Augsburger Bischof fordert Islamisierung der CSU – aus Angst vor möglicher Islam-Partei

Bischof Betram Meier (Mitte) (Foto:Imago/epd)

Augsburg – Anbiederung bei Migranten als Selbstzweck und unterwürfigste Islamophilie sind in Deutschland nicht länger das Hauptgeschäft progressiver politischen Gruppierungen, Sozialverbänden, Gewerkschaften oder Asyllobbys. Neuerdings versuchen deren natürliche gesellschaftspolitische Gegenspieler von einst, die traditionsbewussten Kirchen und Vertreter einer jahrtausendealten christlichen Tradition im Land, die Multikulti-Priester links zu überholen.

So hat der neu ins Bischofsamt berufene Augsburger Oberhirte Bertram Meier ausgerechnet die Christlich-Soziale Union aufgerufen, sich „stärker für muslimische Kandidaten zu öffnen“. Die Partei, die unter Markus Söder den Merkel-Opportunismus und Linksruck der Union in Bayern schrittweise nachführt – wenn auch in moderaterer Form – wird also nicht länger von der konservativen römischen Kirche für ihre Zeitgeistanbiederung kritisiert. Sondern sie wird vielmehr ermutigt, das Diktat der Buntheit noch entschiedener zu befolgen.

Der Hintergedanke, warum vor allem noch viel mehr Muslime in der CSU mitmischen sollten, ist die Sorge, ansonsten könnten sie sich – wie etwa in den Beneluxstaaten schon geschehen – politisch selbst organisieren. Dem liegt eine Sichtweise auf den einwandernden und sich hier ausbreitenden Islam wie auf eine fatalistisch hingenommene Urgewalt zugrunde: Weil sich Muslime nun einmal nicht verstellen und verbiegen wollen, weil sie ihrer Herkunftssozialisierung kulturell und religiös treu bleiben, deshalb muss man sie eben servil (auf)nehmen, wie sie sind. Meier wörtlich in der „Augsburger Allgemeinen„: „Wenn ich nichtchristliche Kandidaten nicht zulassen möchte, muss ich mich fragen lassen: Will ich, dass in Deutschland eine muslimische Partei entsteht?“

Diese Sichtweise ist die ultimative Bankrotterklärung der Integrationspolitik in Deutschland. Damit räumt Bischof Meier im Prinzip ein, dass sich Muslime von sich aus gar nicht anpassen wollen, dass sie ihre Religion immer auch politisch betrachten (etwas, das die deutschen Kirchen und Politik ja beharrlich leugnen in ihrem Beschwören der Schimäre vom „gemäßigten, friedlichen Islam“) und sich deshalb auch in einer Partei organisieren werden. Wenn das die Schlussfolgerung ist – und dafür spricht etliches – kann die einzige Konsequenz eigentlich nur lauten: Den Zuzug weiterer Muslime sofort stoppen – und die bereits hier Lebenden so gut es geht hier integrieren und säkularisieren.

„Einfangen“ der Muslime bis hin zur Selbstaufgabe

Was hingegen dieser kreidefressende Bischof fordert, seinen EKD-Amtskollegen gleich, steht für ein erbärmliches Einknicken und anbiederndes „Einfangen“ der Muslime – in der Hoffnung, ihnen selbst werde nicht eines Tages der Kopf abgeschlagen, im übertragenen Sinne oder wörtlich. Dass der Relativismus katholischer Kirchenführer, die von ihrem klerikalen Amt und ihrer Berufung her eigentlich aufgefordert wären, das christliche Abendland zu verteidigen, so weit reicht, eine „christlich-soziale“ Partei um islamische Elemente zu „bereichern“, wäre vor einer Generation als völlig aberwitziges Phantasma abgetan worden.

Was Meier hier von der CSU fordert: Pest mit Cholera auszutreiben. Um islamische Konkurrenzparteien zu verhinden, soll man sich einfach selbst islamisieren. Nach der Devise, wenn irgendwann die gesamte Gesellschaft mehrheitlich muslimisch ist (demographisch ist dies in Deutschland nur mehr eine Frage der Zeit), braucht es auch keine muslimischen Parallelgesellschaften mehr. (DM)