Linksgrüne Autofeindlichkeit: Berliner Straßen werden zu Spielplätzen

Kreuzberger Straßen - bald noch öfter autofrei (Foto:Imago/Pollack)

Berlin – In Friedrichshain-Kreuzberg nutzt die linksgrüne Bezirksverwaltung die Corona-Krise schamlos aus, um ihre notorisch gegen den Individualverkehr gerichtete Politik fortzusetzen – und die ohnehin angespannte Verkehrssituation weiter zu verschärfen. Anscheinend sollen so noch mehr Menschen zur Nutzung von U- und S-Bahnen gezwungen werden.

Dass sie sich dort dann umso eher mit Corona infizieren, ist für Kreuzberg-Friedrichshains stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Knut Mildner-Spindler von der „Linken“ wohl ein verschmerzbares Opfer, wenn es darum geht, Straßen zu Spielplätzen und Fußgängerzonen umzuwandeln. Ab dem 1. Mai – an diesem Datum dürfen infolge der Lockerungen die ersten Spielplätze in Berlin wiedereröffnen – will der Bezirk bis zu 30 Straßen an Sonn- und Feiertagen für Fahrzeuge sperren, wie die „B.Z.“ berichtet.

Zunächst mittags bis abends, zwischen 12 und 18 Uhr, sollen die Straßen in der Nähe von Spielplätzen „zum Spielen und für Fußgänger freigegeben werden“, teilte das Bezirksamt gestern mit. Es ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum grünen Wunschtraum der autofreien Innenstadt. Schamlos wird hierzu der Ausnahmezustand ausgenutzt, in dem Wirtschafts- und Geschäftsleben trotz der teilweisen Öffnungen weitgehend brachliegen und die Verunsicherung der Bevölkerung riesig ist, so dass renitente Proteste kaum zu befürchten sind.

Kinder als Alibi für Autofeindlichkeit

Um auf Nummer Sicher zu gehen, begründet der Bezirk die Teilsperrung der Straßen denn auch ausgerechnet mit Corona: Dem „Bewegungsdrang von Kindern“ könne so „unter den Bedingungen des Infektionsschutzes besser nachgegeben“ werden, erklärte die Verwaltung.

Bei der Durchsetzung der Sperrungen setzt die Politik auf das Engagement der Bürger: In einem öffentlichen Aufruf soll ab Montag zur Gründung von „Nachbarschaftsinitiativen“ aufgerufen werden. Anwohner dürfen die gesperrten Straßen laut Sprecherin weiterhin passieren. Alle anderen Autofahrer können schauen, wo sie bleiben – oder mit selbstgenähter Schutzmaske den besonderen Charme der öffentlichen Berliner Verkehrsmittel erleben… (DM)