Neuer Sündenbock ausgemacht: Greta geht auf Tennisstar Roger Federer los

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Der Tennis-Star Roger Federer gerät ins Visier von Greta &Co. Er wird wegen seiner Geschäftsbeziehung zur Bank Credit Suisse angegriffen und gibt dem Druck nach: Er werde Gespräche mit der Bank führen und das Sponsoring überprüfen, verkündet der Schweizer untertänigst. Die Credit Swiss ist den „Klimaaktivisten“ ein Dorn im Auge, weil sie in fossile Brennstoffe investiert. 

Die gerade 17 Jahre alt gewordenen „Ikone“ Thunberg hatte sich laut The Express persönlich in einem Retweet zu dem Thema geäußert: Darin behauptete sie, die Credit Suisse habe 57 Milliarden US-Dollar in Unternehmen investiert, die nach neuen fossilen Quellen suchen. „Roger Federer, unterstützen Sie das?“, fragte Thunberg die 38-jährige Tennislegende.

In einem Interview mit dem The Guardian legte Klima-Greta am Wochenende in Davos beim Weltwirtschaftsforums, bei dem sie offenbar nicht mehr fehlen darf, noch einmal nach: Das heutige „Weitermachen wie bisher“ bezeichnete sie als „Verbrechen gegen die Menschheit“ und forderte den Grand-Slam-Titelträger auf, „das seine zu tun, um diesen Wahnsinn zu beenden“. Tausende sehen das genauso wie ihre Klima-Heilige und hatten sich in der vergangenen Woche unter dem Hashtag «#rogerwakeupnow» bemüssigt gesehen, den Tennisstar und Markenbotschafter der Credit Suisse ins Klima-Gebet zu nehmen: Er solle sein Engagement bei der CS sofort beenden – sofern er nicht bereit sei, seine Sponsoren von den Investitionen in fossile Brennstoffe abzuhalten, wurde ihm da nahegelegt. Federer hüllte sich kurzzeitig in Schweigen, brach dann aber angesichts des Drucks zusammen und ging schuldbewusst in die Knie.

Er sei verpflichtet, sich anzuhören was die Aktivisten zu sagen hätten, so „King Roger“, der sich augenblicklich in Melbourne auf die Australian Open vorbereitet.

„Ich nehme die Auswirkungen und Bedrohungen des Klimawandels sehr ernst, zumal meine Familie und ich inmitten der Zerstörung durch die Buschbrände in Australien ankommen“, heißt es in der Erklärung des 20-fachen Grand-Slam Siegers.

„Als Vater von vier Kindern und leidenschaftlicher Befürworter der universellen Bildung habe ich großen Respekt und große Bewunderung für die Jugendklimabewegung.

„Ich bin den jungen Klimaaktivisten dankbar, dass sie uns alle dazu gezwungen haben, unser Verhalten zu überprüfen und nach innovativen Lösungen zu suchen. Ihnen und uns selbst sind wir es schuldig zuzuhören: „Ich bin mir auch meiner Verantwortung als Privatperson, als Athlet und als Unternehmer sehr bewusst und möchte diese privilegierte Position für den Dialog mit meinen Sponsoren zu diesen wichtigen Themen nutzen“, so die Erklärung des Tennisspielers.

Tatsächlich sei seine indirekte Kritik an seinem Sponsor eher ungewöhnlich, weil von Sportlern generell eine große Zurückhaltung in politischen Fragen verlangt wird, kommentiert die Neue Zürcher Zeitung. Federer jedoch scheine“genau den richtigen Ton getroffen zu haben, auch wenn ihn die Klimaaktivisten nun erst recht mit immer weiteren Forderungen und Druckversuchen eindecken werden“, so die NZZ.

Federer gilt der „Klimabewegung“ als neuer Sündenbock: Ein Dutzend der eifrigen Planetenretter mussten sich in der vergangenen Woche vor Gericht verantworten, weil sie sich weigerten, eine Geldstrafe in Höhe von fast 20.000 Euro zu zahlen. Die war ihnen auferlegt worden, nachdem sie in einer Zweigstelle der Bank Tennis gespielt hatten. Die „Aktion“ sollte darauf aufmerksam machen, dass die Credit Swiss (CS) in fossile Brennstoffe investiert und auf die Verbandelung mit dem Tennisstar Federer hinweisen. (MS)