Sozialistische Journalistenträume: Kinder sollen gefälligst ohne Bezahlung Masken nähen

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Keine sich bietende Gelegenheit lassen öffentlich-rechtliche Journalisten aus, ihre linke Gesinnung zu äußern, wenn sie damit vermeintliche populistische Strömungen bedienen können: Weil ein Nachbarskind lebensrettende Schutzmasken näht und diese für 10 Euro pro Stück verkauft, ätzt ARD-Mitarbeiterin und Filmemacherin Fabienne Hurst, es sei wohl „in der FDP“. Offenbar meint die besserverdienende Journalistin, Kinder sollten umsonst arbeiten.

Hurst, die neben der ARD auch für „Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“ tätig ist, wollte damit wohl ihre Verärgerung über überteuerte Masken ausdrücken, die angesichts des bestehenden Engpasses derzeit angeboten werden – und kapriziert sich ausgerechnet auf ein 10-jähriges Kind aus der eigenen Nachbarschaft, das sich durch Näharbeiten das Taschengeld aufbessert. Für Breitseiten gegen die Liberalen und kryptosozialistische Bekenntnisse ist anscheinend kein Anlass zu grotesk:

Screenshot:Twitter

Als sich unter dem Tweet Hursts empörte Reaktionen mehrten, setzte sie noch einen drauf und schrieb: „Ich nehme das zurück, es ist nicht in der FDP, es hat einfach gerne Geld und das verstehe ich.“ Als freie Journalistin, die ihre Reportagen und Dokumentationen sicher nicht gratis abliefert, sollte sie dies durchaus verstehen; was soll da der ironische Unterton?

Von öffentlichen Gebührengelder bezahlte Haltungsjournalisten beschwören gerne die „Solidarität“, fordern von anderen Altruismus und verfemen den schnöden Mammon – weil sie selbst genug davon haben. Denunziantentum und Blockwart-Mentalität richten sich in diesen Tagen nicht nur auf „Kontaktverbrecher“ und Mißachter der Abstandsgebote, sondern auch auf „Krisengewinnler“ – wo immer diese ausgemacht werden, und sei es in Nachbars Garten.

Abgesehen davon, dass 10 Euro für eine selbstgenähte, individuelle Stoffmaske ein absolut fairer Preis sind: Wenn sich die Dame schon ans Fenster hängt und wie ein neugieriges Waschweib alles verfolgt, was in ihrem Wohnumfeld so geschieht, um es dann per Twitter in die Welt hinauszutratschen, sollte sie die Kirche im Dorf lassen – und ihre Fundamentalkritik an Marktwirtschaft und Neoliberalismus nicht auf Kosten eines Schülers absondern, der in der Corona-Krise seine Zeit sinnvoll nutzt und sich etwas dazuverdienen möchte. (DM)