Rückendeckung für die WHO: Will Merkel die UN-Gesundheitsdiktatur?

Merkel bei Verkündung der Corona-Maßnahmen am 18.3.2020 (Foto:Imago)

Berlin / New York – Welche Gelegenheit auch immer sich bietet, die Gräben zu den USA zu vertiefen und Donald Trump eins mitzugeben – die GroKo steht bereit: Demonstrativ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Videokonferenz der G7-Staats-und-Regierungschefs zur Covid-19-Pandemie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Rücken gestärkt – einen Tag nachdem Trump die US-Gelder für die WHO gestrichen hatte und der Organisation Versagen vorwarf.

Bereits Anfang der Woche hatte Merkel angekündigt, die WHO-Einschätzung der Pandemie stärker bei künftigen Eindämmungs- und Beschränkungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Wie auch in der Klima- und Migrationspolitik setzt Merkel alles daran, die Entscheidungsebene auf supranationale Organisationen zu verlagen – zulasten der Souveränität von Einzel- und Nationstaaten.

Sie tut dies nicht, um sich der Verantwortung zu entledigen – sondern weil sie in Wahrheit, im tiefsten Inneren erkennbar nicht die Interessen Deutschlands vertritt, sondern Deutschland in einer utopischen Völkergemeinschaft aufgelöst sehen will. Deshalb ihre uneingeschränktes Bekenntnis zu Europa, das bereits in den unverantwortlichen Griechenland-Hilfen und nun wieder bei der Debatte zu Euro-, aktuell: Corona-Bonds zum Vorschein kam.

Vision der UN als Weltregierung

Spätestens mit dem Beitritt zum UN-Migrationspakt im Dezember 2018 machte Merkel klar, wo sie die Federführung für globale Krisen verortet – bei den Vereinten Nationen. Da ist es nur folgerichtig, dass ausgerechnet die von Korruptionsvorwürfen erschütterte und von Lobbyisten durchsetzte WHO zur Schaltzentrale der Corona-Krisenbewältigung werden soll. Die Pandemie, so die Kanzlerin laut ihrem Sprecher Seibert, könne „nur mit einer starken und koordinierten internationalen Antwort besiegt werden“. Auch anderen Gruppierungen wie der Globalen Impfallianz GAVI oder dem Globalen Funds GFATM sprach die Kanzlerin demnach „ihre volle Unterstützung aus“, so Seibert.

Die Eurokratie genügt also nicht mehr, es soll eher – zumindest im „Notstand“, der außer wegen Corona bedarfsweise auch zum Klimawandel denkbar wäre – in Richtung einer Weltregierung gehen. Nationale Alleingänge sollen verhindert werden – internationale Bürokraten- und Technokratenpools sollen die Macht haben. Zahlen dürfen diesen weltweiten Leviathan freilich die reichen Länder – ausgerechnet Deutschland, das so seine seine eigene Entmündigung finanziert. (DM)