AfD lässt Schutzmasken für Dresdner Uniklinik nähen – die fühlt sich jetzt „ausgenutzt“

Atemschutzmaske (Symbolbild: shutterstock.com/Von Halfpoint)

Die AfD könnte auch ein Heilmittel gegen Corona entdecken  – die AfD-Hasser würden selbst dies der einzigen Oppositionspartei, die dieses Land hat, zum Vorwurf machen. Aktueller Aufreger: AfD-Sachsen lässt Corona-Schutzmasken für die Uni-Klinik Dresden nähen. Die fühlt sich nun tatsächlich ausgenutzt!

AfD-Politiker, darunter Sachsens Landtagsvizepräsident André Wendt sowie Landtagsfraktionschef Jörg Urban überreichten der Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus am Donnerstag eine Tüte mit 200 Textil-Atemschutzmasken, um das medizinische Personal im Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen, so Urban in einer Pressemitteilung. Die Masken wurden von der Dresdner Modeatelierbesitzerin Heike Winter angefertigt. Die Kosten übernahm die AfD-Fraktion. Des Weiteren wurden 1.500 Schutzmasken für die Uniklinik und andere Einrichtungen in Auftrag gegeben.

Die Spende der dringend benötigten Schutzmasken an das Uniklinikum kam jedoch – geht es nach der Pflegedirektorin Jana Luntz – nicht von den „Richtigen“. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in wertendem Ton berichtet, brüskiert sich Luntz, dass die Spende als „milde Gabe von Abgeordneten des Landtags – ohne Nennung der Fraktion“, angekündigt wurde.

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) klagt Luntz: “Wir werden politisch instrumentalisiert. Uns hat niemand gesagt, dass die Spende von der AfD kommt.” Ausgenutzt fühle sie sich, die PR-Aktion der AfD sein „perfide“. “Das vergiftet alles andere”, so die AfD-Gegnerin und Pflegedirektorin, die zwar den eklatanten Mangel von Schutzmasken laut beklagt, es aber in ihrer politischer Agitation gegen die AfD für wichtig hält, zu betonen: “Wir sind ein weltoffenes Haus. Wir helfen jedem, egal, woher er oder sie kommt“. (SB)