Deutschland im Februar 2020: Das große Palaver

Wir debattieren uns zu Tode - Foto: Imago

Das Coronavirus überstrahlt alle Nachrichten. Ist es so gefährlich, wie behauptet wird, oder ist es das nicht? Der Laie weiß es nicht. Er sucht sich seine Meinung dort, wo die abgedruckt ist, die ihm am besten gefällt. Erdogan öffnet die Grenzen für Flüchtlinge nach Europa. Ein gewaltiger Zug setzt sich Richtung Deutschland in Bewegung. Rußland befindet sich im Krieg mit der Türkei. Die Grünen vermelden knapp 100.000 Parteimitglieder. In den Medien sollen Hetzjagden hunderter Migranten auf alkoholisierte Deutsche beim Kölner Karneval systematisch verschwiegen worden sein. In Hamburg wählen fast 40 Prozent die SPD. Die Kanzlerin ist abgetaucht. Die Amerikaner verlegen enorme Mengen militärischen Materials nach Europa. Man spricht von Manöver und nennt es „Defender 2020“. Es gibt aber keinen angenommenen Angreifer. In den sozialen Netzwerken beharken sich die Deutschen unterdessen wegen der AfD. Der Februar 2020 in Deutschland: Ein faszinierend schrecklicher Monat.

In der Nacht hat es kräftig geschneit, tagsüber schien über Nordbayern heute die Sonne. Ein Wintertraum. Die Flüsse und Bäche sind voll mit Wasser, die Böden vollgesaugt, die Schwäne so hübsch wie immer, ein Hund jagt den Hasen über das Feld. Äußerlich betrachtet ist alles wie immer, zumindest in der Provinz. Die prächtigen Kirchtürme stehen noch, die Fachwerkhäuser sind hübsch renoviert, die Störche überwintern inzwischen hier. Das ist wundervoll, denn sie bringen die Kinder. Und doch bricht einem das Herz. Wie fragil das alles geworden ist. Aus der nahen Kreisstadt gab es kürzlich die erste Meldung eines bandenmäßigen Überfalls von „die Männer“ auf zwei Einheimische. Noch nie in den vergangenen 70 Jahren war das Volk, das diesen Traum bewohnt, so gnadenlos verblendet wie heute. Deutschland wird immer mehr zu einem einzigen Albtraum.

Der badische Tunnelbauer Herrenknecht storniert die Buchungen von Besuchern des AfD-Parteitags in Offenburg in seinem Hotel. In den sozialen Netzwerken erhält er viel Lob dafür. Von Anstand und Haltung ist die Rede. Es gibt viel zu meinen und zu finden. Durch Wissen fällt keines der Meinerleins auf. Man zählt auch ohne einen blassen Dunst zu den Anständigen. Herrenknecht hat Anstand und Moral. Man selbst hat Ahnung durch Haltung ersetzt. Das ist bequemer. Eine Haltung hat man schneller und leichter, als Faktenwissen. Man ist ja auch meinungsberechtigt, besser: meinungsgleichberechtigt. Was waren doch die tonangebenden Leute früher für Einfaltspinsel, daß sie sich um Faktenwissen bemüht haben, ehe sie sich äußerten. Dabei hätten sie doch dumm bleiben – und einfach so ihre Meinung herausplärren können. Wir leben in total befreiten Zeiten. Das ist der gesellschaftliche Fortschritt. Jeder hat Rechte gegen jeden anderen – und vor allem hat jeder recht. Es gibt keine Wahrheit. Die Dinge sind so, wie man sie sehen will. Sie haben so zu sein. Und wenn es schon keine Wahrheit mehr gibt, warum sollte man sich mühen, etwas zu wissen? Hinterher wüsste man in den Augen der Mehrheit womöglich akurat das Falsche. Es ist egal, was man weiß. Es ist auch egal, ob man überhaupt etwas weiß. Man kann jederzeit behaupten, daß man etwas wüßte – und daß man deswegen auch seine Meinung habe. Auf die man natürlich genau so ein Recht hat, wie der liebe Gott auf die seine. Dummkopf? – Kein Problem, Hauptsache man ist bei den Anständigen.

Das deutsche Gegenwartsproblem

Sicher kann man sagen, dieser und jener äußere Sachverhalt – , oder alle zusammen seien die gegenwärtigen Probleme. Die Grünen, die Medien, die Linken, die Kanzlerin, das Weltklima usw. Aber das würde den Kern des Problems nicht bezeichnen. Der Kern des Problems sind die Deutschen selbst. Jedenfalls in ihrer Mehrheit. Das läßt sich leicht überprüfen. Sagen Sie einem apolitischen, wissensarmen Deutschen mit seiner Meinung ins Gesicht, daß er das Problem sei. Sie werden gar nicht mehr dazu kommen, eine Begründung für Ihre Behauptung nachzuschieben. Sie hätten ihn nämlich unerhörterweise angegriffen. In Deutschland hat im Februar 2020 zu gelten: Ich bin ok und du bist ok. Ich habe auch eine gleichberechtigte Meinung. Machen Sie sich darauf gefaßt, daß Ihnen die dümmsten Äußerungen, völlig alogisches Gestammel, als Argumente angedient werden. Gestern in den sozialen Netzwerken entgegnete mir jemand: „Ich habe das Recht, das so zu sehen. Ich habe das Recht auf meine eigene Meinung“. – Hat er, gar keine Frage. Vor allem hat er das Recht, das als seine Meinung zu behaupten, was er sich eigentlich als seine Meinung hat bilden lassen – passiv. Nur: wem nützt das? Ist es überhaupt denkbar, daß die vielgepriesene Meinungsvielfalt, also die Vielfalt irgendwelcher Meinungen, die weiß-der-Geier-wie zustande gekommen ist und auf weiß-der-Geier-welchen Überlegungen beruht, – sofern sie überhaupt auf irgendwelchen Überlegungen beruht, die etwas anders gewesen wären, als „will ich so“ oder „gefällt mir/gefällt mir nicht“ -, irgendeine Relevanz hat hinsichtlich der Frage, wie etwas ist?

Richtet sich die Frage, wie etwas ist, danach, welche Meinungen eine Mehrheit dazu hat? Die vielgepriesene Meinungsvielfalt als solche hätte doch erst dann einen Sinn, wenn Einigkeit darüber besteht, daß es bestimmte Probleme zu bewältigen gibt, und daß nur die auch die tatsächlichen Probleme sind. Was nützt eine Meinungsvielfalt, die darauf ausgerichtet ist, nach gusto immer neue Probleme zu erfinden, die womöglich gar keine sind? Was soll das hier: „Ich sehe da ein Problem“. – „Du siehst Gespenster. Das ist kein Problem.“ – „Doch, ist es!“ – „Nein, ist es nicht!“ – ?? Ist der „menschengemachte Klimawandel“ tatsächlich das Problem, oder ist das Problem viel mehr, daß darüber debattiert wird, ob es nicht die Behauptung ist, er sei ein Problem, die das tatsächliche Problem ist? Gäbe es nicht Wichtigeres zu bereden? Warum debattieren die Deutschen überhaupt so gern über Themen, deren Relevanz hinsichtlich der Realität noch nicht einmal feststeht? Wie kann ein Volk, das gelernt hat, zu glauben, daß jeder Mensch sich seine eigene Realität konstruiert, überhaupt noch einen Sinn darin entdecken, über etwas zu debattieren? Was soll denn noch herausgefunden werden? Wie die Dinge sind, und was deshalb getan werden sollte? – Das ist doch völlig unlogisch.

Sie wurden angegriffen?

Wir Deutschen haben ein demografisches Problem. Ursächlich dafür ist u.a. die Behauptung, Frauen seien nicht auf ihre Geschlechtsmerkmale zu „reduzieren“. Wobei „reduzieren“ schon wieder nichts als eine ungerechtfertigte Schuldzuweisung ist. Niemand reduziert eine Frau zur Frau, wenn er feststellt, daß sie eine ist. Und schon geht´s wieder los. „Daß wir Deutschen langsam aussterben, ist kein Problem!“, behauptet jemand als seine Meinung. Schön. Wir wissen also, daß wieder jemand eine Meinung hat. Dieselbe Person vertritt aber bspw. auch die Meinung, daß alle Menschen gleich seien und daß es deshalb keine Rolle spielt, wer dereinst Deutschland besiedelt. Wenn aber alle Menschen gleich sind, und wenn das Aussterben der Deutschen kein Problem ist, dann dürfte es auch kein Problem sein, wenn die gesamte Menschheit ausstirbt, was insofern richtig wäre, als daß danach niemand mehr ein Problem identifizieren würde. So. Jetzt haben Sie also den Meinungsinhaber, der im Aussterben der Deutschen kein Problem erkennt, als dummen Schwätzer entlarvt. Und das sagen Sie ihm auch: „Du bist doch ein Idiot. Davon, daß jemand die Wichtigkeit der Gebärmutter hinsichtlich des Lebens als solchem bestreitet, wird das Gehirn der Gebärmutterinhaberinnen auch nicht leistungsfähiger. Alle Gebärmütter haben dieselbe Funktion.“ Damit hätten Sie dann eine nach objektiven Kriterien wahre Aussage gemacht.

Aber was werden Sie zur Antwort erhalten? Eine Meinungsäußerung natürlich: „Und du bist ein frauenfeindlicher Nazi! Warum beleidigst du mich?“ – Tatsächlich haben Sie gar niemanden beleidigt. Sie haben lediglich einem Idioten gesagt, daß Sie ihn identifiziert haben als das, was er ist. Müssen Sie sich das als Ihr Problem anrechnen lassen, daß er ein Idiot ist? – Warum? Wegen der gleichberechtigten Meinung des Idioten natürlich. Es steht Ihnen nicht zu, andere Leute als Idioten zu bezeichnen. Sie haben die Berechtigung dazu nicht. Sie bräuchten aber eine. Woher sie die theoretisch wohl beziehen müssten?

Gleichberechtigte Meinungen, resp. das, was man allgemein darunter versteht, sind ein Problem. Und mir ist völlig klar, was der eine oder der andere Leser jetzt denkt, nämlich, daß ich behauptet hätte, „die Demokratie“ sei eine sinnlose Veranstaltung. Das habe ich natürlich nicht. Daß ich es getan hätte, ist wieder nur eine „gleichberechtigte Meinung“. Was ich wirklich getan habe, war, die vorherrschende Illusion hinsichtlich „die Demokratie“ zu benennen. Die Demokratie hätte nämlich nicht zwangsläufig eine Massen- & Mediendemokratie zu sein. Um genau die geht es aber, nicht um „die Demokratie“.

Sie sind intellektuell wehrlos

Sollten Sie bis hierhin den Verdacht entwickelt haben, diese ganze bundesdeutsche Meinerei & Finderei bewirke gar nicht das, was man ihr allgemein unterstellt, nämlich zielführende Entscheidungsfindung, sondern sie diene eher dazu, die Machtlosen mit der Illusion zu füttern, sie hätten via „Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs“ Einfluß auf Entscheidungsfindungen und deren Umsetzung, damit sie möglichst viel quasseln, anstatt physisch tätig zu werden, dann sind Sie auf dem richtigen Dampfer. Die ubiquitäre Meinerei & Finderei hat tatsächlich mit Demokratie gar nichts -, mit Demokratiesimulation hingegen alles zu tun. Von Meinungen wird das Kraut nicht fett, sondern von Entscheidungen und deren Umsetzung. Tatsächlich ist es so, daß die rechtliche Gleichstellung jeder Meinung mit jeder anderen (die sog. „Meinungsfreiheit“) eben deswegen einen so hohen Status hat, weil sie einen unterstellten Volkswillen zu neutralisieren in der Lage ist, ohne daß das dem je selbstreferentiellen Meinungsinhaber auffallen würde.

Meinungsbildung setzt Information voraus. Keine Information, keine Meinung. Wenn Ihnen vom Medien-Mainstream konsequent vorenthalten wird, um wen es sich bei den Tätern handelt, die jene grausame Tat begangen haben, von der Sie gerade lesen oder hören, dann unterbleibt die Information nur zum Schein deswegen, um bestimmte Menschen vor Ihrem „Vorurteil“ zu schützen. Tatsächlich unterbleibt diese Information, damit Sie nicht behaupten können, Sie hätten eine „salonfähige“ Meinung, die von Ihren „Volksvertretern“ zu berücksichtigen wäre und in der Folge dann zu einem realistischen Handeln führen muß. Gerade weil „Volksvertreter“ behaupten, sie würden die Meinungen des Souveräns berücksichtigen, muß es Meinungen geben, die bei aller Meinungsfreiheit nicht zu berücksichtigen sind. Der „Volksvertreter“ könnte sonst nicht tun, was er selbst für richtig halten will. Für den „Volksvertreter“ zählt nämlich inzwischen ebenso wie für den souveränen Meinungsinhaber, daß er ständig nur nachgeschobene Pseudobegründungen liefert für das, was er will, und keine objektiv wahren Begründungen dafür, warum er unterläßt, was er dem Willen des Souveräns folgend eigentlich tun müsste. Er tut nicht, was er muß, sondern was er will, resp. zu wollen hat. Was das jeweils ist, hängt davon ab, wer hierarchisch über ihm steht und welche Meinung der als die seine ausgibt.

Inzwischen haben wir einen „guten“ und einen „schlechten“ Souverän in Deutschland. Der „schlechte“ Souverän hat bei aller Meinungsfreiheit die „falsche“ Meinung und wählt deshalb die AfD. Deswegen darf man ihn indirekt entmündigen, indem man die von ihm als Vertreter seiner Interessen gewählten Parlamentarier daran hindert, das zu tun, wozu sie gewählt worden sind. Bezeichnenderweise bleibt aber die Meinungsfreiheit des AfD-Wählers unangetastet. Das ist ein starkes Indiz dafür, daß es sich mit der Meinungsfreiheit realiter so verhält, wie ich hier behaupte. Sie besteht, weil sie ohnehin folgenlos bleibt, nicht, weil sie für Veränderung maßgeblich wäre. Das Volk nimmt als Informationsgrundlage zur Meinungsbildung ohnehin das, was von den Medien geliefert wurde. Was geliefert wird – und das wissen die Informationslieferanten genau, entscheidet dann darüber, welche Meinungen sich herausbilden werden. Der BILD-Slogan: „Bild Dir Deine Meinung“, heißt korrekt übersetzt: Bild Dir unsere Meinung.

Die Justiz und das überaus nützliche Beleidigtsein

In diesem ganzen massen- & mediendemokratischen Simulationstheater gibt es allerdings noch eine Justiz, die tatsächlichen Gesetzen verpflichtet ist. Hin und wieder reißt diese Justiz auch etwas im Sinne des schönen Scheins. Wohlwissend, daß die Meinungsfreiheit realiter keinen Einfluß auf das tatsächliche Geschehen hat, läßt sie sich nämlich wunderbar schützen. Daß sie geschützt worden ist, läßt sich anhand des Stellenwerts, welcher der Meinungsfreiheit aus utilitaristischen Gründen zugebilligt wird, insofern nützen, als daß man mit Verweis auf entsprechende Urteile behaupten kann, wir hätten tatsächlich eine Demokratie. Wir haben aber eine Medien- & Massendemokratie, um das noch einmal zu erwähnen. Das ist nicht „die Demokratie“. Eine Elitendemokratie wäre auch eine Demokratie. Und die wäre weit weniger anfällig für die Degeneration, welche unsere Massen- & Mediendemokratie inzwischen durchlaufen hat in Form einer Transformation hin zur Ochlokratie, einer Pöbelherrschaft also. Die Pöbelherrschaft hat natürlich kein Interesse daran, als solche identifiziert zu werden. Womit wir wieder bei der Justiz wären.

Der herrschende Pöbel „aus der Mitte des Volkes“ heraus – hach, wie demokratisch – muß eine Ehre behaupten, die er realiter nicht hat, meinungskäuflich, wie er ist. Damit er in der Folge behaupten kann, er sei beleidigt worden, was bei Pöbel allerdings unmöglich ist. Pöbel kann nicht beleidigt werden. Dieser Tage klagte die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) gegen einen Blogger, der eine zwar zulässige, leider aber „falsche“ Meinung vertritt. Tim Kellner heißt der Mann, war früher Polizist, und er hatte die Vertreterin aus der Kaste des Herrscherpöbels eine „Quotenmigratin“ und eine „islamische Sprechpuppe“ genannt. Da nun Herr Kellner eine zwar zulässige, aber „falsche“ Meinung vertritt, fand Frau Chebli, daß es nützlich sein könnte, die Behauptung als wahr in den Raum zu stellen, sie sei von Tim Kellner beleidigt worden. Sie wollte der Öffentlichkeit also weismachen, daß sie etwas auf das gebe, was jemand mit der „falschen“ Meinung äußert. Über seine Wortwahl echauffierte sie sich also. Tatsächlich war ihr Kellners Wortwahl natürlich völlig schnuppe. Sie sah nur eine Gelegenheit, dem „Mitdemokraten Kellner“ wegen seiner generell „falschen“ Meinung eine auszuwischen und ihn so zu schwächen. Der deutsche Wortschatz ist aber geeignet, die wunderbarsten Formulierungen der Welt zu finden und dadurch wahre Sachverhalte eindeutig zu benennen. Diese Eigenschaft der deutschen Sprache ist der Ochlokratenkaste seit jeher ein Dorn im Auge, weswegen sie Tag und Nacht damit beschäftigt ist, sich zu überlegen, welche Wörter – passend zur Unterteilung in die „richtige“ und die „falsche“ Meinung innerhalb der zahnlosen Meinungsfreiheit – als „böse“ Wörter und welche als „gute“ Wörter festzulegen seien. Daß der gesamte Wortschatz ohnehin zu nichts anderem taugt, als zu sagen, was man denkt, spielt bei derlei Überlegungen naturgemäß keine Rolle. Sonst könnte sich der Herrscherpöbel solche Überlegungen wegen der Meinungsfreiheit auch gleich sparen.

Das Amtsgericht in Berlin urteilte folglich, daß Kellners Bezeichnung Cheblis als „Quotenmigrantin“ und „islamische Sprechpuppe“ vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei. Warum? – Weil klar ist, wie wenig die freie Meinungsäußerung bewirkt, und daß es schädlich wäre, die Überzeugung, sie wirke doch, dadurch zu erschüttern, daß man sie eingeschränkt hätte.

Resümee

Deutschland geht deswegen den Bach runter, weil die Deutschen in dem Irrglauben gefangen sind, ihre je persönliche Meinung sei relevant, da sie schließlich geschützt wird und gleichberechtigt neben jeder anderen Meinung steht. Das verunmöglicht beispielsweise die Einsicht, daß es sinnlos ist, tagelang darüber zu debattieren, ob die AfD eine gute Alternative ist oder nicht. Richtig ist: Sie ist die einzige, die es auf parlamentarischem Wege gibt. Wem die Zustände hierzulande nicht passen, sofern er überhaupt weiß, wie sie tatsächlich sind, der hat gar keine andere Wahl. Und wer keine andere Wahl hat, der braucht sich auch nicht groß den Kopf darüber zu zerbrechen, ob die eine Alternative, die er hat, auch ganz genau die ist, die er haben wollte. Weil währenddessen nämlich Zeit verstreicht, die von denen genutzt wird, die er auf gar keinen Fall noch länger hinzunehmen bereit ist. Während er sinnlos herumdebattiert, machen seine wahren Feinde Nägel mit Köpfen.