Deutschland, das Land der Dichter und Denker – das war einmal

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Unter dem Vorwand, dass eine gefährliche Virenepedemie unser Land und unser Leben bedroht, ist man dabei, uns Schritt für Schritt all das zu nehmen, was uns das Leben lebenswert macht. Gemäß Merkel und Konsorten wird es Großveranstaltungen in diesem Sommer nicht geben. Opern, Operette, Musical, Theater, Dichterlesungen, Kabarett, Liederabende, Big-Bands, Schlagerfestivals, Konzerte großer Meister, Irish Folk, Rockkonzerte, Kino, ja noch nicht mal der „große“ Roland Kaiser wird in Zukunft eine Bühne in unseren Landen betreten.

Von Renate Sandvoß

Die Bretter, die sprichwörtlich die Welt bedeuten, bleiben künftig leer, denn am Mittwoch verkündete die Bundesregierung zur Eindämmung der „Corona-Pandemie“ ein grundsätzliches Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August 2020. Auch „des Deutschen liebstes Kind“, der Fußball, darf nur noch ohne begeistertes Publikum stattfinden. Eigentlich undenkbar. Eine Probe davon zeigte bereits der Wintersport, der ohne Publikum eisiger und stiller war, als im letzten Jahr.

Kunst bringt Farbe und Freude in unser Leben. An Konzerte und Festivals erinnern wir uns noch viele Jahre lang. Literaturlesungen können prägend, bereichernd sein. Selbst ein schwungvoller Jazz-Frühschoppen auf einem Marktplatz anläßlich eines Wein- oder Stadtfestes beschwingt und macht fröhlich. All das läßt uns so manche Sorgen vergessen und ich bin der Meinung, dass es das Leben lebenswert macht.

Viele werden sagen, dass dieses Corona-Virus unser aller Leben bedroht und deshalb alles getan werden sollte, um uns zu schützen. Doch eine etwas abgeänderte Form des Corona-Virus gibt es schon seit vielen Jahren, bekannt als Influenza (Grippe). Jedes Jahr starben daran Tausende, ja 2017/18 sogar ca. 25.000 deutsche Landsleute. Keiner von uns hat damals davon erfahren, es wurde alles still und leise hingenommen, ohne mit der Wimper zu zucken. 2013 erreichte die Bundesregierung eine Warnung, die ein „kommendes Horrorszenario“ bereits durchspielte. Keine Reaktion der Kanzlerin und ihrer Gefolgschaft. Doch jetzt schien der richtige Zeitpunkt gekommen, um uns Bürger gefügig zu machen.

Der Focus berichtete von einem Geheimpapier der Regierung, in dem dazu aufgerufen wurde, möglichst viel Panik bei der Bevölkerung auszulösen. Angst lähmt die Menschen, und sie lassen so alles mit sich machen. Sie lassen sich wochenlang einkerkern, und wenn sie dann wieder an die Luft dürfen, sind sie so erleichtert, dass sie auf das gesamte Unterhaltungsprogramm, was den Menschen Freude macht, gerne verzichten. Hauptsache, es gibt genügend Toilettenpapier, Mehl, Nudeln – und Alkohol. Und was machen nun die freischaffenden Künstlerinnen und Künstler, denen die Aufträge wegbrechen? Ganz einfach, sie erhalten keine unbürokratische Hilfe von Bund und Ländern, sondern landen in der Grundsicherung.

Ich bin Malerin, Illustratorin, Autorin und habe viele Jahre Theater gespielt. Ich bin Künstlerin durch und durch. Mein Mann ist Musiker mit Leib und Seele. Wir und alle unsere Künstlerfreunde wollen unser Leben zurück. Kunst ist NICHT verzichtbar, Frau Merkel! Kunst und Kultur sind Labsal für die Seele , – jedenfalls für Menschen mit Empathie!