IM GESPRÄCH – Björn Höcke: Die AfD wird zusammenbleiben

Der Streit in der AfD geht in die nächste Phase. Der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke widerspricht im Exklusiv-Interview mit uns vehement der Forderung von AfD-Chef Jörg Meuthen, der am Mittwoch (1.4.2020) für eine Trennung der Partei vom „Flügel“ plädiert hat. Höcke sieht hinter dem Vorstoß von Meuthen „eine kleine Gruppe“ in der Partei, die einer strategischen Fehlannahme aufsitzt. Die AfD dürfe nicht den Fehler machen, sich „zu schnell mit dem Establishment zu verzahnen“, das nach Auffassung von Höcke das Land gegen die Wand gefahren hat.
Höcke plädiert in diesem Gespräch für Folgendes: „Wir sollten vielleicht auch die jetzt zunächst einmal als für uns relativ schnell Erreichbaren avisieren, die als erste die Opfer der Globalisierung werden, die von den Altparteien gewollt ist, vor allem die kleinen Leute, die Arbeiter, die Angestellten, aber auch die kleinen Selbstständigen. Das ist unsere Klientel. Und der Kampf um die bürgerliche Mitte, der kommt später, weil die bürgerliche Mitte, auch wenn sie grundsätzlich konservativ geprägt ist, für uns als letztes zu erreichen sein wird, weil diese bürgerliche Mitte immer doch eine gewisse Treue zum Establishment gehalten hat“ ….
„Und die wenigen, die das anders sehen, die werden keine Mehrheit in der Partei finden“ …. „Ich halte es für falsch, in dieser Lage, in der wir als Land sind, jetzt die Energie und die Aktivität auf partei-interne Diskussionen zu lenken“ … „Ich bin mir sicher, dass diese Partei jeden verabschieden wird, der weiter versuchen wird, unsere AfD als letzte wirkliche Möglichkeit, dieses Land nochmal vom Kopf auf die Füße zu stellen, zu verzwergen“.

(Quelle)