K(r)ampf gegen Hitler wichtiger als Kampf gegen Virus

Foto: Imago

Wo ist Merkel? Wo ist Steinmeier? Wo ist die derzeitige politische Führung Deutschlands in der zweifach bedrohlichen, im Fall des Corona-Virus sogar lebensbedrohlichen Krisensituation für Volk und Nation? Warum verstecken sie sich hinter den armen Griechen und hinter lokalen Gesundheitsämtern, die völlig überfordert sind?

Von Wolfgang Hübner

Oder haben sie sich auf ihren antifaschistischen Tourneen im Kampf gegen Hitlers neue Machtergreifung so verausgabt, dass jetzt keine Kraft mehr bleibt, sich den realen Problemen der „schon länger hier Lebenden“ und auch all der anderen zu widmen? Wo sind nun ihre Mahnungen, Warnungen und Tröstungen, da es ernst geworden ist und noch viel ernster zu werden verspricht?

Wer auch nur eine dieser Fragen polemisch nennt, zeigt leider völliges Unverständnis für die Lage, in der dieser Staat steckt. Statt dem türkischen Erpressungsversuch mit einer klaren, eindeutigen und vor allem praktisch-militanten Unterstützung Griechenlands zu begegnen, werden jetzt aus schäbigen koalitionspolitischen Erwägungen – SPD/AWO und CDU/Caritas brauchen neue Kunden – viele Kinder aus griechischen Lagern nach Deutschland geflogen, um aller Welt zu zeigen: Wir sind so viel humaner als die faulen Sirtaki-Tänzer. Mal ganz abgesehen von der unverantwortlichen Mehrbelastung von Sozialstaat und Gesundheitswesen: Das ist ein Fußtritt gegen jede EU-Solidarität!

Diese Entscheidung der ehemaligen Volksparteien ist in Zeiten des sich ausbreitenden Corona-Virus doppelt und dreifach unverantwortlich. Aber das mit dieser politischen Führung geplagte, an ihr allerdings auch nicht ganz unschuldige deutsche Volk soll ja keinesfalls den Eindruck bekommen, seine existenziellen Interessen hätten bei den Eliten des Machtkomplexes größere Aufmerksamkeit oder gar auch noch Vorrang. Wäre das anders, müssten Merkel, Steinmeier samt ihren medialen Stiefelleckern längst alle Register ihrer Möglichkeiten ziehen, um die drohende Virusgefahr wenigstens zu minimieren.

Davon kann jedoch keine Rede sein. Vielmehr wird weiterhin der inzwischen deutlich verunsicherten Bevölkerung suggeriert, die Behörden und das Gesundheitswesen hätten alles im Griff und seien auf alles vorbereitet. Alle Bürger, die jetzt Hamsterkäufe machen oder schon gemacht haben, sind allerdings anderer Meinung. Und wie die Entwicklungen im benachbarten Italien zeigen, keineswegs ohne Grund.

Als die immer kränker aussehende Greta sehr erfolgreich und umrauscht von Beifall Panik in Sachen Klima geschürt hat, war sie der Liebling von Politik und Medien in Deutschland. Gerade noch hat sich die EU-Ursula stolz an der Seite dieses millionenfach politisch missbrauchten Mädchens fotografieren lassen. Jetzt aber, da zu Panik durchaus Anlass besteht, wird das Volk zu Gelassenheit und unermüdlichem Weiterschaffen für die Finanzierung von Millionen Sozialasylanten aufgefordert.

Immerhin wird den Untertanen über geneigte Regierungsmedien kommuniziert, dass Gesundheitsminister Jens Spahn nun öfter mit seiner Chefin Merkel telefoniert. Es soll ja in diesem von der eigenen politischen Führung in Sachen Anti-Patriotismus und „Rassismus“ gezielt hysterisierten Bevölkerung tatsächlich eine Menge Leute geben, die solche Telefonate beruhigen. Doch die restlichen 90 Prozent sind nicht nur in ihrer materiellen und geistigen, sondern längst auch in ihrer physischen Existenz akut gefährdet.

Diese 90 Prozent sind nämlich ebenso gefährdet von einem Virus, gegen den es noch kein wirksames Gegenmittel gibt, wie auch von einer politischen Führung, die in der Stunde ihrer größten Herausforderung wegtaucht, schönredet und einfach weitermacht mit dem, was sie einzig kann und offenbar auch will: Die Sorgen und Nöte ihres leider allzu dauerschläfrigen Volkes ignorieren. Im Gegensatz zum Virus würde es dafür allerdings sehr wirksame Gegenmittel geben.

Dieser Beitrag erschien zuerst hier