Corona-freier Familienhund darf nicht mit einreisen

Pudel (Symbolbild: shutterstock.com/Von ferdyboy)

Während man an Deutschlands Grenzen auch in Zeiten von Covid-19 nur das Wort „Asyl“ aussprechen muss um eingelassen zu werden, ist ein auf Corona negativ getesteten Hund eines deutschen Seniorenpaares vom Rückholflug-Angebot der Bundesregierung ausgenommen. Der soll allein in Ägypten zurückbleiben.

Ein verrentetes Ehepaar verbringt seit Jahren ein paar Wochen im ägyptischen Hurghada. Immer mit dabei ihr neunjähriger Zwergpudel. Die beiden Senioren traf bei ihrem diesjährigen Aufenthalt die Coronakrise unvorbereitet. Nachdem alle Rückflüge gestrichen und die Grenzen geschlossen waren, bewarben sich die beiden bei dem Rückflug-Angebot des deutschen Außenministeriums.

Doch dann der Schock: Die beiden Senioren sollten ohne ihren geliebte Pudel zurück nach Deutschland fliegen. Das Tier sollte allein in Ägypten zurückbleiben. Das Rückholangebot gelte ausschließlich für Menschen, nicht für Haustiere und Sportgepäck. Da half auch kein ärztliches Attest, das dem Vierbeiner attestierte, frei von ansteckenden Krankheiten und insbesondere frei von Covid19 zu sein.

Ein Attest, dass vielen fehlt, die nach wie vor – und da kann der Coronavirus noch so schlimm eingestuft werden – über die Landesgrenzen nach Deutschland migrieren. Denn wird das Zauberwort „Asyl“ ausgesprochen, ist es Migranten trotz des  beschlossenen Einreiseverbotes für Nicht- EU oder EFTA-Angehörige möglich, nach Deutschland zu gelangen.

Wie die Bild-Zeitung berichet, bleibt das Ehepaar solange in Ägypten, bis es ihnen wieder möglich sein wird, mit einem regulären Flug in ihre Heimat – zusammen mit ihrem geliebten Vierbeiner –  einreisen zudürfen. (SB)