Das heuchlerische Gebrüll der Grünen: Palmer knickt nach Corona-Aussage ein

Palmer (Foto:Imago)

Tübingens grüner OB Palmer fordert seit Wochen einen Corona-Strategiewechsel und konkretisierte: Wir retten gerade Menschen, die wegen ihres Alters oder wegen Vorerkrankungen in einem halben Jahr sowieso tot wären. Seine scheinheiligen grünen Genossen, die gar nicht genug Abtreibungen haben können, fallen über Palmer her und bejammern mögliche Tote.

Das grüne Geschrei ist laut und schrill und wie so oft, scheinheilig bis ins Mark: „Boris Palmer spricht nicht für die Grünen. Mit seinen kalkulierten Ausrutschern und inszenierten Tabubrüchen beteiligt er sich an einer Polarisierung und Brutalisierung der öffentlichen Debatte“, krakelt die grüne baden-württembergische Landesvorsitzende Sandra Detzer. Palmers Aussagen seien mit den politischen Werten der Grünen nicht vereinbar, heißt es staatstragend weiter.

Was hat Palmer getan? Palmer fordert – wie jouwatch berichtete – seit Wochen, die Corona-Strategie zu ändern, den Shutdown aufzulockern und ältere und kranke Menschen durch Isolation zu schützen. Bei Sat 1 am konkretisierte Palmer dann am Dienstag nochmals seine Ansage und meinte: „Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr wegen ihres Alters oder wegen schwerer Vorerkrankungen sowieso tot wären.“ Der Oberbürgermeister hatte in dem Interview hinzugefügt, dass der Shutdown in vielen Ländern der Welt die Armut verschärfen und etwa eine Million Kinder das Leben kosten könnte.

Wie geheuchelt die angeblich grüne Sorge um das Leben ist, zeigt die Abtreibungs-Geilheit der Grünen. Wie bereits mehrfach berichtet, reicht es den Grünen nicht aus, bis zum dritten Schwangerschaftsmonat abzutreiben. Der § 218 soll nach grünem Gusto komplett abgeschafft werden und die Abtreibung bis zum 9. Monat legalisiert werden. Katrin Göring-Eckardt – damals Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag – bestätigte in einem Interview mit der taz am 4. August 2019: „Die Abschaffung des § 218 ist eine Forderung der Grünen. Ich vertrete diese Forderung auch.“ Und sie setzt noch eines drauf: „Eine Abschaffung des Paragrafen 218 wäre ein frauenpolitischer Meilenstein, den wir niemals aus den Augen verlieren dürfen.“ Ein Jahr vorher machten sich die roten Genossen der SPD-Nachwuchsorganisation, die Jungsozialisten (Jusos) für die Abschaffung des Paragrafen 218 stark.

Die Abtreibungsbejublerin Göring-Eckardt gibt aktuell die Lebensschützerin und keilt in der bekannten, grünen verlogenen Art und Weise in der Funke Mediengruppe gegen Palmer: „Unsere Verfassung ist eindeutig: Menschenwürde heißt auch, dass die Gesundheit jedes Menschen geschützt wird. Egal, wie alt wir sind.“

Palmer lehnte bis vor Kurzem eine Entschuldigung ab. Gegenüber der FAZ meinte Palmer, er habe nur „Fakten der Vereinten Nationen und einen Zielkonflikt“ beschrieben. „Ich weiß nicht, wie ich mich für Fakten entschuldigen könnte.“

Jetzt beugt er sich doch dem massiven grünen Druck, gab den Geläuterten und enschuldigte sich am Dienstagabend:„Ich habe darauf hingewiesen, dass die Methode unseres Schutzes so schwere Wirtschaftsschäden auslöst, dass deswegen viele Kinder sterben müssen. Das will ich nicht hinnehmen und fordere einen besseren Schutz unsere Risikogruppen ohne diese Nebenwirkungen.“ (SB)