„Integration“ sogar im Katastrophenfall: Mehrsprachige Corona-Aufklärung gefordert

(Symbolbild:Imago/Panthermedia)

Berlin – Sonst keine Probleme? Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, findet sogar inmitten der Krise noch einen Aufhänger für bunte Symbolpolitik: Sie fordert von der Regierung eine mehrsprachige Aufklärung über die Ausbreitung des Corona-Virus.

Wäre das Erlernen der deutschen Sprache für hier lebende oder zu „integrierende“ Ausländer frühzeitig zur Pflicht gemacht worden, bedürfte es solcher Maßnahmen gar nicht; doch von allen Problemen, die in diesen kritischen Zeiten von der Regierung zu bewältigen sind, ist der Ruf nach einem umfassenden mehrsprachigen „Service“, welcher der bunt-diversen ethnischen Vielfalt der deutschen Bevölkerung Rechnung trägt, wohl die geringste Sorge.

Dennoch hält Widmann-Mauz an der Forderung fest: „Damit sich keine Falschinformationen verbreiten, brauchen alle Menschen gesicherte Infos zur aktuellen Lage. Auch die, die noch nicht so gut Deutsch sprechen“, so die Staatsministerin im Kanzleramt laut „dts Nachrichtenagentur“. Die Betreffenden seien „zum Teil auf Angebote in ihrer Muttersprache“ angewiesen.

Integrationsservice bis zum Untergang

Die Integrationsbeauftragte hätte zwar naheliegenderweise auch die schon länger in Deutschland lebenden Zweisprachler unter den (Herkunfts-)Landsleuten und Muttersprachkollegen der betreffenden Gruppen bitten können, zu dolmetschen. Doch einfacher ist es natürlich, auch hier wieder den deutschen Staat in die Pflicht zu nehmen.

Es seien nun „die Verantwortlichen auf allen Ebenen gefragt – auch die Bundesregierung… Ich setze mich dafür ein, dass wir bestmöglich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserem Land mit den richtigen Informationen erreichen“, so Widmann-Mauz. (DM)

Inzwischen hat der „Tagesspiegel“ die „Gunst der Stunde“ genutzt und versucht, neue Leserschichten zu gewinnen, so als ob Türken und Araber nicht ihre eigenen Informationsquellen hätten: