Kanzlei hätten wir gerne kostenlos noch dazu. Wie Sie das regeln., Herr Anwalt ist uns wurscht. Schließlich gehören Sie der Allgemeinheit Sie sind selbst schuld wenn Sie einen Beruf ausüben, dessen Hirntätigkeit nicht schützbar ist.

            „ Kein Autor hat etwas davon, wenn seine Werke bis 70 Jahre nach dessen Tod (!) geschützt werden – naturgemäß lebt er zu diesem Zeitpunkt schon seit 70 Jahren nicht mehr. Weshalb sind die Schutzfristen also so lang? Wohl kaum, um den Urheber zu schützen.“

            Genau, deswegen möchten wir auch Sie darauf hinweisen, dass Sie ab sofort nichts an ihre Kindeskinder und deren Enkel zu enterben haben. Da ihre Arbeit sich auf Geistiges Eigentum stützt, steht Ihnen weder ein Vermögen zu, noch dessen Folgen. Ihr Haus, ihr Vermächtnis, alle bitte sofort an die Allgemeinheit. Sie haben dies ab sofort an die Werbe/Internet/IT-Industrie zu vermachen. Eine Spendenquittung können Sie beim Finanzamt einreichen.

            „Wieviel Text darf ich zitieren, bis mir eine Abmahnung ins Haus flattert?“

            Aber Herr Anwalt, Sie sind doch der Hüter Geistigen Eigentums? Wie oft werden Sie denn zitiert?

            „ Eine andere Frage: Wie darf ich selbst gedrehte Videos ausgestalten? Hier lauern zahlreiche Fettnäpchen: Von der Verwendung von Bildern (grundsätzlich nein, außer, sie sind durch das Zitatrecht gedeckt, was wieder eine Frage des Einzelfalls und damit der Abwägung zugänglich ist), Hintergrundmusik bis hin zur Verwendung von Schriftarten droht immer die Abmahnung.“

            Ganz Recht. Ab sofort haben Sie ebenso die Pflicht sich bei jeder Videoaufnahme als Kamerahalter zur Verfügung zu stellen und dabei ihr Wissen jedem über das Video offiziell zur Verfügung zu stellen.

            „ Wer das Internet heutzutage aktiv nutzt, steht mit einem Bein in der Abmahnfalle und sieht sich unter Umständen schnell Forderungen in vierstelliger Höhe ausgesetzt. Mögen diese auch noch so unberechtigt sein.“

            Wer heute aktiv denkt droht verfassungswidrig zu sein. Sie sind dafür zuständig anderen das Denken und deren Recht auf Denken ab sofort auszureden, Herr Anwalt.

            „Aber erstens haben sie mit ihrer Forderung nach einer grundsätzlichen Reform des Urheberrechts und der Anpassung desselben an das Internetzeitalter recht;“

            Natürlich haben wir Recht. Ab sofort gilt der Grundsatz, wer gegen uns ist, der ist gegen das Recht für uns. Und nur wir haben Recht. Sie nicht.
            „ und zweitens bringen sie in Sachen Transparenz interessante Ansätze in die Politik.“

            Völlig richtig erkannt. Wir bringen darin Transparenz, dass jetzt jeder Denkende und deren Beitrag der Allgemeinheit gehört, z.B. auch der Ihrer Arbeit, da die Luft der Allgemeinheit gehört und Sie sie mit unserer Erlaubnis atmen dürfen.

            „Der Vorwurf der Verfassungswidrigkeit aufgrund fragwürdiger Positionen ist jedenfalls aus der Luft gegriffen. Geht man danach, müsste man die anderen Parteien auch verbieten.“

            Stimmt, was ist schon verfassungwidrig? Wir haben das Universalrezept gefunden, wie man jedem das Hirn absprechen darf. Hirn her, sonst Freiheit zum Atmen weg. Daher gibt es die anderen Parteien nicht mehr. Die sind nämlich enteignet worden. Und wir bestimmen nur, wer man beim Denken profitiert …


          • karpatenhund

            @Julia Neigel: Das Arguent lässt sich leicht kontern: Jeder Musiker, jeder Autor gibt freiwillig sein Werk der Öffentlichkeit preis. Trotzdem siehst du es als nicht legitim an, wenn diese Dinge gegen den Willen der Urheber in bestimmter Weise genutzt werden.
            Der einzige Schutz, den der Koch gegen eine Nutzung “seines” Rezepts hat, ist die Geheimhaltung. Seine kreative Leistung wird nicht durch rechtlichen Schutz flankiert.

            Wie schon geschrieben: Kreative Leistungen werden durch das Gesetz nur partiell geschützt. Die Reichweite des Schutzes und die Frage danach, welche Ideen überhaupt schützenswert sind, sind Fragen, die der Gesetzgeber beantworten muss. Zu behaupten, die Piraten wären kriminell, weil sie das derzeitige Schutzniveau des Urheberrechts nicht akzeptieren, ist ein Zirkelschluss: Die Piraten wollen grade das Schutzniveau des Urheberrechts verändern, um (vermeintliche) Ungleichgewichte bei der Abwägung der Interessen der Urheber gegen die Interessen der Nutzer zu beseitigen. Schaffen sie es aber, ihre rechtlichen Forderungen durchzusetzen, sind sie grade nicht kriminell.

            @Die Piraten der Piraten: Ich habe erst überlegt, ob ich tatsächlich auf den Beitrag antworten soll. Sei’s drum:

            Dass die Bevölkerung ein Interesse an der Enteignung von Lohn hat, habe ich nicht mit einem Wort behauptet. Ich behaupte, dass die Bevölkerung ein Interesse am Zugriff auf Kulturgütern hat und dass das Urheberrecht auch die Aufgabe hat, einen Ausgleich zwischen den Interessen der Nutzer und den Interessen der Urheber herbeizuführen. Beides sind Punkte, die meines Wissens nach nirgendwo ernsthaft bestritten werden.

            Zur Grundordnung der Demokratie kann ich den Blick in einen Kommentar zum Grundgesetz empfehlen: Nur weil eine Partei die Wertungen im Bereich des Immaterialgüterrechts verschieben will, stellt sie sich nicht gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung. Das Eigentum ist zweifellos ein wichtiges Recht; aber nicht jeder Eingriff in das Eigentum begründet automatisch einen Angriff auf die freiheitlich demokratische Grundordnung. Ich verweise für den Anfang auf den Wikipediaartikel zu diesem Begriff: de.wikipedia.org/wiki/Freiheitlich_demokratische_Grundordnung

            Der restliche Beitrag hat nicht ausreichend Substanz, um darauf einzugehen. Ich habe nicht behauptet, dass ich die Positionen der Piratenpartei in allen Einzelheiten stütze; ich habe lediglich ausgeführt, dass das Urheberrecht reformbedürftig ist und verständlicher Regeln bedarf.


        • Die Piraten der Piraten

          @Karpatenhund:

          “Die Piraten wollen grade das Schutzniveau des Urheberrechts verändern, um (vermeintliche) Ungleichgewichte bei der Abwägung der Interessen der Urheber gegen die Interessen der Nutzer zu beseitigen.”

          Was wollen die? Es Verändern!!!???? Lach … Sag mal, hältst Du die Welt da draussen für vertrottelt? Die Piraten wollen Diebstahl legalisieren, also das Urheberrecht praktisch in seiner Nutzung zerstören. Sie lehnen das Geistige Eigentum dessen ab. Und mir ist grade wurscht was Du unter der Freiheit des Bürgers verstehst, es ist Aufruf zum Diebstahl, oder zur Verletzung. Da kannst du es wenden und drehen wie Du willst. Es ist gegen gültiges Recht und zudem ausgesprochen unmoralisch. Aber von Moral scheinst Du wenig zu verstehen? Was Du Zensur nennst steht unter den Verboten der Bürger im STGB, ob als Mobbing, Verleumdung, Diskriminierung, Nachstellung, Volksverhetzung, Hacking, Androhung von Gewalt … oder wie im Falle Piraten als faktischer Diebstahl der aus immaterieller Güter entstandenen Güter. Und? Wie ist es mit dem kostenlosen Job als Anwalt? Du bist doch auch öffentlich im Gerichtssaal? Sa musst Du mit rechnen dass der Mob Deine kostenlose Arbeitszeit braucht, ist deren Recht über Dich herzufallen? Warum versteckst Du Dich auch nicht bei der Arbeit in einer Höhle? Du scheinst wohl keine Lust zu haben kostenlos zu arbeiten, oder? Sonst wärest Du nämlich auf meine Argumente eingegangen …. jaja, so sind sie, die Piraten. Wenn man es beim Namen nennt, da tun sie als, ob sie nicht wissen wovon man redet. Nichts als heisse Luft wenn es um den eigenen Hintern geht. Außerdem ist es ziemlich unreflektiert, mit Verlaub, einem Menschen, der seinen Beruf öffentlich auf der Bühne und anderswo ausüben muss, weil es im Wesen des Berufes selbst liegt, eben solches als Grund für Ausbeutung vorzuwerfen. Das ist Diskriminierung. Schlag mal einem Politiker vor, dass er sich als Werbemaschine für die NPD missbrauchen lassen soll, weil er sich öffentlich vor die Kamera stellen muss, wenn er arbeitet und es – bitte jetzt aber – im Interesse der Allgemeinheit wäre? Und Dein Beispiel mit dem Koch ist noch abstruser. Du meinst eine Kopie des Originales ist wie wenn Du einGericht nachkochst? Hallo? Großhirn an Kleinhirn? Nene. Auf einer Kopie der Musik ist nicht Deine Stimme drauf, sondern die der/die SängerIn. Und wenn Du im Umkehrschluss die Nummer mit dem Koch zu Ende denkst, dann würdest Du also laut Pirat den Sternekoch zwingen für die Allgemeinheit auf seine Kosten gratis zu kochen, nichts sonst. Alles klar im Karton? Problem mit Menschen der Öffentlichkeit, neidisch oder was? Oder einfach nur Gier? Oder Schwierigkeiten mit der Abstraktionsfähigkeit? Mich erschleicht die Vermutung, dass Du vielleicht Jura in der Theorie studiert haben willst, der Praxis aber lange nicht mehr beizuwohnen scheinst? Ganz allgemein: Mitunter hat das perverspiratierte Netz ungefähr 9 Millionen vermeintliche Rechtspezialisten in Sachen künstlerische Arbeit aufgerufen die alle ihren gequirlten Senf abzugeben. Die Wand der Ignoranz hat einen Namen, sie nennt sich Vorteilsdenke, egal wie bescheuert argumentiert. Schlimm, wenn jede anonyme neunmalkluge Labbertasche meint den öffentlichen Raum mit juristischem Vandalismus zuzukleistern, auch wenn es deren Freiheit sein sollte. Mein Tip: Schau mal unter dem Suchbegriff der Diskriminierung im STGB nach und halte Dich an deren Zensur, oh sorry, ich meinte an das Verbot dessen. Und im GG steht was vom Verbot der Benachteiligung, aber das solltest Du in der Theorie ja noch kennen. Dann klappt´s auch mit den Künstlern. Denn sich von dir wegen dem Wesen des Berufes enteignen zu lassen – das muss sich keiner, auch nicht von Dir, Herr Karpatenhundadvokat.


          • karpatenhund

            Bevor du auf Beiträge antwortest, solltest du sie lesen und verstehen. Wir können gerne diskutieren, wenn es soweit ist. Für eine Diskussion auf dem aktuellen Niveau ist mir meine Zeit zu schade.


        • nati0n

          Ach so und von Harmonielehre etc. haben Sie sicher auch noch nichts gehört was? Was ist mit Akkorden? Oder Tonfolgen? Töne sind auch natürlich und werden durch Urheber neu zusammengemixt. Wo ist der Unterschied?


          • Die Piraten der Piraten

            Der Unterschied ist, dass Du wahrscheinlich nicht gut genug bist sie als Virtuose zu spielen, oder zu singen, ihm eigenen Geist individuell einzuhauchen – um es dann zu einem völlig eigenen und von öffentlichem Interesse entstandenen und unaustauschbaren Werk zusammenzufügen.


        • Eines würde mich interessieren, Frau Neigel: Erfinden Sie Ihre Musik tatsächlich ganz alleine, ohne jeden Rückgriff auf die kulturelle Allmende? Ihre Musik steht also in überhaupt keinem kulturellen Kontext?


  24. Pat Appleton

    Liebe Freunde, Anscheinend ist Übertreibung und Polemik nur bei nicht-Urhebern und anonymen Usern erlaubt. Wenn man in Sachen Urheberrecht versucht die Dinge überspitzt darzustellen wird man gleich niedergebrüllt. Die Qualität mancher Kommentare grenzt an Geschmacklosigkeit. Mir fehlt der gesunde Diskurs und mich schrecken diese Beschimpfungen wirklich ab. Leute, wo sind Eure Manieren?

    Es ist traurig daß man sich als Urheber ständig verteidigen muss und diese Art und Weise engagierte Menschen mit Spott und Häme zu überschütten erbärmlich. Die Anonymität des Internets macht es möglich. Ich finde darin Faschistische Tendenzen zu entdecken gar nicht so falsch. Wenn man die Meinung eines anderen nicht teilt, darf man sich gerne darüber streiten – aber gepflegt.

    Es gibt ein Problem und viele sehen es einfach nicht ein das es gilt das geistige Eigentum zu schützen. Wir leben hier in diesem Land schliesslich alle – ob Patentinhaber, Autobauer oder Musiker o.ä.- von unseren Ideen. Industrie haben wir ja weitgehend ausgelagert. Wenn das Urheberrecht verwässert wird ist Tuck mit dem “Land der Ideen” ! Jeder noch so überspitzte Artikel trägt dazu bei daß das Thema endlich in den Köpfen ankommt und daß der nächste Klick vielleicht nicht in irgendeiner Tauschbörse ankommt sondern bei den Urhebern selbst.


    • Xaleander

      Ich muss jetzt einfach mal sagen, dass ich den ersten Absatz ziemlich genau so(!) schreiben wollte um den Text von Herrn Stark als das darzustellen, was er ist:
      Eine Uebertreibung und Polemik, die einer (nicht mal guten, sondern einfach nur allgemein) Diskussion nicht wuerdig ist; er bruellt diejenigen nieder, die versuchen die Piratensicht der Dinge (die nicht zwingend perfekt ist) zu erklaeren; die Vergleiche mit Nazis, Kommunisten und echten Piraten empfinde ich einfach nur als Geschmacklosigkeit und die Beschimpfungen schrecken mich einfach nur ab, wo sind seine Manieren?

      Und nocheinmal: Der Begriff “geistiges Eigentum” ist umstritten und irrefuehrend, ihn zu benutzen weisst allein schon auf wenig Kompetenz in der Debatte hin.


      • Peter Müller

        Es sind viele Begriffe umstritten! Aber trotzdem ist der Begriff “geistiges Eigentum” geläufig und beschreibt etwas, das jedem klar ist, was gemeint ist. Juristen benutzen diesen Begriff auch. Leute, die einzelne Diskutanten (und dort welche, die Ahnung haben, wie diverse Juristen, die diesen begriff nutzen) aufgrund einzelner Begriffe für Kompetenzlos halten (wohl gemerkt diese Begriffe werden in Fachkreisen verwandt), sollten sich überlegen, ob das die Basis ist!
        Über die Nazi-Vergleiche kann man denken, wie man will! Aber jemandem der “Angst” hat, den Mund verbieten zu wollen und nur weil er ehrlich sagt, was er denkt gleich mit Geschmacklosigkeit zu kommen hilft einfach nicht weiter. Warum nicht mal in sich gehen und fragen WOHER das kommt?

        Erstmal vor der eigenen Tür kehren ;-)

        Absurde Grüße
        Pit


      • Julia Neigel

        @Xaleander: Der Begriff ist nicht umstritten und wird sogar von der Unesco für einen Welttag benutzt. Du bist schlecht informiert, wie scheinbar leider viele hier. Bitte die Völkerrechte lesen und das Gesetz der EU in diesem Zusammenhang. Der Begriff Geistiges Eigentum wurde deswegen eingeführt, da der Begriff immaterielles Recht für einige die Vorstellungskraft im Vermögenswert überstieg, zu abstrakt erschien. Die Piraten sind Piraten, die stehlen wollen und hantieren mit einem Begriff, dem nur wenige bekannt und konkret erscheint. Aber hier geht es um den Wunsch der Entwendung von Eigentum. Wenn Du das Enteignen wollen und die Methoden bei rechtsgültigem Eigentums für Polemik hältst, na dann. Aber Beispiele dessen beweisen die Geschichte genug. Und: Wenn man sich in Wortklaubereien verlieren will, dann sollte man wenigstens vorher wissen, warum die Piraten dem Urheber als Eigentum eigentlich absprechen wollen. Sie stehen auf der Seite, die davon als Internetindustrie profitieren würde, zumindest in den Speerspitzen. Und es ist Eigentum, welches nicht den Piraten und auch nicht irgendwem gehört, sondern nur dem Urheber, der das geistige Eigentum inne hat. Da können sich so oft sich auf den Kopf stellen und von Freiheit der Piraten reden wie sie wollen …


        • karpatenhund

          Hier geht es NICHT um die Entwendung von Eigentum. Das ist eine vollkommen falsche Umschreibung. Geistiges Eigentum kann man nicht entwenden, weil die Idee weiter im Kopf vorhanden ist. Wenn ich ein Buch klaue, entwende ich geistiges Eigentum genau so wenig, als wenn ich ein Lied illegal kopiere oder einen Film über ein P2P-Netzwerk tausche. Was das Urheberrecht – genau wie das Patentrecht und das Markenrecht – tut, ist folgendes: Diese Rechtsbereiche gewähren dem Kreativen (oder auch den weniger Kreativen, wenn man sich zum Beispiel die “verwandten Schutzrechte” aus dem Urheberrecht anschaut) bestimmte exklusive Rechte. Die kann ich verletzen.

          In welchem Umfang Ideen durch solche Rechte geschützt werden, ist eine Frage der Wertungen; genauso wie es eine Frage der Wertungen ist, inwiefern “reguläres” Eigentum sozialverträglich ausgestaltet wird.

          Auch dass die Piraten auf der Seite derjenigen stehen, die davon “als Internetindustrie profitieren würde”, ist schlichtweg Unsinn. Ja, es gibt Unternehmen, die von einer Umgestaltung (!) des Urheberrechts profitieren würden; aber diese zu begünstigen, ist kein Ziel der Piratenpartei. Vielmehr sind einzelne Vorteile ein Nebeneffekt.


          • Julia Neigel

            Frage an Alle: Du entdeckst eine Banknote im Netz. Sie steht 1:1 dort. Du kopierst diese, da es die Technik hergibt und/oder sharest diese im Netz.Man kann sie ausdrucken. Die originäre Banknote selbst bleibt unbeschädigt. Was ist das? Illegales Downloaden was als Kolateralschaden zum Wohl der Allgemeinheit akzeptabel wäre? Ich mag mich nicht weiter mit Haltung der Gratismentalität umgeben, die unter dem Deckmantel der Freiheit als Notwendigkeit erachtet wird. Das wäre in etwa so, als ob ich zukünftig allen parasitären Gedanken Recht zu gäben hätte, nur weil sie unmoralischer und dreister argumentieren als Andere. In diesem Sinne. Allen Eigennützigen hier noch einen schönen Tag.


          • karpatenhund

            Das ist gar nichts. Kein illegales Downloaden, keine Straftat, nichts. Druckst du es aus, ist es eventuell Geldfälschung und wird gemäß § 146 StGB mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

            Was genau möchtest du hören? Dass ich es richtig finde, dass Geldfälschung mit Strafe bedroht ist? Gerne: Das finde ich richtig.
            Leider hat das absolut nichts mit der Urheberrechtsdebatte zu tun, die sich auf einer ganz anderen Ebene abspielt.


          • karpatenhund

            Wobei ich nachschieben muss, dass es natürlich auch Vorschriften bezüglich der digitalen Reproduktion von Banknoten gibt und diese auch dem Urheberrecht unterfallen; allerdings sind Banknoten eine ganz andere Baustelle, als “regulär” geschützte Werke.


        • Die Piraten der Piraten

          Klaro, was hättest Du auch anderes schreiben sollen? All Deine Argumente sind widerlegt, Herr Kapartenhundadvokat. Aber Du stampfst immer noch auf dem Boden. Du bist subjektiv und verschleierst nur Dein Vorteilsdenken. Das Gesetz tut das nicht und das scheint ein Problem für Dich. Dass eine Banknote ein “regulär” geschütztes Werk ist, aber das “regulär” geschützte Werk des Urhebers es nicht wäre, weil gerade Du es am Liebsten geschenkt bekommen haben willst, das hab ich noch nie von keinem Anwalt gehört. Jeder Experte bestätigt genau den Beweis an diesem Beispiel Banknote und nicht mal Gerichte zweifeln den Schaden einer entwendeten Kopie ohne Bezahlung an. Und am Beispiel Buch, am Beispiel Firmenspionage, Datenklau, DVD-Kopie, etc. zeigt es sich ebenso. Und dass das Geldnotenkopieren als eine Straftat angesehen werden kann, nur einen anderen Namen hat – und das Andere also keine sein soll, das ist nur noch verzweifelte unsachliche Wortklauberei, sorry. Beide Fälle haben dieselbe Verletzungs-Schadenskonkludenz, wenn auch andere Schadenshöhen und Geschädigte. Illegales Und wenn wir schon beim Abmahnen und bei Klagen sind: Abmahnung und Schadensersatz ist zulässig, nur nicht im Wucherbereich. Nur das ist ja der Grund warum Du genau das abschaffen willst? Das Recht hat man aber sehr wohl. Und bei kommerziellem Missbrauch von Urheberrecht ist es strafrechtlich genauso verurteilbar wie bei Geldkopierung, was man da nur Geldfälschung nennt. Was soll das also alles? Kopieren von staatlichem Eigentum, oder das Kopieren privatwirtschaftlichen Eigentums erzeugt in beiden einen zu regulierenden Schaden, egal wie deklariert. Du wirst doch Vermögensverhältnisse in gleicher Schadensweise nicht nach Deiner Willkür regeln wollen? Lass es einfach. Die Kopie der Banknote führt alles Ad Asurdum was sich so im einäugigen hinkenden Piratenhirn vor lauter Raubgier abspielt, wenn er über Künstler und deren Eigentum herfallen will. Und genau bei diesem Beispiel hört das kollektive arglistige Täuschen um das Beklauen der geschädigten Opfer auf. Und genau da beginnt das Verbot und das ist richtig, wichtig und gut so. und das wird auch so bleiben, da kannst Du kapern wie Du willst. So könntest Du gleich den gesamten Rechtsstaat in den Piratenmüll kippen.


          • karpatenhund

            Wenn du das schreibst. Vielleicht solltest du dich aber trotzdem vorsichtshalber über den Schutzzweck des § 146 StGB informieren. Nicht, dass sich deine Informationen am Ende als falsch heraus stellen.


  25. Julia Neigel

    Ich zitiere Kai Freunde:

    “Die Piraten beschleunigen nur die notwendige Entkolonialisierung unseres Landes von der Kulturindustrie der Amerikaner. Die Nachkriegszeit ist vorbei, der Rock ‘n Roll muss sterben. Das geht nur, wenn die wirtschaftliche Basis der Kulturkolonialisation unseres Landes entzogen wird, und die Lizenzknechtschaft unseres Landes gegebüber der amerikanischen Software- und Medienindustrie beendet wird. Die Leute werden weiterhin singen wie sie es immer getan haben und echte Kultur bleibt bestehen. Der Kommerzdreck verschwindet, sobald man mit ihm keine Kasse mehr machen kann. Die Verbindung von Kultur und Kasse ist einfach widerlich und widerspricht der deutschen Tradition. Als Kulturnation müssen wir den Kommerz rausdrängen. Die Filesharer leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie die Gewinnspannen der Kommerzverseuchung reduzieren.”

    Aha: …”Entkolonialisierung der Kulturindustrie” … “Verseuchnung” …”widerspricht der deutschen Tradition” … “die Nachkriegszeit ist vorbei” … “Knechtschaft” ….”muss sterben” … “Dreck verschwindet” … “Als Kulturnation” …. “Kultur und Kasse muss verschwinden” … warum nicht gleich Kultur gegen Rasse?

    Das alles kenne ich schon irgendwoher? Woher bloss?

    Was stellst Du Dir also unter “deutscher Kultur” ohne Vermögen und nach Deinem Gutdünken vor, lieber Diktator? Etwa Deine “deutschen” Hofnarren für Deine alleinige Vorstellung von lebenswerter Unterhaltung? Wie weit würdest Du gehen, bitte schön? Dürfen Menschen leben und arbeiten, nur wenn Du es ihnen erlaubst?

    Warum schreibst Du nicht gleich dass Kultur-und Kulturschaffender sterben müssen anstatt es ideologisch auszudrücken?

    @Kai Freude: Pack mal Deine Stiefel Deiner Allmachtsfantasie und die Knüppel Deiner Weltherrschaftsidee wieder ein. Und Deine Uniform und Flagge des Vernichtungsaufrufes bitte auch. Du hast hier nichts zu suchen, selbst wenn du gar zu feige bist Deinen Namen zu offenbaren. Dein Kommentar bestätigt den Artikel von Jürgen Stark nur um so mehr. Hast wohl zu viel Lenin und Mein Kampf gelesen? Deine Aussage zeigt deine Absicht aus der BRD eine Art neue UDSSR nach dem Konzept einer kulturellen Diktatur nach Deiner Führung zu machen. Und klar, die Nachkriegszeit und der kalte Krieg ist vorbei und die Amerikaner sind an Deiner Denke schuld? Und was schlägst Du vor? Die Intellektuellen, die Kultur, und die geistig Unabhängigen sollen dafür, wie hast Du es so schön geschrieben? … wie auch immer existenziell .”sterben”? Geht´s noch? Stehst Du unter Drogen? Bist Du so neidisch, dass Du Andersartige und deren Leistung nicht mehr ihren Lohn gönnst und alles annektieren willst?

    Weisst Du wozu Dein Kommentar gut ist, meiner Meinung nach? Für eine Strafanzeige gegen Dich. Wegen Aufruf zur Enteigung, Volksverhetzung und Diffamierung Minderheiten, wegen Angreifen der gesamten demokratischen Errungenschaften nach Massenmorden, Vertreibungen, Verknechtungen Minderheiten – unter dem Deckmantel der ach so anarchischen Freiheitsdiktatur. in dem Falle gegen Diejenigen, die mit ihrem Geist arbeiten. Und wegen Rechtsradikalem Gedankengut. Da nutzten auch Deine praktische Vorschläge aus der Ideologie der “Diktatur des Proletariates”, dem kommunistischen Ansatz vor der Weimarer Republik zu verwenden nichts. Du bist totalitärer, als jede Schreckensvision. Diktatur bleibt Diktatur, ob durch Militär, oder durch Deinen Aufruf. Du missbrauchst Dein bürgerliches Recht auf vermeintliche “Meinung” für totalitäre Visionen, das kann man klar herauslesen. Und beweist, wer die PP zum Verhöhnen animiert hat. Und ob Du Dich links fühlst oder nicht? Es ist egal. Du sprichst rechtsextremistische Vorschläge aus. Laut deinem Aufruf verteidigst Du dabei die Haltung der PP und rufst zur Enteignung auf. Wer hätte den Artikel besser beweisen können als Du? Für Dich und Deine Anhänger muss man sich in Deutschland Fremdschämen. Wenn es Dir selbst scheinbar an geistigem Eigentum fehlt, dann nutzt auch das Nachplappern von Marx und Anderen nichts – auch nicht deine Vision irgendwelcher krimineller “deutschen” Kulturenteigungsutopien, genauso wenig wie das Rauben des geistigen Eigentums anderer. Wenn jemand dies nicht in sich hat, dann kann es Anderen auch nicht mit Deinem Vorschlag des Totschlagens entwenden. …


    • Kai

      Lies Adorno/Horkheimer 1947. Immer noch der Klassiker gegen die Kommerzialisierung der Kunst. Es gab im 19Jh hervorragende Musik von echten Künstlern. Echte Kunst wird immer bestehen.

      „Lichtspiele und Rundfunk brauchen sich nicht mehr als Kunst auszugeben. Die Wahrheit, dass sie nichts als Geschäft sind, verwenden sie als Ideologie, die den Schund legitimieren sollen den sie vorsätzlich produzieren“

      Das für mich faszinierende ist, dass die Ideologisierung so weit vorangeschritten ist, dass die Polemik Kunst als industrielles Geschäft zu diffamieren nicht mehr funktioniert. Die Piraterie untergräbt die wirtschaftliche Basis der Industrie. Übrig bleibt die Kunst.


      • Die Piraten der Piraten

        Übrig bleibt der verarmte künstlerische Hofnarr für die geizige Allgemeinheit, die für Ware nichts zahlen brauch. Sorry, völlig untauglich.


  26. Christoph von Guaita

    Ich muss die ganze Zeit an Gerhard Polt denken: “Vegetarier? Aha… wie der Hitler!”

    Aber im Ernst: Ich bin selber auch Urheber und kann verstehen, dass viele Angst haben, nicht mehr von Ihrem Schaffen leben zu können. Aber dieser Artikel ist doch wirklich mehr Realsatire als irgend etwas anderes. Ein auch nur ansatzweise sinnvoller Beitrag zur Diskussion ist er jedenfalls nicht.

    Hier ein Link zu einem meiner Meinung nach *wirklich* lesenswerten Artikel zu dem Thema:

    http://www.kanzleikompa.de/2012/05/11/wahlkampf-gegen-bertelsmann-co/

    Und werte Julia Neigel: Ich fürchte, Sie widmen dem Beitrag von “Kai Freude” deutlich mehr Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung, als er verdient. Den hätte ich jetzt eindeutig als klassischen Troll-Post gesehen, der einfach nur provozieren soll. Aber vielleicht liege ich ja falsch…

    Schöne Grüße…


    • Julia Neigel

      Lieber Christoph,

      kann sein, aber kann auch nicht sein. Aber wenn jemand so etwas auf einer Seite schreibt, darf man es nicht ignorieren. Einer davon ist schon zuviel. Es gibt schon zu viele Nachplapperer solcher Ideologien. Ich stehe oft genug wegen solchen Leute auf Benefizkonzerten, um auf massenhaft Opfer solcher Extremisten aufmerksam machen zu müssen. Dass so etwas aufhört ist auch Aufgabe der Zivilcourage, die kein Recht, sondern eine Bürgerpflicht ist.


    • Kai

      Ich begrüße den natürlichen digitalen Transformationsprozess zugunsten einer Vernichtung der klassischen urheberrechtsbasierten Musikindustrie. Adorno erklärt ihr Wesen: “willentliche Integration ihrer Abnehmer von oben. Sie zwingt auch die jahrtausendelang getrennten Bereiche hoher und niederer Kunst zusammen. Zu ihrer beider Schaden. Die hohe wird durch die Spekulation auf den Effekt um ihren Ernst gebracht; die niedrige durch ihre zivilisatorische Bändigung um das ungebärdig Widerstehende, das ihr innewohnte, solange die gesellschaftliche Kontrolle nicht total war.”
      Aus dieser totalen Bande reisst sie die Krise der Urheberrechtsdurchsetzung heraus, und schafft wieder Raum für echte Kunst, die mit dem Zuschnitt der Vermarkter nichts gemein hat. Die Kontrolle fällt weg, echte Freiheit wird wieder denkbar.


      • Die Piraten der Piraten

        Ich stelle mir das so vor: Man reist zu seinem Grab, stellt dort ein Camp auf und sitzt mit den anderen Jüngern zusammen im Diskussionsreigen um ein Lagerfeuer. Und tanzt dazu in Tanzformationen “Adorno, Adorno”. Man verlauft dort Betketten für seine These, stellt dort einen Altar zu seinen Ehren auf, trägt DIch in orange und steckt sich Piratenflagge ins Haar. Und jeden, der an denen vorbeiläuft mit Kommentare zugetextet. Passt …


  27. Sehräuber

    Als Kind musste ich immer im Piratenkostüm zum Fasching gehen. Das wollte meine Mutti so, dabei hätte ich mich doch so gerne als Tunte verkleidet. Einmal habe ich als Pirat einem anderen Kind einen Lolli aus dem Mund geklaut und dafür mächtig Dresche kassiert.
    Jetzt bin ich erwachsen und laufe nicht mehr als Pirat sondern als Tunte herum. Ich bin so frei


  28. Sehräuber

    @Friese(nwitz)
    Da wankt eine alte Dame einfach mal so über den Zebrastreifen, weil sie zum Briefkasten will, um ihren Brief an ihre Enkel einzuwerfen (ihr erbt mein ganzes Vermögen, liebe Piraten) und wird von einem porschefahrenden Handylutscher platt gemacht.
    Aber Friese sagt: Pech gehabt, Oma, hättest Du einen E-Mail-Account, wäre Dir das nicht passiert….
    Ich glaube hier tobt ein Generationskonflikt und die Piraten scheißen sich dabei die Windeln…


  29. Sehräuber

    @thomas – In Indonesien haben die Steinzeit-Ideologen gerade ein Lady Gaga-Konzert verboten und die Künstlerin verteufelt, wohl, weil die Fans von Lady Gaga mal gerne einen über den Durst trinken, oder ihre Lunge an einem Erdrohr prüfen.
    Traurig, aber Kapitän “thomas, der Einäugige” ist glücklich, hat er sich ja einen Mitschnitt besorgt. Das sagte mir auch ein Indonesier (und natürlich die Presse)


  30. Sehräuber

    Hey, Sinnloser!
    Nenn mir mal bitte Deine Adresse (behalte ich auch für mich) und gib mir Deinen Haustürschlüssel, dann zeige ich Dir, was Dir und was mir gehört. Aber keine Angst, Deinen Schädel werde ich nicht aufboren. Den Quatsch kannst Du behalten!
    Aber leider haben die Piraten Recht: Wer einen Mega-Furz ablässt, darf sich nicht beschweren, wenn andere kostenlos daran schnuppern wollen!


  31. Bruno - parteilos

    Die Piraten (Verbrecher) sind Selbst-Abschaffer, genau wie die LINKEN mit ihren DDR-Opa-Klientel!
    Diskutanten mit der Androhung von Strafanzeige wegen rechtsradikaler Volksverhetzung, nur weil eine andere Meinung geäußert wurde!
    Welche Vorstellung kommen in dieser Diskussionsrunde noch?

    Na ja das ist die anonyme Netzfreiheit, kloppen kann man hier sich ohne Blutverlust.
    Aber es zeigt sich was hier für Ausgeflippte Erkenntnisse anzubieten haben!


    • nati0n

      “Na ja das ist die anonyme Netzfreiheit, kloppen kann man hier sich ohne Blutverlust.”

      Aber selber als “Bruno” im Netz agieren lol…


  32. Sehräuber

    Ich kann die armen Piraten verstehen. Ich weiß, wie das ist, als “Nazi” beschimpft zu werden. Das tut weh. Ist mir gerade gestern passiert, als ich rechts abbiegen wollte. Kam so ein wild gewordener Fahrradfahrer mit Piratenfahne am Lenkrad von hinten angebraust und hat gebrüllt: “Ey du Nazi, verpiss dich!” So was läuft manchmal locker über die Lippen, kann ja passieren, trifft bestimmt nicht den Falschen, oder?

    Siehe auch: http://www.journalistenwatch.com/book-review/7793/


  33. Sehräuber

    Vermummen kommt von Mumps, werter Herr Pirat und Mumps ist:

    umgangssprachlich Ziegenpeter oder Tölpel, ist eine ansteckende Virusinfektion, welche die Speicheldrüsen und andere Organe befällt. Neben Kindern können sich auch empfängliche Erwachsene infizieren. Sie hinterlässt in der Regel eine lebenslange Immunität und gehört daher zu den klassischen Kinderkrankheiten. Häufige Komplikationen sind Hirnhautentzündung (Meningitis) und bei Jungen eine Hodenentzündung (Orchitis). Letztere kann zu Unfruchtbarkeit führen. Die Behandlung besteht in der Linderung der Symptome. Der Erkrankung (und somit auch den Komplikationen) kann mit hoher Sicherheit durch eine Impfung vorgebeugt werden.


  34. Interessanter Artikel. Doch wie hilft er in der Diskussion um das Urheberrecht weiter? Für mich klingt es so, als würde Herr Stark die Piraten beschuldigen, eine Diskussion in die Öffentlichkeit getragen zu haben, die schon längst überfällig ist und schon seit Jahren im Netz geführt wird.

    Aus dem Artikel geht leider überhaupt nicht hervor, was Herr Stark in Sachen Urheberrecht eigentlich will. Möchte er, dass es so bleibt, wie es ist? Sprich, es wird heruntergeladen wie bisher und es werden ein paar abgemahnt, wie bisher. Wohin führt dieses Scenario hin? Vermutlich dahin, dass noch mehr Leute illegal herunterladen, denn wer einmal abgemahnt wurde, wird sicherlich keine Werke mehr kaufen, sondern beim nächsten Download einfach ein wenig vorsichtiger sein, keine Torrents nutzen, sondern andere Wege. Und solange keine anderen legalen, attraktiveren Angebote im Netz geschaffen werden, wird sich das Problem der illegalen Downloads nicht verbessern.

    Vielleicht möchte Herr Stark die illegalen Downloads aber auch mit allen Mitteln verhindern, die die Technik zu bieten hat. Sprich Analyse sämtlicher Datenströme im Internet, Abklemmen des Internets für Wiederholungstäter, etc. Wenn ja, wünsche ich ihm viel Grück, dieses durchzudrücken. Denn das so etwas kommen wird und dann auch noch grundrechtskonform ist, ist in einem Land, in der die Vorratsdatenspeicherung, ein Instrument zur Bekämpfung und Aufklärung von Terrorismus und schwerer Straftaten, als verfassungswidrig erklärt wurde, ist höchst unwahrscheinlich.

    Was letzten Endes bleibt ist die Schaffung von attraktiveren Angeboten und die Endkriminalisierung der Nutzer. Denn was will ich z.B. mit einer BluRay, auf der ich mir erst einmal anhören muss, dass ich als Käufer ein Verbrecher bin, wenn ich die Disk kopiere, und bei der es mir nicht mal erlaubt ist, den Kopierschutz zu umgehen, um den Film auch auf mein Tablet ziehen und unterwegs schauen zu können, wenn ich den Film im Netz auch ohne diese Einschränkungen kostenlos bekommen kann? Warum denn dann die Filme nicht in selber Qualität anbieten, wie ihere illegalen Kopien im Netz?


  35. M. Weddler

    Zum ganzen Stuss im Artikel wurde schon genug geschrieben, aber wie kommt der Autor auf die Idee, die Piratenpartei sei eine Ansammlung von Nerds, die von Stütze leben und nicht arbeiten gehen? In kaum einer anderen Partei dürfte der Anteil der Freiberufler und selbstständigen Unternehmer derart hoch sein, wie in der Piratenpartei.


  36. der mutti ihr pinguin

    Ein Nazivergleich auf diesem pseudointellektuellen Niveau muss man ja eigentlich ignorieren…

    Doch Herr Stark führt hier bewusst den schon lange laufenden Schützengrabenkampf genüsslich weiter, ohne der Diskussion etwas fruchtbares beizutragen. Im Gegenteil, die von Hass, Verachtung und Angst geprägte Diskussion läuft hier so langsam richtig aus dem Ruder. Mit diesem Beitrag hat sich der Autor sicherlich keinen Gefallen getan. Denn wer hasst und verleumdet, wird über kurz oder lang gehasst und verleumdet.

    Traurig traurig, dass einer wie Jürgen Stark es für nötig hält, so einen Rant hinzulegen, wo er doch eigentlich seinen Kopf einsetzen könnte, um konstruktiv was beizutragen. Wirklich schade :(


  37. Linus

    Herr Stark, haben Sie schon mal was von “Godwin’s Law” gehört? Sollten Sie dringend nachholen, falls Sie in Ihrem Leben noch lernen möchten, was zu einer sachlichen Diskussion gehört und was nicht.

    Kleiner Hinweis: Der Wikipedia-Artikel am Ende Ihres Pamphlets, den Sie fast komplett übernommen haben, wird ohne Quellenverweis zitiert. Dass das eine Urheberrechtsverletzung darstellt, sollte man gerade Ihnen eigentlich nicht mehr erzählen müssen. Was das aber über Ihre eigene Glaubwürdigkeit aussagt, auch nicht.


  38. Drachen

    Was der Herr Stark da zum Besten gegeben hat, ist schon starker Tobak. Aber es ist auch nur ein neuer Baustein einer auffälligen Diffamierungskampagne, basierend auf der unermüdlich wiederholten Lüge, die Piraten wollten das Urheberrecht abschaffen und Diebstahl legalisieren. Herr Stark reizt dabei lediglich Grenzen aus und ist emsig dabei, sie zu weiten: Wie weit kann man gehen mit Behauptungen, ohne eine Verleumdungsklage zu riskieren und eine gerichtliche Auflage zu einer Gegendarstellung. Die Nazivergleiche und das ganze Brimborium sind dabei reine Provokation und und der durchschaubare Versuch, durch Gleichsetzung mit anerkannt negativ bewertenen Epochen/Figuren/etc. deren negative Wahrnehmung auf die Piraten zu übertragen. Ein Wunder, dass Herr Stark nicht auch den Kannibalen von Rothenburg einbezogen hat oder Osama bin laden oder diesen irren Killer aus Norwegen, oder weil er es historisch mag, vielleicht auch Jack the Ripper; vermutlich fehlte ihm dazu nur die Überleitung oder sein Pamphlet wäre zu lang gworden (oder er spart es sich für die Fortsetzung auf – Verleumdung reloaded sozusagen). Massenweise Nebelgranaten zur Verwirrung unvoreingenommener Leser also, es wird richtig massiv mit Dreck (oder eher schon mit flüssigem Teer) geworfen in der Hoffnung, dass denn auch genug davon an den Piraten hängen bleibt.

    Interessanter aber ist in dem Blog (?) Starks Mitstreiterin “Julia Neigel”, bei der mit hohem sprachlichen Niveau und offensichtlich akribischer Vorbereitung Gegenmeinungen zerpflückt werden. Auch hier basiert die gesamte Argumentation auf den selben Unterstellungen wie bereits von Herrn Stark ins Spiel gebracht. Aber hier wird das Ganze dann auch gleich nochmals gesteigert und sogar Verfassungsfeindlichkeit unterstellt. Das ist Demagogie vom Feinsten, Gratulation zu dieser Meisterleistung in Sachen Diffamierung.

    Auch mir stellt sich übrigens die Frage, was es mit Urheberrecht zu tun hat, wenn ein Verwertungsrecht bis zu 70 Jahre nach dem Tod der (letzten beteiligten!) Urheber verteidigt wird. Aber darauf gehen Stark, Neigel & Co. nicht ein, lieber schreien Sie Fragende mit der Wiederholung der Mär vom “Diebstahl” nieder.

    Ebenfalls auffallend ist die Ungleichbehandlung von Kreativen, hier wird schnell ersichtlich, dass es ganz einfach nur um sehr viel Geld geht. Wer eine Lobby hat, kriegt den Status Künstler und Urheber und deren/dessen Werke dürfen bis zu den bereits bekannten Fristen verwertet werden, wo kein Geld zu erwarten ist, wird trotz Kreativität kein Finger gerührt.

    Und zu guter Letzt wird wiederholt in putzigen bis haarsträubenden Vergleichen immer wieder von materiellen Gütern auf immaterielle Güter abgeleitet. Wenn eine Wurst geklaut wird, fehlt sie dem Opfer des Diebstahls, ebenso gehts mit dem Auto, welches die Piraten angeblich gleich aus dem Werk klauen und verschenken wollen. Materiellen Gütern ist zu Eigen, dass für die Erstellung jedes einzelnen Exemplars Material und Zeit, oft auch Energie benötigt wurde. Immaterielle Güter hingegen können praktisch nahezu ohne Aufwand und nahezu beliebig oft reproduziert werden. Die Herstellung des Orginals erforderte noch Mühe (welche natürlich durchaus vergütet werden soll!, sofern der Hersteller/Autor/Produzent es nicht anders wünscht), aber die Kopien mit fortschreitender Technik immer weniger.

    Was m.W. weder die Piraten noch ihre Verleumder mal angesprochen haben: Wenn ein Sänger mit 20 Jahren einen Hit landet, wie lange sollte er davon leben können? Gibt es ein Anrecht darauf, lebenslang (oder darüber hinaus) für eine einmalige Leistung bzw einen einmaligen Erfolg vergütet zu werden? Wenn ja, wer hat Anrecht darauf? Kreative Leistungen jedenfalls sind nachweislich keine Basis für derartige Ansprüche, andernfalls müssten auch Architekten, Kunsttischler, Kunstschlosser, aber auch Fliesenleger, Gärtner, so ziemlich jeder Choreograph und viele andere Berufe Tantiemen bekommen, denn auch sie schaffen Neues.
    Und nach welcher Frist ist es zumutbar, dass sich der Künstler wieder aktiv um seinen Lebensunterhalt kümmert, also neue Werke schafft, auf Tournee geht?
    Und ist es zumutbar, dass ein brotloser Künster wie jeder andere Mensch vielleicht umschult, wenn sich im gewählten Beruf kein Erfolg einstellt? Kriegen Künstler eigentlich auch Hartz4?

    Die Urheber verdienen Besseres, aber aktuell stehen sie zwischen allen Stühlen und werden von den Verwertern vorgeschoben und verheizt; Buchautoren, Zeichner und Fotografen beispielsweise werden gern mal bei Zweit- und Drittverwertung verarscht, bei “neuen Nutzungsformen” regelmäßig ausgeschlossen und über den Tisch gezogen. Musiker werden regelmäßig zu Auftragsarbeiten heran gezogen, der Vertrag beinhaltet dann die Abgabe einer bestimmten Anzahl von Alben und bei Ablieferung wird bezahlt.

    Das Urheberrecht sollte gestärkt werden, aber Nutzungs- und Verwertungsrechte dürfen ruhig mal überprüft und angepasst werden, immer neue Verlängerungen von Verwertungsfristen werden einseitg durchgedrückt (erinnert sei an die sog. Lex Disney), aber eine Diskussion darüber wird sofort als versuchter Diebstahl hingestellt.

    Man nimmt den Urhebern die Urheberschaft nicht weg durch Kürzung der Verwertungsfristen auf eine Dauer, deren Ablauf die meisten von ihnen noch bei guter Gesundheit erleben. Niemand macht Goethe, Bach oder Vivaldi ihre Werke streitig, es kann lediglich niemand mehr rein für das Nutzungsrecht Geld kassieren, wohl aber für den Aufwand, ihre Werke auch heute noch zugänglich zu machen – und CD mit Werken von Bach, Händel, Mozart, Schuhmann, Tschaikowski usw. werden nach wie vor gekauft.

    Es läuft einiges verkehrt aktuell und Hetzer, Lügner und Verleumder wie Stark und Neigel sind nicht dazu geeignet, eine sachliche Debatte zu fördern – aber das wollen sie ja auch gar nicht.

    Kunstbegriffe wie “Geistiges Eigentum” vermengen Urheberrecht, Verwertungsrecht usw., das Ganze ist von der guten Idee des Schutzes der Künstler zu einem Werkzeug verkommen, jahrzehntelang und flächendeckend Geld abzuschöpfen (von dem die Urheber noch am wenigsten sehen). Es geht um Geld, um richtig viel Geld – und genau das erklärt auch, warum mit so harten Bandagegen gegen die Piraten gefightet wird. Bereits das bloße Hinterfragen offensichtlicher Mißstände wird da als Diebstahl und Verfassungsfeindlichkeit hingestellt, frei nach “Wehret den Anfängen”.

    Drachen
    der immer noch Musik und Filme auf CD/DVD kauft und übrigens kein Pirat ist (dazu geht dort m.E. noch zuviel verquer und es ist aktuell viel zu naiv vor allem in Verfahrensfragen und Transparenz und fehlender gemeinsamer Linie)

    P.S. 70 Jahre nach dem Tod sind selbstredend keine endgültige Grenze, es wurden bereits 95 Jahre gefordert und einige von uns werden sicher auch noch Forderungen nach dreistelligen Jahreszahlen (wohlgemerkt nach dem Tod des letzten Beteiligten!) begegnen. Und ja, das ist Diebstahl, denn hier stehlen Wenige das Geld von Vielen, jeder Volkswirtschaftler wird den Gesamtschaden dieser Art von Umverteilung auch dem einen oder anderen historischen Beispiel kennen.


  39. Sehräuber

    Herr Linus schreibt wirr, oder gehört er etwa schon zu diesen Piraten-Politikern, die in irgendeinem hohen Haus sitzen und sich ihre Flatrate vom Steuerbezahler löhnen lassen?
    Was bitte ist eine “sachliche Diskussion”? Es gibt keine sachliche Diskussion – außer vielleicht, man ist der Meinung, die Menschen wären sächlich.
    Wenn Menschen diskutieren, lieber Herr Linus, ist es immer emotional, weil menschlich!
    Hören Sie bitte auf, so zu reden, wie diese Stasi-Braut!


  40. Mr Mindcontrol

    Wer zuerst Ausschwitz sagt hat gewonnen!

    Pfui kann ich nur zu diesem Artikel sagen, man kann ja viel an de Piraten kritisieren, aber mit der Nazi-Keule auch noch hier zu kommen ist grob unfäir und geschmacklos! Es wurde ja nicht direkt Auswschitz gesagt, aber dieser Vergleich ist in Deutschland DAS Argument schlichthin. Man gucke was wie man Günther Grass wegen Seiner Haltung zu Israels Atomwaffen als “Antisemt” diffamiert hat. Fast alle Journalisten schlugen wie gleichgeschaltet auf ihn ein. Es ist auch klar: Die Verbrechen der Nazis haben schwere Traumen hinterlassen. In eine traumatischen Situation ist das das normale Funtionnieren des Gehirns aber außer Kraft gesetzt, da ist es auf “Flucht-Kampf” umgestellt. Klar, können die meisten politisch korrekt erzogenen Journalisten dann nicht mehr klar denken!
    Hier kommerzielle Interessen (und seie Sie noch so berechtigt) mit diese Waffe zu verteidigen ist einfach nur unverschämt und zeigt auf welchen Niveau unsere Gesellschaft hier angekommen ist.
    Ich erinnere daran, dass Hart-Rock-Heavy-Metal selber oft zu straftaten aufgerufen hat, genau so wie heute weiter Teile der Rap-und-Hip-Hop-Szene. Es ist scheinheilig von eine MI die solche Texte puscht über die angeblich hochkrimmenellen Schwarzkopierer zu jammern als ob die Welt dort immer schlimmer würde. Nur nebenbei: In den 1980ern war die “Raubkopierrate” bei Computer-Spielen mindestens 40 mal höher als heute!
    Nocheinmal zu den Nazis: Viele alte Leute schwärmen von dieser Zeit, da eben sehr massiv und damit erfolgreich die normale Alltagskriminalität bekämpft wurde. Rechtsradikale und Nazis haben also eher jeden Grund,gegen die Piraten die angeblich Kriminalität legalisieren wollen zu sein. Letztere sind eher anarchistisch als rechtsradikal!


  41. W.L.

    Lieber Herr Stark,
    den Wunsch nach Reform des Urheberrechts mit der systematischen Enteignung (und Ermordung) jüdischer Kreativer, Geschäftsleute, Haus- und Grundbesitzer usw. während der NS-Zeit zu vergleichen, ist an Geschmacklosigkeit und Zynismus kaum zu überbieten.
    Sie missbrauchen die Opfer des Holocaust.
    Von einem angeblich gebildeten und intelligenten Menschen hätte ich deutlich mehr erwartet.

    Außerdem würde ich mir von einem Journalisten und Autoren ihren Formates eine deutlich differenziertere Sicht erwartet.
    Das wirkt wie eine persönliche Abrechnung.

    P.S.: Außerdem ist nicht alles, was hinkt, ein Vergleich…


  42. Kevin

    Die Generation Gottschalk und ihr Projekt der Amerikanisierung Deutschlands tritt ab. Jürgen Stark weniger realitätsnah macht sich zum Horst, indem er dumm rum ranted gegen die Jugend von heute, die Piraten. Sogar Godwin’sLaw kennt er nicht, der arme.

    Ich fände es großartig, dass das Urheberrecht für Musik nicht mehr durchsetzbar ist wie in alten Tagen. Ich fände es großartig, wenn die 3-4 Konzerne, die den Markt kontrollieren und das Internet zensieren wollen zusammenbrechen. Aber ein bisschen schneller, bevor ihr mit euer Lobbyarmee das Internet kaputt machen könnt.

    Denn der Musiker aus Frankreich, Niederlande, Portugal, Deutschland, Österreich usw. hat doch gar keine Chance mehr in Europa. Überall wird der gleiche Chartsschrott hoch und runter genudelt. Die Chance am Markt ist eine Illusion. Die Lüge des American Dream, mit dem man in den USA die Herrschaft der 1% errichtet hat. Das Musiker keine Chance haben wird sich auch nicht ändern solange diese Konzerne mit den Rock-Opas am Ruder sitzen und ihre Agenda der Angloamerikanisierung durchsetzen. Rundfunk ist Ländersache, aber trotzdem hast du als Musiker aus Stuttgart nicht besseren Zugang, weil die alle geschmiert sind, vom Mainstream der Konzernkolonisten.

    Erst auf den gefällten Titanen des Musikbusiness kann wieder Musik spriessen und Marktzugang für Musiker entstehen. Musiker wissen, dass ihre Lage sich aus dem Oligopol des Marktes ergibt und den Kontrollinstanzen der Rechteverwerter, nicht aus der Urheberrechtsdurchsetzung, und dass die Kriminalisierung ihrer Fans absolut zum Kotzen ist.

    Ich zahle gerne für Künstler, aber keinen Pfennig mehr für die Generation Gottschalk! Zieht Euch auf Euer Scheiss-Haus in Kalifornien zurück und lasst die Freiheit des Internet und die User/Künstler in Ruhe! Und “Kinderporno” als Argument für Netzsperren benutzen, das ist ja wohl die allerunterste Schublade.


  43. mrjerk

    Ich war eigentlich bisher der Meinung, ich als Konsument von Kunst sollte dafür bezahlen. Ob im Internet oder im Geschäft.
    Und daran halte ich mich auch. Ich kaufe Musik, ich kaufe DVDs, und wenn mir legale, kostenlose Angebote gefallen, spende ich auch Geld (ja, auch sowas gibt es im “kostenlosen Internet”, Herr Stark)
    Ich versuche, mich fair zu verhalten.

    Und was passiert? Von einem Mitglied des deutschen Musikrates werde ich (und meinesgleichen) jetzt mit Nazis, SED, Raubrittern und was weiß ich noch in einen Topf geworfen.
    Nur weil man sich mal erdreistet die heilige Kuh “Leistungsschutzrecht” anzurühren?
    Vermutlich wird mir jetzt auch Feigheit vor dem Feind vorgeworfen, weil ich es wage mit Pseudonym zu schreiben.

    Nun frage ich mich: Ist das die Vorstellung von Herrn Stark von einem fairen Umgang mit den Konsumenten? Beschimpfungen, Unterstellungen, Verleumdungen, Beleidigungen? Will er allen ernstes *so* die Leute davon überzeugen, dass Musik, Literatur und Filme Güter sind, die einen Wert haben, und die man bezahlen sollte, wenn die zahlenden Kunden gleichzeitig als Diebe und Hehler beschimpft werden.

    Also…ich gehe mit meinen Kunden für gewöhnlich anders um – aber bitte, ich arbeite und verdiene mein Geld ja auch in einem “gesetzlosen Parallelunviversum”…

    Und nein, ich bin kein Piratenpartei-Mitglied.

    Wenn ich so einen unqualifizierten, fachlich falschen und polemischen Unsinn lesen muss, erwäge ich eine Mitgliedschaft aber schon aus reiner Solidarität.

    Schade nur, dass Herr Stark mit einem solchen Artikel nur den “Alles Umsonst”-Radikalen in die Hände spielt, und die Verhandlungsposition der Urheber unnötig schwächt.


  44. FMH

    Ganz erstaunlich, wie viel Zeit der Autor haben muss um sich so viele Sockenpuppen halten zu können. Man kann sie ja kaum zählen, wo sie doch so einfach zu erkennen sind.


  45. martin0

    Sagen sie mal herr Stark, ist ihnen noch ganz gut?
    Wie kann man sich in einer so wichtigen Diskussion derartig disqualifizieren?

    Ich rat mehr bedacht in der Wortwahl und den Vergleichen.

    oder ttrollen Sie doch nur?

    grüsse
    m


  46. Alf Ator

    @FMH
    Dafür gibt es unterstützende Programme.

    @Autor
    Danke für diesen Artikel. Damit, disqualifizieren Sie sich für jede weiter Diskussion.
    Ausserdem schaden Sie ihrem Arbeitgeber, und dieser Plattform.


  47. Herr Stark. Unter den 349 Beiträgen zur Urheberrechtsdebatte, die ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, ist Ihrer mit Abstand der widerwärtigste. Warum? Weil Ihr Vergleich zwischen industriellem Massenmord und einer Debatte um Abzocker- oder Umsonstmentalität im Internet entweder einer völlig verantwortungslosen Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität entspringen muss oder einem historischen Unverstand, der einem beim Anblick im Hirn eines Intellektuellen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Das Schlimmste daran ist aber: So dumm wie Sie hier erscheinen, können Sie gar nicht sein. Es ist Vorsatz!
    Und geben Sie sich keine Mühe: Ich bin weder Pirat, noch benutze ich kostenlose Downloadseiten, noch bezahlt mich Schmitz. Ich gebe jeden Monat Hunderte von Euros für Literatur und Musik aus und bin einfach ein ganz normaler Leser und Musikhörer, den Ihre Argumente anekeln!


  48. dot tilde dot

    herr böhm, bitte halten auch sie sich an die lizenzbedingungen der von ihnen in den obigen artikel einkopierten inhalte aus der wikipedia.

    urheberrecht, sie wissen schon.

    ich danke ihnen im voraus.

    .~.


  49. Alexander

    Primär richtet sich dieser Kommentar an regelmäßige Benutzer dieser Seite und solche, die ihn auch komplett lesen. Die eigentliche Funktion dieser Website entzieht sich mir leider völlig, sowie die Zielgruppe die hier fleißig am Schreiben ist, da ich nur über einen Link hierher fand. Nach dem Lesen all dieser Kommentare kann man zu dem Schluss kommen das sich hier größtenteils Menschen mit einem höherem Sprachniveau Wortgefechte liefern. Ich habe wirklich noch nie einen eloquenteren flamewar lesen dürfen. Allerdings ist das einzige Niveau hier wohl leider auch das sprachliche. Von den 349 Kommentaren waren wohl 90% dafür verantwortlich, dass meine Hand mehrfach gegen meine Stirn schlug(Wie oft das war darf sich jeder bitte selbst ausrechnen). Wenn ich einmal aufsummieren dürfte was mir äußerst sauer aufstieß: Einige Kommentatoren regen sich tatsächlich darüber auf das es Einigen wichtig ist ihre Namen nicht komplett preiszugeben. Es wird ja sogar als Feigheit hingestellt nicht seinen vollen Namen zu nennen. Was bringt es bitte den Vor- und Nachnamen einer Person bei einer Diskussion zu nennen? Wenn ich mich jetzt Karl-Heinz Müller nennen würde, würde mich niemand angehen weil ich meinen Namen verschweige, auch wenn ich in Warheit Kenji Nakamura heißen würde. Und warum? Weil es nicht auffällt, wenn ich mich anders nenne, da mich hier keiner kennt. Ich bezweifle weiterhin das einige die hier einen vollen Namen angeben wirklich so heißen. Es ist doch vollkommen egal wie mein virtueller Gesprächspartner heißt, was er schreibt ist wichtig. Wenn ich allerdings darauf abziele Menschen über das Netz zu verfolgen ist die Angabe des vollen Namens natürlich ein Vorteil, weil das Suchen sich so erleichtert. Mein Name bleibt mein Geheimnis, weil es Menschen gibt die damit ganz gut ihr Geld verdienen mit Hilfe einiger Programme und meinem Namen mehr über mich herauszufinden. Persönlichkeitsrechte, die jeder handhaben kann wie er möchte, sollten kein Diskussionspunkt bei einer sachlichen Erörterung sein.
    Damit kommen wir zum 2. Punkt. Sachlich liefert das Stichwort. Es ist keine sachliche Argumentation vorhanden, nur stures Beharren auf der eigenen Position, teilweise mit Diffamierung des vorherigen Kommentators auf einem Niveau das unterste Schublade ist, kaschiert durch betont scharfen Sarkasmus(Dafür gibt es dann auch noch positive Bewertungen). Schwachsinn ist Schwachsinn, egal wie sehr Sie sich an ihrem sprachlichen Niveau aufgeilen und meinen deshalb überlegen zu sein. Da wird doch tatsächlich jemand als Nazi-Sympathisant hingestellt, weil er beim Schreiben statt “ß” ein “ss” benutzt. Von simplen Rechtschreibfehlern hat dieser Mensch wohl noch nicht gehört, ebenso wenig von der Rechtschreibreform, die diese Regelung selbst für Deutsch-Lehrer verwirrend macht. Irren ist bekanntlich menschlich, aber für Dummheit gibt es keine mir bekannte Entschuldigung, außer mentaler Einschränkung(selbst in diesem Fall können Menschen aber auf ihre Art intelligent sein und sind höher zu wertschätzen als die Dummen). Man kann seinen Standpunkt auch durchaus freundlich und mit guter Argumentation vertreten, wenn man nicht von ihm abweichen will. Es gibt aber leider auch Situationen, in denen man realisieren muss, dass man vielleicht eine falsche Annahme vertritt, weil die Gegenargumente die eigenen entkräften. Wenn dies hier geschieht tritt meistens ein wie oben geschilderter Fall ein: Herumhacken auf nicht relevanten Details und Infragestellen der Intelligenz des Anderen. Wer nur noch mit dieser Methode weiter kommt und absolut resistent gegen Kritik an der eigenen Meinung ist könnte genauso gut “Alta isch ficke deine Mutha!!!” posten. Selbes Niveau, nur nicht im eleganten Sprachgewand. Sprache kann darüber hinwegtäuschen was man wirklich ist, aber es nicht verbergen. Man ist ein Arschloch first-class, aber eben immer noch ein Arschloch, wenn mir diese Ausdrucksweise erlaubt ist.
    Ein herzlicher Applaus geht übrigens an den User Sehräuber, der hier wirklich allem die Krone aufsetzt. Wären das hier die üblichen Youtube Kommentare, würde ich ihn ignorieren und als einen streitsüchtigen Troll abfertigen(wer nicht weiß was das ist, bitte erst googeln und dann schreiben. Ich rede nicht von Fantasy-Figuren). Aber das Niveau mit der er eine perfekte Parodie seiner Selbst und seiner Kommentare ist, zwingt mich dazu die Herausforderung anzunehmen. Er ist der Flamer mit dem höchsten Anforderungen der mir bisher unterkommen ist. Pseudo-Argumente, die man natürlich nur schwer anfechten kann, sind natürlich schwerwiegender. Leider aber trotzdem leer. Er sagt sachliche Argumentation ist unmöglich, weil der Mensch emotional ist. Gratulation an dieser Stelle, der Mensch ist tatsächlich emotional, das schränkt seine Fähigkeit sachlich zu argumentieren nur leider nicht ein. Sachlich heißt in dieser Konstellation nichts anderes als fundiert, sachbezogen und einsichtig. Wer schon einmal vernünftig mit einem Kirchenvertreter argumentiert hat kennt das. Diese Menschen bleiben höflich und versuchen zu erklären warum sie an einen Gott glauben, obwohl man ihr Lebenswerk allein schon mit der Frage eben in Frage stellt. Da können doch die Emotionen nur so hoch kochen. Trotzdem blieben alle bei der Diskussion sachlich. Daraus schließen wir: der selbsternannte Sehräuber nutzt Pseudo-Argumente. Das nächste ist das er einen anderen User dazu auffordert ihm seine Addresse und Hausschlüssel zu geben, um . Ein Doppelschlag mit Niveaulosigkeit und einem Schuss Selbstironie. Er selbst fordert unter dem Deckmantel der Anonymität dazu auf private Informationen herauszurücken, wunderschönes Eigentor. Der Sehräuber gehört ignoriert, da keine Antwort seinerseits weitergeholfen hat oder produktiv war. Ich sage hier nur warum, das muss schließlich auch einer machen. Meinerseits werde ich Sie übrigens nicht ignorieren mein geschätzter Sehräuber, da es mir persönlich Spaß macht zu debatieren.
    Alle die hier übrigens dazu aufrufen sich zuerst zu informieren und mit dem Grundgesetz und anderen Gesetzbüchern winken soll zunächst einmal angerechnet werden, dass sie hier durchaus recht haben. Das gilt aber auch nur von ihrem Standpunkt aus. Natürlich stimmen in diesem Fall die Informationen die man sich suchen könnte, aber hat schon mal jemand bedacht das er auf der Basis falscher Tatsachen argumentieren könnte? Der Artikel geschrieben von “Böhm” gibt schließlich den Anstoß zur Diskussion und der ist mit Verlaub an der Grenze zur Verleumdung und übler Nachrede. Eine Hyperbel dessen was schon extrem ist kann ja nur böse enden. Größtenteils werden Informationen in den Artikel aufgenommen, die an jedem Stammtisch verlässlicher zu holen wären. Natürlich mögen einige Mitglieder der Piraten-Partei vertreten, was hier angekreidet wird, die Ideen zur Reform mögen auch nicht zwingend sinnvoll sein. Aber anzunehmen, das diese Partei grundsätzlich eine Umsonstgesellschaft vertritt ist gänzlich falsch. Das mehrere 10.000 Mitglieder und Wähler der Piraten so bescheuert sind anzunehmen so ein System wäre möglich kann man sich nun wirklich nicht denken. Der Großteil der Parteimitglieder hat höchstwarscheinlich wenig Erfahrung in der Politik und es gibt nun leider wirklich Piraten die äußerst realitätsfern sind, aber eine komplette Gruppierung auf die Aussage einiger Weniger festzunageln ist Schwachsinn. Wenn nun die Bundestagswahlen abgeschlossen sind kann sich der Autor dieses Artikels gerne ausrechnen, wie viele Wahlberechtigte er als potentielle Nazis beschimpft hat. Die grundlegende Uniformiertheit von Böhm ist wohl darauf zurückzuführen das er aufgrund eigener Erfahrungen schreibt und manchmal zu wenig mitdenkt sondern sofort emotionsgeladen an den Artikel herangeht. Ansonsten kann ich mir nicht erklären wie teilweise äußerst vernünftige Artikel dieses Autors erscheinen, dann aber wieder totaler Humbug fabriziert wird. Zum Thema Humbug bitte den Text am Seitenanfang lesen oder die Anonymous-Karikatur von Böhm begutachten. Sie folgt dem selben Schema wie dieser Artikel und basiert ebenfalls auf Stammtischgelaber der Hofkneipe des Lügenbarons von Münchhausen. Ich persönlich kann wohl keinen Text dieses Autors ernst nehmen,der sich mit Thematiken beschäftigt die ähnlich sind wie die des obigen. Hier scheint einschlägige Vorbelastung vorhanden zu sein.

    Ich möchte darauf hinweisen das jeder der auf meinen Kommentar mit Pseudo-Argumenten, Möchtegernprovokation und nicht sachbezogenem Gerede antwortet von mir herzlich belächelt wird. Das ich mich deutlich angreifbar für den typischen Flamer gemacht habe ist mir bewusst und beabsichtigt. Wer zeigen möchte das er das gleiche Niveau wie der Sehräuber besitzt soll ruhig anfangen. Keine Angst, ich bin kritikfähig, aber nur dann wenn diese Kritik sinnvoll begründet ist und mein Gesprächspartner auch bei etwaiger Gegenargumentation meinerseits sachlich bleiben kann. Dieser letzte Absatz scheint mir in dieser illustren Runde leider durchaus nötig.


    • karpatenhund

      Ich fühle mich spontan angesprochen in Bezug auf das “wedeln mit Gesetzen”. Mir ist durchaus bewusst, dass man in der aktuellen Debatte vieles vertreten kann. Wenn jemand dies tut, ist das sein gutes Recht. Nur sollte diese Person dann auf der richtigen Ebene argumentieren, nämlich mit moralischen Auffassungen.
      Tut diese Person es nicht, zieht sie explizit juristische Argumente heran, die ihre Ansicht (vermeintlich) stützen, halte ich es für legitim, diese Positionen mit einer juristischen Argumentation anzugreifen. Vielleicht kann ich das an Julia Neigels Beiträgen verdeutlichen: Sie schreibt, die Piratenpartei würde sich “am Rand der Verfassungswidrigkeit bewegen”. Dass sie es nicht tut, kann man eben nur mit juristischen Argumenten widerlegen.

      Richtig problematisch daran ist allerdings, dass oftmals nicht sauber getrennt wird und verschiedene Ebenen in einen Topf geworfen werden: Die Piratenpartei selber ist aufgrund der Forderung nicht verfassungswidrig; die einfachgesetzliche Umsetzung ihrer Forderungen wäre sicher etwas, was auf die verfassungsmäßigkeit geprüft werden müsste; die Forderungen selber sind aber verfassungsgemäß, weil sie – zur Not mit einer Verfassungsänderung – juristisch ohne weiteres umgesetzt werden könnten. Das alles ist widerum von der Frage zu trennen, ob die Forderungen der Piratenpartei erstens tatsächlich so bestehen, wie sie in der Öffentlichkeit vielfach wahrgenommen werden; und zweitens der Frage, wie das Urheberrecht richtigerweise ausgestaltet werden sollte, was keine originär juristische Frage ist, sondern zu allererst eine Frage der moralischen Überzeugungen. Dieser letzte Punkt ist im Grunde genommen der, um den sich die komplette Debatte dreht.


  50. Sehräuber

    @Alexander: Manchmal muss man halt tricksen, damit solche Beiträge erscheinen. Geht doch!
    Allerdings bin ich der Überzeugung, dass es tatsächlich keine sachlichen Diskussionen und auch keine wirkliche Demokratie gibt. Es sei denn, man setzt die Teilnehmer einer Debatte – die dann zu einer Abstimmung führen soll (Demokratie) in einen schalldichten völlig kahlen Raum, jeden in eine ebenso neutral gehaltene Kabine. Keiner durfte sich vorher informieren, keiner darf reden und sich in irgendeiner Form dem anderen Teilnehmer zeigen. Jeder erhält die gleiche Zeit, die gleiche Länge an Zeilen, um seine Argumente auf Papier zu bringen (natürlich in neutraler Schrift).
    Alles andere wäre manipulativ (Aussehen, Ausstrahlung, Stimme, versch. Informationsmöglichkeiten, unterschiedliche Bildung, Kleidung, Gestik, Handschrift usw.)


    • Alexander

      @Sehräuber: Ich möchte meinen Vorwurf des Trollens zurückziehen, da sich wohl mit diesem Kommentar gezeigt hat, dass Sie durchaus diskussionsfähig sind.
      Im Punkt das es keine wirkliche Demokratie gibt stimme ich vollkommen mit Ihnen überein. Leider ist viel von der Manipulation und Selbstdarstellung abhängig. Gewinner ist wer am besten schauspielert. Das fiktive Modell Demokratie ist nur mit Einschränkungen umsetzbar, da eine vollkommene Isolation von Manipulation nicht möglich ist.
      Was die sachliche Diskussion betrifft werden wir aber wohl nicht auf einen Nenner kommen, weil ich den Begriff wohl persönlich anders definiere. Sachlich ist eine Diskussion meiner Meinung nach so lange, wie beide Seiten sachbezogen argumentieren und sich an die Regeln der Höflichkeit halten. Ihre Darstellung würde ich als eine objektive Diskussion empfinden und da Objektivität nun wirklich eine Illusion ist haben sie aus dieser Perspektive ebenfalls Recht.


  51. Manolo Pina

    Qualität sieht wohl anders aus.
    Sprache und Inhalt sind meines Erachtens mehr als fragwürdig.
    Die selbst begangene Urheberrechtsverletzung des “Urheberfürsprechers” am Ende des Artikels ist es jedoch nicht – sie ist letztlich reine Selbstdiskreditierung.
    Insgesamt ist der Artikel wohl als Selbstdemontage anzusehen.
    Ob dies jedoch wirklich das Ziel war?


  52. Sehräuber

    @Alexander – Freut mich Gemeinsamkeiten machen mehr Spaß als Gegensätze. Ich muss auch zugeben, ich habe mich falsch ausgedrückt. Natürlich gibt es sachlich geführte Diskussionen. Doch hat Sachlichkeit wenig mit Fairness zu zun. Eine faire Diskussion gibt es nur, wenn die Teilnehmer die gleichen Bildungschancen, den gleichen Wissenstand und einen völlig neutralen Moderator haben.
    Und natürlich ohne Zuschauer, Athomsphäre diskutieren…
    So long, war nett, Sie kennengelernt zu haben.


  53. Der Artikel macht sprachlos angesichts seiner Demagogie, die einem Göbbels in nichts nachsteht (Hey, Nazi-Vergleiche sind hier anscheinend doch erlaubt!).

    Das beginnt schon bei Megaupload. Jene Zahlen des Justizminsteriums sind die des Anklägers in einem Prozess, der weiter auf sich warten lässt. Tatsächlich haben die US-Behörden nämlich massive Rechtfertigungsprobleme, auch weil eigene Mitarbeiter Megaupload nutzten. Der allergrößte Teil der Nutzung nämlich war legal – es wäre nun zu klären, ob das Management dies gefördert, in Kauf genommen oder im Rahmen von Fair Use sogar rechtens gehandelt hat.

    Kim Schmitz musste aus einem gepanzerten Raum herauskommen. Für das kleingeistige Hirn eines deutschen Journalisten muss das unglaublich sein – tatsächlich handelte es sich um einen Panic Room, wie ihn sich praktisch alle amerikanischen Villenbesitzer einbauen lassen (siehe dazu auch den gleichnamigen Film mit Jodie Foster).

    Genauso demagogisch verdreht und falsch ist der Rest des Artikels. Boulevardschreibe halt, für die de Begriff Journalismus nicht gewählt werden sollte – es wäre eine Beleidigung für jene ehrbaren Autoren, die noch Berufsethos in sich verspüren.

    Dass der Autor Studenten unterrichten darf zeugt dann wohl vom Niedergang des Bildungssystems in Deutschland.



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