ÖR im Corona-Wahn: Lauterbach häufigster Talkshow-Gast in Coronakrise

Foto: Karl Lauterbach (über dts Nachrichtenagentur)

Jouwatch hatte ja schon geschrieben, dass es in der Corona-Krise nicht nur Verlierer gibt. Einer der Sieger ist der wegen seiner hoch intelligenten Twitter-Posts berühmt-berüchtigte Politiker Karl Lauterbach.

Der SPD-Gesundheitsexperte ist zur Zeit der häufigste Talkshow-Gast. Der promovierte Epidemiologe Lauterbach wurde mit neun Auftritten am öftesten eingeladen, berichtet die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf eine eigene Auswertung der öffentlich-rechtlichen Formate „Maischberger. Die Woche“, „Anne Will“, „Markus Lanz“, „Hart aber fair“ und „Maybrit Illner“, die sich seit Jahresbeginn mit der Corona-Pandemie befasst haben.

Auf Platz zwei folgen mit je sieben Auftritten die Virologin Melanie Brinkmann von der Technischen Universität Braunschweig und ihr Kollege Alexander Kekulé, Professor an der Universität Halle-Wittenberg. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kommt laut BamS-Auswertung mit sechs Auftritten auf Platz vier, gefolgt von Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe von der Universität Hamburg, mit fünf Teilnahmen an Corona-Talkshows. Jeweils vier Mal saßen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sowie die Virologen Christian Drosten (von der Berliner Charité) und Hendrik Streeck (Universität Bonn) bei den Talkformaten von ARD und ZDF. Sie belegen damit Platz sechs.

Namen wie Wodarg oder Mölling tauchen natürlich nicht auf. Wer die Einschätzungen der Regierungsberater und verantwortlichen Politiker eben wie Lauterbach kritisiert und andere Erkenntnisse vermitteln möchte, wird mundtot gemacht oder als Verbreiter von Fake News abgestempelt.

Wie hat der Spiegel schon richtig geschrieben? „Leugnen, löschen, unterdrücken. Autoritäre Machthaber gehen in der Coronakrise scharf gegen Kritiker vor. Sie schränken lieber die Meinungsfreiheit ein, anstatt ihre Bürger über das Virus zu informieren.“

Natürlich meinen die Anti-Journalisten damit Machthaber wie Orban und Trump und nicht die Bundesregierung. So viel Staatstreue muss schon sein, schließlich müssen die Redakteure ja bezahlt werden.

Aber auch die Auswahl der Talkshow-Gäste zeigt: Wir leben in Zeiten der Staatspropaganda. (Quelle: dts)