Aber sicher doch: Deutsche Bank rechnet wegen Corona-Krise mit Steuererhöhungen

Symbolbild: Rentnerarmut, Senioren, Armut; Foto: © jouwatch Collage

Frankfurt/Main – Es gibt ja immer noch Leute in Deutschland, die ernsthaft glauben, dass die Bundesregierung in Zeiten solcher Krisen ganz besonders großzügig ist. Tatsächlich verteilt sie die Steuereinnahmen nur etwas anders und holt sich das Geld natürlich vom Steuerzahler irgendwann wieder zurück:

Die Deutsche Bank erwartet jetzt auch, dass die Bundesregierung mittelfristig die Steuern erhöht, um die Folgen der Corona-Pandemie finanzieren zu können. „Angesichts der sehr hohen Kosten benötigt der Staat höhere Einnahmen in den nächsten Jahren“, sagte der Chefökonom der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, dem Nachrichtenmagazin Focus. Es sei eine politische Entscheidung, „über welche Steuern das geschieht und ob man beispielweise den Solidaritätszuschlag vor diesem Hintergrund doch beibehalten möchte. Ich glaube, die Bevölkerung trägt höhere Steuern mit, wenn das der Preis ist, um diese Krise unter Kontrolle zu bringen“, so der Deutsche-Bank-Chefökonom weiter. Er schätze die Kosten der Corona-Pandemie allein für Deutschland auf eine bis 1,5 Billionen Euro.

Das Problem ist nur: Wenn fast die Hälfte der kleineren Betriebe pleite gehen und wir mehrere Millionen Arbeitslose haben – woher sollen dann die Steuern überhaupt kommen?

Vielleicht wird ja eine neue Kunstform geboren: Die Kunst, einem nackten Mann in die Tasche zu greifen – und etwas herausholen. (Quelle: dts)