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1. Oktober 2014
 

Beschneidungsdebatte: Große JouWatch-Umfrage bei Politikern, Journalisten, Ärzten, Kinderschützern, Religionsvertretern und Eltern:

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Geschrieben von: Thomas Böhm
Schlagwörter:
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Die Beschneidungsdebatte wird weiterhin emotional geführt, die streitenden Seiten stehen sich unversöhnlich gegenüber, auch wenn die Mehrheit unserer Politiker diesen chirurgischen Eingriff legalisieren wollen. Auf der einen Seite behaupten viele christliche Eltern, Kinderschützer, Anwälte und Kinderärzte, die Unversehrtheit des Kindes sei ein höheres Gut, als die Religionsfreiheit. Auf der anderen Seite stehen die Vertreter der Muslime und Juden, für die dieser Eingriff auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil ihrer Religion ist.

Vielleicht kann diese Umfrage helfen, die Diskussion wieder auf eine sachliche Ebene zu führen. Auf jeden Fall kann sie die aktuelle Stimmung in der betroffenen und interessierten Öffentlichkeit widerspiegeln. Wir bitten Sie deshalb herzlich, an dieser Umfrage teilzunehmen.

JouWatch möchte von Ihnen wissen, welcher der folgenden Aussagen Sie zustimmen, welcher nicht und zu welcher Aussage Sie keine Meinung haben. Es ist Ihnen überlassen, ob Sie Ihre Meinung nur zu einer, zu mehreren oder zu allen Aussagen äußern.

1. Deutschland ist ein weltoffenes, tolerantes Land. Deshalb geht die grenzenlose Religionsfreiheit vor Recht und Gesetz und vor Kinderschutz.

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2. Die Leute sollen sich nicht so haben. So ein kleiner Einschnitt hat noch keinem Jungen geschadet. Im Gegenteil. Ein Penis ohne Vorhaut hat auch hygienische und gesundheitliche Vorteile.

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3. Mit acht Tagen ist der Mensch überhaupt noch nicht in der Lage an etwas anderen zu glauben, als an die Mutterbrust. Eine Beschneidung würde ihm also die freie Wahl der Religion nehmen.

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4. Der Staat hat überhaupt kein Recht, sich auf diese Weise in elterliche Angelegenheiten einzumischen. Eine Bescheidung ist Familiensache, egal ob aus hygienischen, oder religiösen Gründen.

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5. Was geht das überhaupt den Menschen an, die keine Muslime oder Juden sind. Wir sollten uns wirklich nicht in solche Belange einmischen, von denen unsere Kinder gar nicht betroffen sind.

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6. Die Argumentation, dass so ein Eingriff gesundheitliche Vorteile hätte, ist fadenscheinig. Denn dann müssten wir den Kindern auch die Ohren, Nasen und Fingernägel abschneiden

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7. Vor Gott und dem Gesetz sind alle gleich. Wenn also Jungen beschnitten werden dürfen, müsste es auch erlaubt sein, Mädchen zu beschneiden.

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8. Die Beschneidung ist ein archaisches Ritual. Auch eine Religion muss in der Lage sein, sich zu modernisieren, sich dem Wandel der Gesellschaft anzupassen. Das gilt für ALLE Religionsgemeinschaften

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9. Wenn man die Beschneidung aus religiösen Gründen zulässt, muss man konsequenter Weise auch andere religiöse Rituale akzeptieren. Zum Beispiel das betäubungslose Schächten.

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10. Die Beschneidung darf nur von Ärzten und nur ehrenamtlich ausgeführt werden. Ein Verkauf der Vorhaut muss verboten werden.

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11. Für gesundheitliche Risiken und Folgen haften allein die Auftraggeber, eine Inanspruchnahme von Versicherungen, Sozial- und Staatskassen muss ausgeschlossen sein.

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12. Wir sollten hierbei Großbritannien als Vorbild nehmen. Dort sind an Minderjährigen nur symbolische, unblutige Rituale erlaubt. Das wäre ein Kompromiss, mit dem alle „Parteien“ leben könnten.

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13. Ich halte es eher mit dem Sprichwort: „Messer, Gabel, Schere, Licht – ist für kleine Kinder nicht“

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