Gutmenschelnde Gaga-Forderung von Leipzigs OB: „Stoppschild gegen Gewalt“

Applaus für soviel wohlfeiles Gefloskele: Leipzigs SPD-OB Jung (M.) (Foto:Imago/Grube)

Als Oberbürgermeister von Leipzig samt seiner linksradikalen Hochburg Connewitz (gerne als „Problemviertel“ verniedlicht) müsste Burkhard Jung eigentlich einschätzen können, von wo in Deutschland Hass und Gewalt vor allem real ausgehen. Doch der SPD-Politiker, derzeit amtierender Städtetagspräsident, blendet die Gefahr von links lieber aus – und beschwört die herbeihalluzinierte Gefahr von rechts: Jetzt fordert er ein „Stoppschild gegen Gewalt“ in der Gesellschaft.

Diese populistisch-wohlklingende Forderung hatte sich Jung anlässlich eines Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag in Zwickau extra einfallen lassen, wo er zu „mehr Engagement gegen politische Gewalt“ aufrief – und gemeint ist hierbei eindeutig nicht die täglich real praktizierte Militanz Autonomer und „Antifaschisten“, wie aus den weiteren Worten Jungs hervorgeht: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Rassismus, Hass und Gewalt in Teilen unserer Gesellschaft weiter Fuß fassen“, sagte der Leipziger OV laut „dts Nachrichtenagentur“ vorab gegenüber den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Städte träten „entschieden dafür ein, dass menschenverachtende Hetze nicht salonfähig wird“.

Viele Städte sowie ihre Bürger hätten in den vergangenen Wochen „Zeichen gesetzt“ für eine „offene und tolerante Gesellschaft“. Deshalb sei wichtig: „Wir wollen in den Städten extremen Haltungen und Handlungen entschlossen entgegentreten“, so Jung. Bei dieser unterirdischen Phrasendrescherei geht Steinmeier und den Berliner Honoratioren sicherlich das Herz über. Und so geht es munter weiter: Kommunalpolitik brauche „Bürgernähe, Empathie und konstruktiven Dialog“. Diese Basis dürfe man sich „nicht kaputtmachen lassen“, sagte der SPD-Politiker.

„Zeichen setzen“ – aber nur dort, wo man sie sehen will

Kein Wort von abgefackelten Autos von AfD-Politikern, von in ihren Privatwohnungen zusammengetretenen Bauleitern, die den Linksextremistren verhasste Projekte begleiten. Und natürlich auch kein Wort über Polizisten, die täglich den Kopf hinhalten und die Hauptleidtragenden der Erscheinungsformen von „Hass“ und „Gewalt“ sind, über die im Land keiner spricht: Attacken vermummter Chaoten, bewaffneter Migranten, krimineller Großfamilien.

Stattdessen vergießt Jung lieber Krokodilstränen über die gebeutelten, „bedrohten“ Bürgermeister und Amtsträger im Land. Die Polizei habe im Jahr 2019 mehr Straftaten gegen Mandatsträger als je zuvor registriert. „Das belastet die Menschen, die sich im Ehrenamt oder hauptamtlich tagtäglich für die Kommunen engagierten“. Ohne sie und ihr Engagement gerate die Demokratie aus den Fugen. „Deshalb müssen wir es schaffen, dass alle, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, die Unterstützung der Zivilgesellschaft spüren“, so der Leipziger Oberbürgermeister.

Mit seiner „Stoppschild“-Idee wird er ganz sicherlich den großen Durchbruch erzielen. Diese Geste wirkt bestimmt noch effektiver als die „Armlänge Abstand“ seiner Kölner Parteigenossin und OB-Kollegin Reker. (DM)