Reichen-Erschießung „aus dem Kontext gerissen“? Linken-Chef Riexinger lügt sich um Kopf und Kragen

Neo-Stalinisten unter sich: Riexinger und seine "linke" Truppe (Foto:Imago/Popow)

Faule Ausreden und billige Distanzierungen werden dem Ober-Linken Bernd Riexinger diesmal nichts helfen: Zu gut dokumentiert ist seine zynische Spontanreaktion auf den Wortbeitrag einer Parteigenossin beim Kasseler „Strategiegipfel“, die von der Erschießung des „1 Prozent Reichen“ im Rahmen „der Revolution“ im Land redete – als er noch einen draufsetzte und stattdessen Zwangsarbeit empfahl. Mit verlogenen Tweets versucht Riexinger verzweifelt, Boden zu gewinnen – doch er macht es immer schlimmer.

Die Erschießungs-Aussage, schrieb Riexinger gestern auf Twitter, sei „aus dem Kontext gerissen“, Eine glatte Lüge: Der gesamte Wortbeitrag ist im Netz millionenfach verfügbar, und jeder mag sich davon überzeugen: Was hier gesagt wurde, war eindeutig so gemeint.

Screenshot:Twitter

Auf vereinzelte, heiter-amüsierte Publikumsreaktionen zu ihrem angeblich „inakzeptablen“ Zitat hin hatte die Rednerin am Mikrofon sogar noch nachgesetzt und erklärt, man müsse endlich die „Meta-Ebene“ verlassen – sprich: den Worten Taten folgen lassen und nicht um den heißen Brei herumschwurbeln. Also ein Aufruf zur Tat. Deshalb ist übrigens auch das heute – wohl auf Druck der Parteispitze zustandegekommene – Reuebekenntnis, das erklärte „Bedauern“ der fraglichen Rednerin, nicht auch nur im Ansatz glaubhaft.

Wer Beispiele dafür sucht, was tatsächlich „aus dem Kontext“ gerissen ist, der sei etwa auf die Handvoll mantraartigen, in jeder Debatte um die AfD vorgetragenen Reiz-Zitate von Gauland, Höcke oder von Storch verwiesen, die die angeblich faschistische-rechtsextreme Gesinnung der kompletten AfD belegen sollen: Der „Vogelschiss“, die „erinnerungspolitische Kehrtwende“, das „Mahnmal der Schande“, oder der angebliche „Schießbefehl auf Flüchtlinge“. Fast immer, wenn AfD-Basher mit Schnappatmung – gerade auch in der Linkspartei – Beweise für ihre These von der durchgängigen AfD-„Nähe zum Rechtsradikalismus“ vorlegen, wird früher oder später einer dieser Punkte aufs Tapet gebracht.

„Aus dem Kontext gerissen“ sind die Vorwürfe gegen die AfD

Bloß: Nachweislich ist keine einziger dieser Aussagen, dieser plakativen Thesen so nie gemeint gewesen, wie es ihren Urhebern in den Mund gelegt wird; diese Statements sind tatsächlich „aus dem Kontext“ ihrer Reden und Wortbeiträge gerissen  – was sich objektiv nachweisen lässt und jedem schlagartig ins Auge fällt, der sich einmal die Mühe macht, die fraglichen Einlassungen nicht nur passagenweise, sondern im Volltext zu studieren.

Hier aber, bei Riexinger und seinen netten Partei- und „Menschen“-Freunden, ist es genau andersherum: Alles, was gesagt wurde, ist – auch im noch so weit gefassten „Kontext“-  wörtlich so gemeint. „Wenn wir das eine Prozent Reiche erschossen haben“ – da gibt es nicht viel zu relativieren oder klarzustellen. Die Maske ist einmal gefallen. Zu dem unglaubwürdigen Bestreben der Linken, hierzu nachträglich „auf Distanz zu gehen“ hat der Schweizer Publizist Roger Köppel heute früh treffend geschrieben: „Wenn man sich von Erschießungen in der Politik distanzieren muss, ist man schon viel zu nahe dran.“ (DM)