Nächstes „Jobwunder“ in Merkel-Land: 10.000 Arbeitsplätze bei „Real“ in Gefahr

Bei Real droht der Kahlschlag (Foto:Imago/Gottschalk)

Düsseldorf – Paukenschlag im Supermarkt-Sektor: Der Metro-Konzern will alle 277 Real-Märkte in Deutschland „möglichst noch in diesem Monat“ an ein Konsortium um den deutsch-russischen Investor X-Bricks verkaufen. Entgegen der ursprüngliche Erwartungen will dieser jedoch „nur einen kleinen Teil der Real-Märkte“ selbst weiter betreiben. 

Soweit die Pläne bekannt sind, soll ein Großteil der Standorte soll an andere Händler weiterverkauft werden, einige sollen komplett dichtmachen. Laut gestrigen Aussagen von Gesamtbetriebsratschef Werner Klockhaus gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ würden dann wohl bis zu 10.000 Mitarbeiter in die sichere Arbeitslosigkeit gehen.

Eigentlich hatte Metro während seiner Verkaufsverhandlungen mit X-Bricks stets betont, den potentiellen Käufer „vertraglich zur Übernahme der Real-Mitarbeiter zu verpflichten“. Davon scheint nicht viel übriggeblieben zu sein. Die Metro äußerte sich zu Klockhaus‘ düsteren Prognosen bislang nicht.

In Deutschland, wo sich die Politik als Sozialamt der Welt geriert und Geld für die humanitäre Nabelschau mit vollen Händen ausgibt, als gäbe es kein Morgen, kommt die konjunkturelle Eintrübung am Arbeitsmarkt auf leisen Sohlen. Zu den durch die Energie- und Klimapolitik vorsätzlich kaputtgeschlagenen Firmen der Automobil- und Zulieferindustrie gesellen sich immer mehr Insolvenzen, Entlassungen und Rationalisierungen auch in anderen Wirtschaftsbereichen – etwa dem Handel. (DM)