Drohgebärden und verbale Eskalation im Iran-Konflikt

Das irakische Parlament will, dass die US-Truppen aus dem Land abziehen. Vorausgegangen war die Tötung des führenden iranischen Kommandeurs und Generals Soleimani im Irak mit einer US-Rakete. Die Eskalation, die folgen musste, entfaltet sich überraschend schnell. Und sie signalisiert weltweite, verheerende Konsequenzen, auch für Europa und Deutschland. Die Medien im Mainstream sprechen jetzt von „unbeabsichtigten“ Folgen des Raketenanschlags auf Soleimani. Doch überrascht sind vor allem die Medien selbst, die im vergangenen Jahrzehnt ihr globales Korrespondenten-Netzwerk ausgedünnt haben, weil das Anzeigengeschäft ins Internet migrierte und das Publikum durch miserable Berichterstattung verscheucht wurde. Sie hängen jetzt von großen Agenturen ab, die von den Globalisten und der Wall Street vor sich her getrieben und gesteuert werden. Im Weißen Haus, so unterstelle ich, war man vorab einigermaßen im Bilde über das, was der Exekution von Soleimani folgen würde. Dass der Mann, der auch der EU als Terrorist galt, trotzdem aus dem Verkehr gezogen wurde, ist nicht nur ein Signal der USA und eine massive Provokation in Richtung Iran, sondern auch der Versuch, die Verbündeten – vor allem die zögerlichen Europäer – geopolitisch wieder stärker ins Boot zu ziehen, indem man sie zu potenziellen Zielen verstärkter Terrorangriffe macht. – Die werden sicher kommen. Währenddessen droht der ganze Nahe Osten auseinander zu fliegen, der Einfluss der USA in der Region beschleunigt zu schwinden und der IS wieder zu erstarken, mit allen Konsequenzen auch für unsere Sicherheit in Europa. Markus Gärtner berichtet.

(Quelle)