„Eskenfilme“: Die lustige Begleitmusik zum SPD-Niedergang

Saskia Esken - Mutter aller Filme (Foto:Imago/Zensen)

Wer den Dachschaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: SPD-Chefin Saskia Esken kann nach diversen Misserfolgen und politischen Blamagen während der letzten Wochen endlich einen „Triumph“ verbuchen: Auf Twitter schafft sie es jetzt noch zur Kultfigur, in Form des auf sie bezogenen Hashtags „#Eskenfilme“.

Allerdings nimmt sich der Hype um „Trendsetterin“ Esken dort nicht nicht zum Wohle der schwindenden Sozialdemokratie aus. Vielmehr ergießt sich der beißende Spott der Netzgemeinde über die SPD-Chefin, die mit ihren jüngsten Äußerungen über Steuererhöhungen und Sozialismuskurz für Kopfschütteln sorgte und unterirdische Ansichten offenbarte – es sei denn, sie hätte einfach nur viel Pech beim Denken gehabt.

Wie „Focus“ schreibt, lag am Sonntagmittag Hashtag #Eskenfilme bereits in der Spitzengruppe der am meisten verwendeten Hashtags. Nutzer münzten dabei Filmtitel auf Esken um mokierten sich etwa über ihre Steuerpläne oder ihr Eintreten für einen „demokratischen Sozialismus“. Geistreiche Beispiele etwa lauten „Bonpflicht bei Tiffany“, „Was von der SPD übrig blieb“, „Vier Prozent für ein Halleluja“, „Milchmädchenreport – Was Wähler nicht für möglich halten“, „Neid Rider – Eine Frau und ihre Partei kämpfen gegen den Wohlstand“, „Das Geben der Anderen“, „Die Steuerzangenbowle“, „Ich weiss, wass Ihr letzten Sommer erspart habt“,  „Wenn die Konten Trauer tragen“, „Steuern pflastern Ihren Weg“,  „Enteigne mich an einem anderen Tag“,  oder „Und täglich grüßt das Steuertier“.

In sich haben es auch Ideen wie: „Verfassungswidrige Haushalte und wo sie zu finden sind“, „Die mit dem #Sozialismus tanzt“, „Fräulein Eskens Gespür für Steuern“, „Fack ju Wähler“,  „Liebling, ich habe die Kinder geschröpft“, „Das fünfte Prozent“, „Esken – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“,  „Denn sie wissen nicht was sie tun“, „V wie Vermögenssteuer“, „Zwei unwählbare Halunken“, „Der Club der roten Dichter“, „Besteuert sie höher!“, „Vom Trende verweht“, „Taxtales“ oder „Casino Sozial“. Weitere Beispiele finden sich auf Twitter zuhauf.

Für humorlose Esken-Fans und linke Jakobiner sind Spaßvögel Rechte und „Almans“

Doch weil Esken nicht die CDU ist und die Kritik hier nicht von einem politisch unterbelichteten blauhaarigen Rezo-Rotzlöffel mit Millionen Youtubefollowern vorgetragen wird, sondern eher als Schwarmintelligenz daherkommt, formiert sich sogleich die linke Unterstützerfront, die Esken gegen die Breitseiten in Schutz nimmt (und deren Urheber, na logisch, in die „rechte“ Ecke stellt). Der „Spiegel“ etwa jammerte subtil, dass „die meisten Pläne“ Eskens derzeit „wenig Chancen auf Umsetzung“ hätten, obwohl sie und ihr Vorstandskollege Norbert Walter-Borjans doch so hart „an ihrem linken Profil“ arbeiten. Und das „Neue Deutschland“ schlagzeilt: „SPD-Vorsitzende redet von Sozialismus – Rechte rasten aus!“. Und auf Twitter bekräftigten Vertreter von Eskens Unterstützerfront ganz unverblümt, wer für sie die eigentlichen Feinde von Sozialismus und Steuern sind – nämlich die völkischen Bio-Deutschen:

(Screenshot:Twitter)