Ostermesse und Hadsch – müssen die größten religiösen Feste dem Coronavirus geopfert werden ?

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In Zeiten des Coronavirus – in denen fast überall in Deutschland, ja auf der ganzen Welt Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern abgesagt, wenn nicht sogar verboten werden, muss man sich natürlich fragen, was das für alle für gläubige Menschen so wichtigen Großveranstaltungen wie die Ostermesse in Rom und die Hadsch in Mekka bedeuten könnte.

In der Vatikanstadt will sich der Papst ja sowieso nicht mehr vor Publikum zeigen und da die Corona-Panik gerade erst angefangen hat, ist davon auszugehen, dass Franziskus am Ostersonntag sein „Urbi et Orbi“ wohl höchstens über die Tonanlage über den menschenleeren Petersplatz schallen lässt.

Vielleicht wird die Ostermesse aber auch verschoben, auf Pfingsten, besser aber wohl bis  Weihnachten, wenn die Pharmaindustrie bis dahin – wie versprochen – einen Impfstoff gegen den pandemischen Virus auf den Markt bläst.

Genau so kann es aber auch die Muslime treffen, die wie jedes Jahr im Spätsommer gen Mekka strömen, um ihr Hadsch zu feiern.

Laut Wikipedia ist jeder freie, volljährige und gesunde Muslim – ob Mann oder Frau –, der es sich leisten kann,  verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Die Pilgerfahrt ist im Koran als religiöse Pflicht verankert.

Und so werden sich auch dieses Jahr zwischen dem 22. Juli und dem 11. August wieder Millionen Strenggläubige aus aller Welt auf Pilgerfahrt begeben – sicherlich auch wieder sehr viele aus Deutschland.

Spezielle Reiseangebote findet man – trotz Coronavirus – im Netz. Zum Beispiel dieses hier:

Hadsch 2020 mit Sheikh Abu Anas und Bruder Azad

Hadsch Normal

Preis: 5189 € zzgl. Opfertier

Reisedauer: 22.07 bis zum 11.08. +-2 Tage

4 Bett Zimmer

1500 Euro pro Person müssen angezahlt werden…

Kaum vorstellbar, dass sich viele Muslime von so einem irdischen Drama wie das Coronavirus davon abhalten werden, nach Mekka zu reisen, die Kaaba sieben Mal zu umkreisen, um dann wieder – zum Beispiel wie die Christen auch nach Deutschland – zurückzureisen.

Immerhin hat Saudi Arabien schon Vorkehrungen getroffen, um das Schlimmste zu verhüten:

Laut hürriyet wurde der Platz und um Kaaba temporär gesperrt, um die komplette Anlage zu desinfizieren.

Und was machen die Juden? Laut Fokus Jerusalem ist in Israel der Alltag der Bürger  ebenfalls zunehmends von den strengen Maßnahmen betroffen, selbst Synagogen-Gottesdienste müssen abgesagt werden.

Beten wir also zu Gott – egal auf welcher Art und Weise – dass das Coronavirus bald beherrschbar ist.