Corona: Wenn die einstigen Grenzöffner zu Schließern werden

Bemerkenswerte Vorgänge und Widersprüche tun sich in Europa auf. Seit 2015 wurde uns ja von Merkel und Co regelrecht eingetrichtert, dass die Reisefreiheit und die Personenfreizügigkeit die absoluten und unverrückbaren, unverhandelbaren Grundwerte der europäischen Union seien. Erinnern Sie sich: 2015, Wir schaffen das, als Deutschland es nicht schaffte, Grenzen zu schließen, als Österreichs politisch früh verblichener Bundeskanzler und Obersozi Werner Faymann einen Zaun mit Seitentürln verordnete, als Europas Grenzen den Luftlöchern des Schweizer Emmentaler glichen, als Orban wegen seiner Grenzziehung als autokratischer Faschist beschimpft wurde. Als aus besorgten Bürgern – nach allgemeiner Lesart der aufrechten Demokraten – üble kleingeistige Nationalisten und Grenzzieher wurden. Erinnern Sie sich an die hunderttausenden Argumente, warum Grenzbalken und schützenswerte Landesgrenzen überhaupt pfui gack sind? Nun, circa viereinhalb Jahre und 1600 Tage später, nach zwei hustenden Hendln in Italien, dem fiebrigen Giovanni aus der Lombardei und der grippigen Sophia aus Sizilien wurden die Grenzen in Sekundenschnelle aufgezogen, überall Polizisten postiert, der gefürchtete Grenzbalken heruntergelassen wie die Hosen der versagenden Politiker. Erinnern Sie sich, dass noch vor zwei Wochen Gestalten durch die Straßen zogen und „Grenzen auf“ skandierten. Die Selben beten heute inständig, dass man Herrn Corona, den leidigen Schnupfen aus China, um einen Ausweis beim Grenzüberrtritt bittet. So schnell geht‘s und die jahrein, jahraus geleisteten Schwüre sind vergessen – Schnee von gestern. Apropos Schnee von gestern. Gretl Thunberg, das heilige Orakel von Schweden ist auch vergessen, samt ihrer sektenhaften Klimabewegung. Heute beten jene, die noch vor zwei Wochen alle SUV-Fahrer grillen wollten, Ökosteuern erpressten und die Wirtschaft in die Steinzeit versetzen wollten, inständig darum, dass der Klimawandel möglichst schnell wieder eintrete. Denn bei circa 26 Grad und 40 Prozent Luftfeuchtigkeit wäre Corona längst vergessen. Also die Klimagespenster von gestern sind die Sonnenanbeter von morgen. Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit und die Schwüre des Establishments haben nicht einmal die Halbwärtszeit eines Schnupfenvirus.

(Quelle)