Internationaler Journalistenschwachsinn

(Foto: Collage)

In einigen ausländischen Medien wird der bislang recht glimpfliche Verlauf der Virus-Krise in Deutschland mit der Person der Bundeskanzlerin in positive Verbindung gebracht. Und die konformistischen Massenmedien Deutschlands sind ohnehin voll des Lobes über die so wundersam „wiederauferstandene“ Angela Merkel.

Von Wolfgang Hübner

Dagegen werden hierzulande ganz unverblümt die bislang höheren Opferzahlen in den USA und Großbritannien auch mit ihren ungeliebten politischen Führern Trump und Johnson erklärt. Andererseits wird auffällig vermieden, die hohen Totenraten in Italien und Spanien in Beziehung zu setzen zu deren aktuellen linken Regierungen.

Um es kurz zu machen: Das alles ist international verbreiteter Journalistenschwachsinn, der entweder polemischer Verblendung oder notorischer Reflexionsunfähigkeit entstammt. Denn ob und warum es gravierende Unterschiede in der Folgewirkung des Virus in den verschiedenen Nationen gegeben haben wird, kann erst in einigen Monaten, vielleicht sogar Jahren nach eingehenden Analysen belastbar festgestellt werden.

Schon heute allerdings darf vermutet werden, dass dann der Zustand und das Niveau des Gesundheitswesens sowie der Volksgesundheit keine unwesentliche Rolle bei der Bilanz des dramatischen Geschehens spielen dürfte.

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