Die Corona-Katastrophe war vermeidbar!

Geschafft: (Foto: Collage)

Diese Corona-Katastrophe war vermeidbar!

  1. Es war spätestens seit Ende Januar klar, dass dieses Corona-Virus den perfekten Pandemie-Sturm auslösen würde: Denn ein Infizierter steckt im Schnitt drei weitere Personen an, und zwar in der Regel ohne jede eigene Symptomatik.
  2. In Deutschland war trotzdem genügend Zeit. Denn die Erfahrungen der asiatischen Länder hatten wichtige Erkenntnisse gebracht. Dabei war klar, dass ab 10 – 20 bestätigten Infektionen angesichts der erheblichen Dunkelziffer die Epidemie nicht mehr mit konventionellen Mitteln aufzuhalten war.
  3. Spätestens ab dem 3. Februar lagen daher alle Handlungserfordernisse auf dem Tisch:
  4. Sofortiges Schließen der Grenzen, in einem ersten Schritt für alle Passagier-Flüge aus China
  5. Social Distancing mit einem sofortigen Verbot von Großveranstaltungen, und ggf. weitere Maßnahmen wie Schul- und Kita-Schließungen
  6. Unbegrenzte Massentestungen wie in Südkorea
  7. Massive Produktion von Hilfsmitteln wie Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel
  8. Massive Aufrüstung der medizinischen Kapazitäten, insbesondere im Intensivbereich

Von Robert Lopez

Die SED und der Bundestag der Schande

Doch Rotgrün hatte ebenso wie Union und FDP Anderes im Sinn: Am Tag 3 der deutschen Corona-Katastrophe, dem 5. Februar, wurde in demokratischer und geheimer Wahl ein FDP-Abgeordneter zum Ministerpräsidenten des Landes Thüringen gewählt. SPD und Grüne erlaubten es dann im Verbund mit Union und FDP, dass die SED-Nachfolgepartei das Land für 4 Wochen mit einem absurden Spektakel lähmte und von den längst überfälligen lebenswichtigen Notfall-Maßnahmen ablenkte.

Am Tag 10 der Katastrophe, dem 12. Februar, ging es dann um die wichtigste Sitzung des Bundestags seit dem 2. Weltkrieg. Beraten wurde die Strategie zur Eindämmung der epochalen Corona-Katastrophe! Doch der Bundestag des Grauens und der Schande versagte auf ganzer Linie! Obwohl mit 709 Abgeordneten ein komplett überbesetztes und das mit Abstand größte Parlament der Welt, hörten gerade einmal rund 60 Abgeordnete zu, also weniger als 9% (!), als der Bundesgesundheitsminister selbstgefällig die fatale Fehl-Einschätzung des Tierarztes Lothar Wieler auf dem Chefsessel des Robert-Koch-Instituts (RKI) vortrug:

„Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut aktuell weiterhin als GERING ein!“

Und Spahn steigerte sich direkt anschließend sogar noch im Ausmaß der Fehleinschätzung:

„Ich habe in den vergangenen Wochen wiederholt gesagt: Wir sind wachsam, wir sind aufmerksam, wir sind gut vorbereitet!“

Nichts davon traf zu! Weder war man wachsam und aufmerksam noch gar gut vorbereitet. Das Virus war längst ausgebrochen, da die „aktuellen Zahlen“ tatsachlich einen längst überholten Zustand wiedergaben. Nur wenige Wochen später brach dann die Versorgung der Arztpraxen mit Atemschutzmasken, Desinfektionsmitteln und Testsystemen völlig zusammen – ganz zu schweigen von der Versorgung der Bevölkerung mit derartigen präventiven Mitteln.

Das deutsche Versagen hat Namen

Dieses deutsche Versagen hat Namen: In der epidemiologischen Politikberatung ist es vor allem der Tierarzt Lothar Wieler als Chef des RKI. Aber die Merkels, Söders und Laschets dieser Republik können sich nicht hinter dessen fehlerhafter Expertise verstecken. Denn es gab eindeutige Warnungen und Empfehlungen von exzellenten Epidemiologen, insbesondere vom wahrscheinlich besten seiner Zunft, dem Hallenser Virologen Alexander Kekulé. Niemand in Regierungsverantwortung hat sich die Mühe gemacht, Kekulé zu widerlegen oder auch nur anzuhören. Er war ja auch gar nicht widerlegbar.

Denn die Merkels, Söders und Laschets dieser Republik hatten die Richtung des „Management by Incompetence“ vorgegeben: „Langweilen Sie mich nicht mit Fakten, sondern sagen Sie mir, was ich hören will!“ Daher war Wieler mit seinen abwiegelnden Prognosen und Empfehlungen hochwillkommen, während die dramatischen Warnungen der qualifizierten Epidemiologen bestenfalls gar nicht gehört wurden, häufig jedoch sogar – bereitwillig unterstützt vom rotgrünen Staatsfunk – als rechte Panikmache oder als strafrechtlich zu ahndende Fake News abgetan wurden. So wurde die „Corona-Leugnung“ durch Regierung und Staatsfunk auch zum Teil des „Kampfs gegen rechts“!

Doch angesichts der Erfahrungen aus China war bereits seit Mitte Januar klar, dass ein einzelner Fall an einem Ort eine Epidemie auslösen kann und dass das Auftreten von drei Fällen ein bis zu 60%iges Risiko für einen Ausbruch auf lokaler Ebene darstellt. Und ab etwa 20 Fällen musste klar sein, dass die Epidemie durch konventionelle Maßnahmen nicht mehr aufzuhalten war und aggressivere Kontrollstrategien entwickelt werden mussten.

 Die Explosion der Supernova wurde verschlafen

All dies ist nirgendwo in Deutschland erfolgt. Zunächst wähnte man sich gegen jede Vernunft sicher, keinen importierten Fall zu erhalten. Als dann bereits am 28. Januar der erste Fall in München auftrat, sagte man gegen jede Vernunft, dass es ja kein einheimischer Fall und daher die Gefahr einer Verbreitung gering sei. Und als die Fälle (natürlich!) einheimisch wurden, versuchte man die Übertragungsketten mit den viel zu schwachen Instrumenten des öffentlichen Gesundheitsdienstes zu stoppen, also mit der Isolierung von Fällen und Kontakten.

Seit dem ersten Auftreten von Infektionen in Deutschland waren die Verantwortlichen nicht in der Lage, detaillierte epidemiologische Analysen durchzuführen, um die Situation zu verstehen. Man hat wie das Kaninchen auf die Schlange geschaut und die aufgetretenen Fälle gezählt, anstatt zu analysieren, was in Zukunft passieren würde.

Man hat also wie mit dem Fernglas einen viele Lichtjahre entfernten Stern beobachtet und sich durch dessen ruhiges Leuchten aus der Vergangenheit einschläfern lassen, obwohl dieser Stern in Gestalt des Corona-Virus zu eben dieser Zeit bereits zur Supernova explodiert war. Anstatt der Epidemie durch sorgfältige Analyse immer einen Schritt voraus zu sein, war man in selbstgefälliger Weise zufrieden, immer einen Schritt zu spät zu kommen.

Niemand kann erzählen, die Bevölkerung sei Anfang Februar noch nicht bereit gewesen für Maßnahmen des Social Distancing. Wir alle waren schockiert über die Berichte und Bilder aus China. Und die Prognosen ebenso wie die Empfehlungen der kompetenten Epidemiologen lagen klar auf dem Tisch.

Wenn die selbstgefälligen Politiker und ihre überforderten Berater jetzt sagen, es helfe niemandem, über Versäumnisse der Vergangenheit zu klagen, so liegen sie komplett falsch und disqualifizieren sich weiter. Auch der Mörder kann dem Richter nicht im typischen Merkel-Deutsch erzählen: „Jetzt isser halt tot! Lasst uns gemeinsam nach vorne blicken!“  Nur wenn die Fehler der ersten Wochen aufgearbeitet und die „Experten“ ausgetauscht werden, kann erstens ein erneutes Versagen für die Zukunft etwas weniger wahrscheinlich werden, kann zweitens überhaupt wieder Vertrauen in die handelnden Personen aufgebaut werden und können schließlich drittens dieselben Fehler bei der nächsten Bedrohung vermieden werden.

Ein Untersuchungsausschuss ist unvermeidlich

In dieser Situation ist es inakzeptabel, dass die erwiesenen Versager in Regierung und Behörden sich nunmehr auch noch als „Macher“ gerieren, wie es etwa Markus Söder in Bayern versucht.

Und Angela Merkel ist auch in dieser epochalen Krise ein Totalausfall. Wie üblich versucht sie, mit Allgemeinplätzen und Plattitüden über ihr Versagen hinwegzutäuschen. Doch die Bewältigung der Corona-Krise erfordert völlig andere Qualitäten. Da sie bekanntlich niemals freiwillig zurücktreten würde, sollte sie sämtliche Verantwortung in dieser Krise abgeben. Sonst büßt Deutschland auf grausame Weise den seit 20 Jahren nicht gezügelten Machthunger dieser avancierten FDJ-Sekretärin.

Insgesamt hat es im Regierungshandeln bis zuletzt an der Bereitschaft, aber offenbar auch an der Fähigkeit gefehlt, eine absehbare epidemiologische Katastrophe zu verhindern. Dies erfüllt den Tatbestand der Fahrlässigkeit, und bezogen auf vermeidbare Todesopfer auch den Tatbestand der fahrlässigen Tötung. Am Ende der Pandemie werden ein ausgelaugtes Gesundheitssystem und zahlreiche Tote auf das Konto schlechten Regierungshandelns gehen.

Daher muss und wird die Corona-Katastrophe auch in Deutschland strafrechtliche Ermittlungen nach sich ziehen. Und nach Auslaufen der Pandemie müsste die politische Verantwortung für die katastrophalen Fehler von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss grundlegend aufgearbeitet werden.