Die Stunde der Denunzianten: Strafanzeige gegen Xavier Naidoo

Xavier Naidoo (Foto:Imago/Caliskan)

Keine zwei Tage nach seinem Rauswurf beim Bohlen-Trashformat „Deutschland sucht den Superstar“ rückt die übliche Blockwart- und Denunziantenfraktion dem Xavier Naidoo auf die Pelle: Ein dubioses Modeunternehmen namens „Human Blood“, das „Statement-Fashion“ genannte Gutmenschen-Kluft vertreibt, stellte Strafanzeige gegen den Sänger.

Ob de Londoner Firma überhaupt bei der deutschen Justiz Strafanzeige stellen darf, ist fraglich, wobei es sich bei den angezeigten angeblichen Delikten, die Naidoo begangen haben soll, um Offizialdelikte handelt. Wie nicht anders zu erwarten, wird hier schwerstes Geschütz aufgefahren:“Wir möchten gegen Xavier Kurt Naidoo Strafanzeige wegen Verdacht der Volksverhetzung, strafbar nach Paragraph 130 StGB, erstatten“, heißt es in dem Schreiben an die Staatsanwaltschaft Köln.

Wie „n-tv“ berichtet, werden sodann in dem Anschwärz-Schreiben „jene Passagen aus einem Videoclip, der Anfang der Woche aufgetaucht war, wiedergegeben“, damit die Anklagebehörde diese „prüfen“ möge.

Petzen und anschwärzen für die richtige Gesinnung

Völlig unverfängliche, legitime Meinungsäußerungen werden so kriminalisiert, ihr Urheber als „Rassist“ „und Hetzer“ an den Pranger gestellt – obwohl Naidoo in seinem Clip nichts Unerlaubtes gesagt hatte; die „kritischste“ Passage war diese: „Weit und breit ist hier kein Mann, der dieses Land noch retten kann. Hauptsache es ist politisch korrekt, auch wenn ihr daran verreckt.“ Für so etwas wird man in Deutschland heute als Rechtsextremer angefeindet – und vor den Kadi geschleift.

Ob die Staatsanwaltschaft aufgrund der Anzeige ermittelt, einen Anfangsverdacht sieht oder am Ende gar Anklage erhebt, ist noch unklar. Verwundern würde es aufgrund des öffentlichen Drucks kaum. (DM)