Grimmepreis für „Monitor“? Georg Restle gefällt das – und wem nicht, der ist rechtsextrem

Georg Restle im Einsatz gegen Räääääächts (Foto:Imago)

Neues von „Georgs Restle-Rampe“: Der „Monitor“-Frontmann brüstete sich in der ihm eigenen Unbescheidenheit gestern via Twitter hemmungslos für eine Nominierung, die ihn natürlich mit ganz besonderem Stolz erfüllt: Es geht um den Grimme-Preis, verliehen vom gleichnamigen Institut, das dem öffentlich-rechtlichen Sendewesen nahesteht und von diesen mitgetragen wird.

So wie sich Krähen gegenseitig keine Augen aushacken, beweihräuchern sich Gleichgesinnte vor allem in den Staatsmedien. Angesichts des seit der Omasau-Affäre rauher gewordenen Gegenwinds müssen die staatsnahen Medien und Gesinnungsorgane und umso enger zusammenrücken – vor allem, wenn es um den Kampf gegen Rechts geht, der durch nichts ins Straucheln geraten darf.

Screenshot:Twitter

Nach der Devise „Tue Gutes und rede darüber“ feiert Restle, dass seine Redaktion jetzt wieder einmal für den 56. Grimme-Preis nominiert wurde (1985 und 2007 erhielt das Magazin die Auszeichnung bereits). Seine Schlussbemerkung, wer sich über die Auszeichnung „weniger freuen“ dürfte, weist Kritikern einer möglichen Preisverleihung an „Monitor“ sogleich die passende Rolle im Freund-Feind-Koordinatensystem Restles zu: Natürlich sind es die „Rechtsextremen“. Darunter fallen dann vermutlich auch alle, die völlig unpolitisch sind, aber einfach keine Fans von „Monitor“ – so wie ja auch Restle und seine Berufskollegen beim WDR das Kunststück fertigbrachten, alle empörten Gebührenzahler, die sich über die Pauschalverunglimpfung von Seniorinnen als „Umweltsäue“ beschwert hatten, zu rechtspopulistischen oder rechtsextremen Verhetzten zu erklären.

Staatsnahe Multiplikatoren zeichnen sich gegenseitig für Staatspropaganda aus

Begründet wird die Nominierung von Restles „Monitor“-Propagandatruppe übrigens mit einer Einschätzung, die unbefangene Beobachter Tränen lachen lässt: „Für das hohe Niveau ihrer kontinuierlichen und haltungsstarken Berichterstattung über Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus (WDR)“. Ein Witz in Tüten: Träger des verleihenden Instituts sind unter anderem die der für „Monitor“ verantwortliche WDR selbst, das ZDF, die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, und das Land Nordrhein-Westfalen. „Objektiver“ könnte die Auszeichnung nur noch sein, wenn sich Restle von seinen Antifa-Sympathisanten den Orden ans Revers heften ließe.

So wenig wie AfD, Identitäre und das meiste von dem, woran sich „Monitor“ in gefühlt fast jeder Sendung abarbeitet, mit realem „Rechtsterrorismus“ zu tun hat, so wenig hat Georg Restle mit seriösem Journalismus zu tun: Indirekt gibt er ja mit seinem eigenen Tweet sogar zu, dass er sich vor allem als Aktivist sieht. Mit dieser Lobhudelei für das mit weitem Abstand tendenziöseste, einseitigste, agitatorischste Meinungsformat im deutschen Gebührenfernsehen entehrt sich der einst renommierte Grimme-Preis (so er denn an „Monitor“ geht) leider selbst. (DM)