PRESSESCHAU – Alte Berichte zeigen Niedergang des Journalismus

Warum muss man ein Jahrzehnt lang zurückgehen, um viele wirklich gute Zeitungsberichte zu finden? Diese Frage mag reichlich provokant klingen. Ist sie aber nicht. Denn ein Artikel der Wochenzeitung die ZEIT aus dem Jahr 2012 über die Windkraft sowie eine ARTE-Doku aus 2009 und Zitate von Rudolf Augstein belegen wie viele andere angestaubte Zeitungsberichte, wie Journalismus in der Zeit vor der Haltungs-Ära der Hofberichterstatter aussah: frech, offen, objektiv, unabhängig, gut geschrieben und oft gegen den Zeitgeist gebürstet.
Wer in die Archive steigt und sich alte Berichte besorgt, findet serienweise richtige Lese- und TV-Vergnügen. Sie stammen aus einer Zeit, als Journalisten noch alle Antennen ausstreckten und nicht ihrer Mission frönten, sondern der Jagd auf ALLE verfügbaren Fakten.
Es war auch eine Zeit, in der Berichte auf unvoreingenommener Recherche aufbauten und nicht die vorgefertigte Meinung wiedergaben.
Damals stand auch noch das Publikum im Mittelpunkt. Aus seiner Perspektive wurde berichtet. Heute wird ein großer Teil unserer Realität ausgeblendet, wir werden belehrt und erzogen. Und wer es wagt, Meinungen außerhalb des geltenden Narrativs zu äußern, kommt auf den medialen Scheiterhaufen …

(Quelle)