Deutschland im Corona-Wahn: Droht jetzt die Prohibition?

Bald ein Bild aus besseren Tagen? Foto: Collage

Statt einer „Rückkehr zur Normalität“ soll es nun eine „neue Normalität“ geben. Politiker aller Einheitsparteien Deutschlands zeigen sich kreativ, wenn es um die weitere Einschränkung bürgerlichen Freiheiten von geht. Unterrichtet werden soll nur noch in den Hauptfächern und das in „abgespeckter Form“, Mundschutzpflicht für Kita-Erzieherinnen und Co, niemand darf sich mehr dem anderen nähern und sogar ein Alkoholverbot droht dem Bürger in der „neuen Normalität“, wenn es nach den Regierenden geht. 

Nur wenn der Bürger sich weiterhin an Hygiene- und Distanzregeln halte, sei ein schrittweises „Zurück“ in den Alltag möglich, heißt es laut Welt in der Expertise der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, nach der sich die allwissende und ewige Kanzlerin voraussichtlich richten wird.

Ihre Untergebenen wie der saarländische CDU-Ministerpräsident Tobias Hans spricht von einer „neuen Normalität“, an die sich nun alle zu gewöhnen hätten.

In Schleswig-Holstein wird über strenge Distanzvorschriften in Kneipen und Restaurants nachgedacht. Damit die auch eingehalten werden, wird ein Alkoholverbot in Erwägung gezogen.

Der allseits beliebte SPD-Politiker Ralf Stegner plädiert in einem Gespräch mit der Welt für „Sperrstunden und vor allem strikte Abstandsvorschriften“, damit Gastronomie und Hotels wieder öffnen können. Gleiches gelte für den Einzelhandel und bei Dienstleistungen. „Für weitergehende volkspädagogische Maßnahmen“, so Stegner, „dürfte die Akzeptanz in der Bevölkerung gering sein“, weiß auch „Ralle“ Stegner.

FDP-Chef Christian Lindner möchte, daß das Tragen von Mund-Nasenschutz-Masken für Pflegekräfte, Heilberufe und Menschen mit vielen Kontakten wie Erzieherinnen in Kitas oder im Service Beschäftigte obligatorisch wird.

Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert „verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz“ im öffentlichen Nahverkehr, dem schließen sich die Wissenschaftler der Leopoldina an. Strenge Distanz- und Hygienevorschriften in Schulen und einen „abgespeckten, entzerrte und auf die Hauptfächer konzentriertem Stundenplan“ seien die für ihre Wiederöffnung, so die Expertentruppe aus Halle an der Saale.

Sie fordern von der Bevölkerung strenge Disziplin: Nur wenn sich alle an Hygienemaßnahmen, Distanzregeln und andere Auflagen halten würden, könnten Behörden, Einzelhandel, Dienstleistungsbetriebe und Restaurants wieder öffnen und dienstliche als auch private Reisen wieder gestattet werden. Nur unter der Voraussetzung, daß sich die Neuinfektionen auf niedrigem Niveau stabilisieren natürlich.

„Nichts wird wie es war“, verkündet der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Osteransprache seinen ergebenen Untertanen.

Morgen wird die Regierende mit ihrem „Corona-Kabinett“ über weitere Maßregelungen oder Lockerungen der neuen deutschen kontaktlosen Gesellschaft beraten. (MS)