Die ARD beherrscht das Framing

Die „Tagesschau“ sei mit 9,8 Mio. Zuschauern auch 2019 das am meisten gesehene Nachrichtenformat im deutschen Fernsehen gewesen, berichtet uns das Medienmagazin „Meedia“. Ob die Tagesschau auch das glaubwürdigste ist, darf angezweifelt werden. Allein zu den Sendungen vom 2. und 3. Januar gab es im Internet viele kritische Anmerkungen, ja Proteste. Über die Sendung vom 3.1.2020, in der die Tötung des hohen iranischen Kommandeurs Soleimani bekannt gegeben wurde, schrieb auf Twitter zum Beispiel der Rechtsanwalt Peter Bräuer: „#tagesthemen – Amiri nennt Soleimani “den General”. Kein Wort der Journalistin, dass er für tausende Tote durch Terror verantwortlich ist, für Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel, für den Anschlag auf die US-Botschaft in Bagdad. Verherrlichung Soleimans statt Benennung der Fakten“. Wir haben uns die Ausgabe der @tagesschau vom Donnerstag angeschaut und ein cleveres Framing entdeckt: Wohl aneinandergereihte Meldungen und Berichte über Hochwasser, Verkehrsinfarkt, Buschfeuer, den Krefelder Zoo und Monsun-Verheerungen in Jakarta. Ein Sammelsurium von Katastrophen, geschickt aufgereiht, das nur eine Schlussfolgerung nahelegt, nämlich das, was in Österreich gerade probiert wird, was von den Medien in Deutschland herbeigesehnt wird und jetzt eine Blaupause bekommt: eine Schwarz-Grüne Regierung. Besser informiert mit „Dem Ersten“? – Nein, aber besser geframet.

(Quelle)
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