Söders Allmachtsphantasien: Wer säuft wird weggesperrt?

(Bild: Bayerische Staatsregierung)

Obwohl die komplett überzogenen Corona-Maßnahmen auch in Bayern das Gastronomiegewerbe an den Rand der Existenz getrieben haben, legt Ministerpräsident Söder noch eins oben auf: Alkohol würde die Gastronomie-Lockerung erschweren. Will Söder nun auch noch jeden, der trinkt, wegsperren?

Sorgen vor unvorsichtigen alkoholisierten Gästen machen nach Ansicht des Corona-Maßnahmen-Weltmeisters Markus Söder angedachte Lockerungen in der Gastronomie besonders schwer. Auch wenn nächste Woche über Perspektiven für Gastronomie und Handel gesprochen werde und die Beteiligten „kluge, tolle Konzepte“ vorgelegt hätten, bleibe der Bereich „die größte Herausforderung“, meint der bayerische Ministerpräsident im Allmachtsphantasienrausch nach der Pressekonferenz in Berlin mit Angela Merkel am Donnerstagabend.

Söder warnt laut dem Merkur: In der Gastronomie mache ein Mundschutz der Gäste wenig Sinn und das Distanzgebot, was zur Verhinderung weiterer Ansteckungen zentral sei, „bleibt angesichts von Alkohol nun, sagen wir, zumindest schwerer konsequent umsetzbar“.

Die Folgen der wahnwitzig überzogenen Corona-Maßnahmen schlagen nun auch auf den Arbeitsmarkt in Bayern durch. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, stieg die Zahl der Arbeitslosen im April im Vergleich zum Vormonat um rund 40 700 auf jetzt knapp 272 000. Im Vergleich zum Vormonat entspricht das einem Anstieg um 17,6 Prozent. Und noch immer mahnt Söder vor angeblich „übereilten Lockerungen“ und betonte nochmals – was ganz im Sinne der Pharmaindustie sein dürfte – dass eine „zweite Welle, ein Rückfall“ drohe, solange es keinen Impfstoff gebe. (SB)