Die Hühnerfarm: Merkels Bundesdiktatur Deutschland

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Wer alt genug ist, der weiß, daß Merkeldeutschland mit der Bonner Republik der Vorwendezeit überhaupt keine Ähnlichkeit mehr hat. Wer zu jung ist, um die Bonner Republik kennengelernt zu haben, der weiß es natürlich nicht und hält die heutige Berliner Republik für das, was sie angeblich seit 1949 respektive 1990 ununterbrochen gewesen sein soll: Ein demokratischer Rechtsstaat. Träume sind Schäume.

von Max Erdinger

Es ist eine der bittersten Erfahrungen, die man in diesen Wochen zu machen hat. Nichts von dem, was seit Jahrzehnten als Ursache für die Entstehung einer Diktatur auf deutschem Boden gelehrt worden ist, scheint den Nagel genau auf den Kopf getroffen zu haben. Man braucht keine Nationalsozialisten, um eine Diktatur zu haben. Internationalsozialisten reichen ebenfalls. Aber die ganze Erklärung ist das auch nicht.

Man braucht immer zwei zum Tangotanzen. Was die schleichende Verwandlung eines demokratischen Rechtsstaates in eine Diktatur angeht, braucht man zunächst einmal Ideologen an der Macht. Das ist kein Problem. Das haben wir schon lange. Was früher vielleicht die „Volkssolidarität“ genannt worden wäre, heißt heute eben „menschliche Gesellschaft“. Was früher die „internationale Solidarität“ oder die „Völkerfreundschaft“ genannt worden ist, das heißt heute eben Globalisierung. Was früher „ein Volk, ein Reich, ein Führer“ beschrieb, das beschreibt heute eben „eine Gesellschaft, eine Welt, ein Konsens“. „Konsensdemokratie“ klingt eben freundlicher als „Diktatur“.

Inhaltlich hat sich zwar etwas geändert, die Geisteshaltung ist aber im Prinzip dieselbe. Aus „du bist nichts, dein Volk ist alles“ wurde inzwischen „du bist ein Mündel, dein Staat ist alles“. Während sich die Bürger früher noch respektvoll siezten, und zwar ganz gleich, ob sie sich untereinander adressierten oder den Herrn Bundeskanzler, gibt es heute Unterschiede: Der öffentlich-rechtliche Radiosender Bayern 3 duzt seine Hörer, redet aber von der Bundeskanzlerin nicht als von „die Angela aus Berlin“, sondern von Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Das ist in sozialistischen Diktaturen so. In der DDR war das einfache Volk ebenfalls „Genosse Du“, während der Staatsratsvorsitzende der „Genosse Sie“ gewesen ist. Seltsamerweise lief das damals wie heute unter dem Oberbegriff „klassenlose Gesellschaft“. Es braucht also für eine Diktatur immer einen Diktator einerseits, und das Volk andererseits, welches sich einen Diktator bieten läßt. Im günstigsten Fall ist das so. Im ungünstigsten Fall hat man ein Volk, das einen Diktator haben will. Den ungünstigsten Fall haben wir allerweil.

Das Virus zur Diktatur

In der Coronakrise, einer bemerkenswerten polit-medialen Inszenierung, scheint die Kanzlerin, meinetwegen auch die Staatsratsvorsitzende, an Zustimmung gewonnen zu haben. Jedenfalls war das bis vor kurzem noch so, wenn man den veröffentlichten Umfrageergebnissen glauben darf, was man natürlich nicht darf.

Es ist nicht ganz klar, ob sich das Blatt gerade wendet. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Fest steht: Egal, wie groß der Bockmist ist, den eine Regierung baut, ihre Mitglieder wären die letzten, die sich erlauben könnten, eigene Fehler einzugestehen. Deswegen bräuchte es eine respektierte und funktionierende Opposition. Niemand kann sich noch Illusionen darüber machen, daß hierzulande keine Opposition mehr respektiert wird. Im Gegenteil. Sie wird verteufelt. Es gilt: Je größer der Bockmist, den die Regierung baut, desto unwahrscheinlicher eine Kurskorrektur, da jede Kurskorrektur das Eingeständnis des vorherigen Versagens beinhaltet, was wiederum zum Verlust von Macht & Einfluß führt.

Wenn die Regierung an etwas Bestimmtem überhaupt kein Interesse hat, dann ist es der Verlust von Macht & Einfluß. Eine Kurskorrektur ist also das letzte, was man von einer Regierung erwarten darf, deren oberstes Ziel ihr eigener Machterhalt ist, und die auch die Opposition deshalb mit einem Verfassungsschutz verfolgen kann, weil der eben noch Verfassungsschutz heißt – und nicht etwa „Ministerium für Staatssicherheit“. Begriffe sind alles. Günstig im Sinne ihres eigenen Machterhalts ist es für eine Regierung auch, wenn ihr ein effizienter Propaganda-Apparat zur Verfügung steht, der dem Volk erklärt, was es als Bockmist identifiziere sei in Wahrheit güldener Seim, den es nur deswegen nicht als solchen erkennen könne, weil ihm die Weisheit der Regierenden fehlt, weswegen es ja schließlich regiert wird, anstatt einfach verwaltet zu werden.

Gerade was die Kanzlerschaft von Angela Merkel angeht, verstärkt sich aber zunehmend der Eindruck, daß der Wissensvorsprung der Regierung ein künstlicher sein könnte, geschaffen dadurch, daß dem Volk Wissen vorenthalten wird, das ihm eigentlich vermittelt werden sollte, wenn es als demokratische Gesellschaft funktionieren soll. Oder wie Thomas de Maiziére das einmal ausdrückte: „Die Antworten könnten Teile der Bevölkerung verunsichern“.

Information ist hierzulande schon lange durch Indoktrination ersetzt worden. Man nennt es eben nicht mehr Propaganda, sondern „Haltungsjournalismus“. Wer den propagiert, Georg Restle und Anja Reschke von der ARD z.B., muß sich nicht mehr als Propagandist begreifen, sondern darf sich als einen Menschen mit einer besonders edlen, weil besonders menschlichen Gesinnung präsentieren, als Maßstab für alle anderen. Die Arroganz des herrschenden juste milieus ist wahrlich gigantisch.

Die Diktatur der Gesinnungsethiker

Das Bequemste an einer massenkompatiblen Gesinnung ist, daß man sie mit wenig Aufwand haben kann. Das ist fatal. In Deutschland genießt bereits derjenige Ansehen, der „das Richtige“ will. Und was das Richtige ist, wird tagein-taugaus in den Medien heruntergenudelt. Als richtig gilt beispielsweise, daß die Umwelt unschuldig und lieb ist, weswegen man sie vor den Bösen schützen muß. Der Böse ist jemand, der behauptet, es gebe keine Umwelt, sondern eine Welt, und daß die nicht Freund des Menschen, sondern seine Voraussetzung sei. Und daß sie sich des guten Menschen jederzeit entledigen kann. Erdbeben, Tsunamis, Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche, verheerende Dürren oder meterhoher Schnee: Die Welt „überlegt“ sich nicht, daß alles das diejenigen trifft, die sie eigentlich „schützen“ wollen. Auch die Viren sind durchaus von dieser Welt. Die Welt kennt keine Dankbarkeit. Daß alles irgendeinem guten Willen folge, ist eine Wahnvorstellung von Ideologen. Gleichberechtigung und Gleichstellung sind ebenfalls Ergebisse von Wahnvorstellungen. Wie Männer und Frauen sind, hängt nicht davon ab, wozu der „gute Mensch“ sie machen will.

Das Ersatzproletariat: Frauen und Minderheiten

Auf jeden Fall geben Frauen aber ein gutes Ersatzproletariat ab, weil sich der obsolet gewordene Klassenkampf in der klassenlosen Gesellschaft gut durch einen Geschlechterkampf ersetzen läßt und so die Weltverbesserer ernährt. Inzwischen haben die vom bösen Patriarchat befreiten, und von gutmeinenden Ideologen als nunmehr „Berechtigte“ ins Staatseigentum überführten Frauen zu ihren Menschenrechten auch noch die Frauenrechte obendrauf, was im Resultat dazu führte, daß kollektives Überleben oder Nichtüberleben allein ihre Entscheidung geworden ist. Ganz böse ist, wer behauptet, zwei Geschlechter gebe es überhaupt nur wegen der Fortpflanzung, daß die wiederum durchaus Angelegenheit beider Geschlechter sei, und daß, wer „Frau“ von „Schwangerschaft“ trennt, um ihr fürderhin den Mann als den Maßstab ihrer selbst vorzusetzen, kein guter Mensch, sondern ein völlig enthirntes Rindvieh sei, das nicht wahrhaben will, was Frauen sind. Gleichheit über alles. Frauen und Männer sind nicht gleich, was ja auch völlig widersinnig wäre. Sie haben es lediglich zu sein, weil das eine „schöne Idee“ ist. Und weil es in der Menschheitsgeschichte kulturelle Entwicklung gibt, aber keine Degeneration. Das ist für sich genommen schon wieder eine „schöne Vorstellung“.

Kultur: Entwicklung oder Degeneration?

Nur ein böser Mensch würde behaupten, daß wir kulturell degenerieren. Böse wäre er deshalb, weil er dadurch bestreitet, daß das Bessere immer in der Zukunft liegt. Und wer das bestreitet, raubt dem Internationalsozialisten seinen ganzen frei erfundenen Lebenssinn. Das Bessere hat gefälligst in der Zukunft zu liegen. Wo befindet sich die Zukunft? – Vorn. Deswegen müssen alle immer „nach vorne schauen“. Vorwärts! Wie es wohl kommt, daß die „Zukunft oben“, die je eigene Zukunft im Himmel also, so aus der Mode gekommen ist? – Na egal.

Es gibt nur noch eine personenunabhängige „die Zukunft“. Denken wir lieber nicht darüber nach, daß die Zukunft auf Erden uns selbst mit jedem verstrichenen Tag immer weniger betrifft, umso mehr aber diejenigen, die heute oder morgen erst zur Welt kommen, und daß die sich ihre Gegenwart, unsere eingebildete Zukunft also, auch ohne uns gestalten werden. Jedenfalls liegt das Bessere immer in der „die Zukunft“, weswegen Ideologen inzwischen seit Generationen ihre Zeitgenossen damit nerven dürfen, daß ihr Leben in der Gegenwart dringend veränderungsbedürftig sei. Wer nicht „für eine bessere Zukunft“ ist, schießt sich selbst ins gesellschaftliche Aus. Die richtige Gesinnung ist alles geworden. Und das ist schon einmal eine exzellente Voraussetzung, um eine Diktatur zu errichten.

Man kann die kulturelle Degeneration beispielsweise wunderbar an der Verarmung des Wortschatzes beobachten. Es hat, glaube ich, noch keine Generation gegeben, in der ein Satz wie: „Die Bürde meiner schweren Sorgen drückt mir das Gemüt ins trübe Grau“, durch einen Tränen-Smilie ersetzt worden wäre. Bin isch voll traurisch, Alder, ey. Auch die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte mit einer Konstruktion aus Indikativen und Konjuktiven samt einer grammatikalisch korrekten Verwendung der Tempora in einen einzigen Satz mit Nebensätzen zu gießen, verschwindet zunehmend … äh … wo? In der Zukunft? Oder doch in der Vergangenheit? Ich meine, wenn sie doch zunehmend verschwindet? Solche Fragen stellt sich heute kaum noch jemand, noch nicht einmal spaßeshalber. Wenn etwas „zunehmend verschwindet“: Klar, es verschwindet in der Gegenwart. Aber wohin verschwindet es? Jedenfalls gilt nicht mehr „Ich denke, also bin ich“, sondern „Isch bin, weil isch Bock auf dies oder das hab“. Wobei „dies“ und „das“ natürlich zu „das“ und „na das da!“ geworden sind.

Womit wir dann beim Thema Geist & Materie gelandet wären, das wiederum mehr mit Diktatur zu tun hat, als man auf den ersten Blick annehmen würde.

Die materialistische Diktatur

Der langjährige Leser meiner Texte ahnt, was jetzt kommt. „Jetzt fängt der Spinner wieder mit der Mutter und der Materie an“. So leid mir das tut: Das ist das Thema überhaupt, wenn es um die Freiheit des Geistes und die diktatorische Knechtung des Geistes durch die Materie geht. Und ob es das ist, hängt nicht davon ab, ob es überhaupt jemand hören will. Wenn nämlich Sprache der Fähigkeit dient, die Welt und die Gedanken in dieser Welt abzubilden, dann ist Etymologie – also die Wissenschaft von der Herkunft der Wörter – , eine sehr interessante Möglichkeit, geistesgeschichtliche Entwicklungen zu verfolgen, respektive frühere Bewußtseinszustände mit den heutigen zu vergleichen. Vergleiche wiederum stellt man an, um zu Urteilen, auch zu Werturteilen zu kommen. Und früher haben sich die Menschen auch ihre Gedanken gemacht, welche Wörter sie benutzen sollten, um bestimmte Sachverhalte zu benennen. Die Sprache wurde nicht erst vor fünfzig Jahren erfunden. Und los geht´s.

These 1: Der Mann will etwas beweisen, die Frau will etwas erreichen

Mit dem Beweis ist es so: Wenn er steht, dann bleibt es jedem Einzelnen überlassen, seine Rückschlüsse zu ziehen. Mit dem Ziel ist es anders: Wer eines hat, tut gut daran, alle anderen unter dem Gesichtspunkt zu sehen, daß sie seinem Ziel möglichst dienlich sein sollen. Weiter oben habe ich schon geschrieben, daß Frauen sind, was sie sind, und nicht das, wofür sie gehalten werden wollen oder sollen. Unzweifelhaft sind sie diejenigen, die innerhalb der menschlichen Zweigeschlechtlichkeit den größeren und schwereren Part an der gemeinsamen Fortpflanzung zu übernehmen haben. Deswegen sind auch sie diejenigen, die von Natur aus ein Interesse daran haben, sich Unterstützung zu sichern. Wie frei ist da – rein biologisch betrachtet – der Mann? Er spendet seinen Samen und dann könnte er eigentlich gehen, wohin er will. Seinen Beitrag zur Fortpflanzung und damit zum Überleben des Ganzen hätte er geleistet. Gut, aber das Leben ist nicht nur Biologie, sondern auch Kultur. Und gottdammich, seit einem halben Jahrhundert ist es sogar Soziologie mehr als alles andere. Aber egal jetzt.

Um den Mann zum Bleiben zu bewegen, und dazu, daß er sich um die Frucht seiner Lenden auch kümmert, mussten ihm Verlockungen angeboten werden, die sogenannten Privilegien. Die mussten noch nicht einmal welche sein, aber halten musste er sie für welche. Wichtig war, daß er zunächst der Schwangeren und später der Mutter (lat. mater) die „materielle Sicherheit“ verschafft, die das neugeborene Leben braucht, bevor es sich später von einem rein an materiellen und emotionalen Bedürfnissen (Nahrung, Wärme, Liebe) orientierten Sein zu einem geistigen Leben entwickelt. Richtig ist sicherlich, daß zunächst die Mutter die wichtigste Person im Leben des Neugeborenen ist (Mater, Materie: die Brust, der Säugling), und daß der Vater mit den Kenntnissen, die er braucht, um materielle Sicherheit zu gewährleisten, erst später immer mehr an Wichtigkeit im Leben seiner Kinder gewinnt, dann, wenn sich ihr Geist entwickeln soll. Er nimmt sie in seine Welt mit, wenn sie älter werden.

Genau genommen gibt es nichts asozialeres, egozentrischeres und hilfsbedürftigeres als einen Neugeborenen. Seine ganze Welt dreht sich nur um seine Nasenspitze. Der Neugeborene ist ein Subjektivist wie er im Buche steht. Und so einen kleinen Subjektivisten muß man nicht nur verstehen, sondern auch lieben, damit er groß wird. Das tun die meisten Mütter. Väter zwar auch, aber wenn das Neugeborene zu stressig wird, dann geben sie es meistens doch lieber bei seiner Mutter ab. Männer können ein Neugeborenes meistens nur eine begrenzte Zeit lang interessant finden, immer wieder zwar, aber nicht die ganze Zeit, so wie Mütter. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wir haben also bis hierhin schon die Mater und die Materie. Fehlt noch der Materialismus. Etymologisch kommt er nämlich von der „Mater“ und der „Materie“.

These 2: Der Tausch des Patriarchats gegen ein staatlich gepampertes Matriarchat ist der Turbo für den Materialismus. Materialismus führt zur Diktatur.

Max Horkheimer, den ich ungern zitiere, weil er führender Sozialphilosoph jener Frankfurter Schule war, die als Ganzes im Grunde ein Institut für Weltenzerdenkerei und Chaos gewesen ist, meinte in einer Studie über Autorität und Familie bereits 1936: „In doppelter Weise stärkt die familiale Rolle der Frau die Autorität des Bestehenden. Als abhängig von der Stellung und vom Verdienst des Mannes ist sie darauf angewiesen, dass der Hausvater sich den Verhältnissen fügt, unter keinen Umständen sich gegen die herrschende Gewalt auflehnt, sondern alles aufbietet, um in der Gegenwart vorwärts zu kommen. Ein tiefes ökonomisches, ja physiologisches Interesse verbindet die Frau mit dem Ehrgeiz des Mannes, vor allem ist es ihr jedoch um die eigene ökonomische Sicherheit und die ihrer Kinder zu tun.

Wenn Horkheimer damit recht hatte, dann bestätigt das meine Ansicht, daß männliche Privilegien in Wahrheit immer nur die Einbildung von Privilegien gewesen sind. Das ist aber nur das Eine. Etwas anderes ist die Überlegung, daß Frauen natürlich auch dann Frauen bleiben, wenn sie im jeweiligen Einzelfall kinderlos sind. Und in ihrer psychischen Ausrichtung aufgrund der unveränderlichen Biologie ändert sich auch trotz aller Anstrengungen der größtenteils marxistisch tickenden deutschen Soziologen und Sozialpsychologen nichts, ganz egal, wie sehr sie eine neue Gesellschaft und einen neuen Menschen formen wollen für ihre immer menschlichere „menschliche Gesellschaft“. Es ändert sich auch dadurch nicht, daß im Gegensatz zu 1936 heute nicht mehr die „mütterliche Mutter“ (Mutterkreuz) gesellschaftliches Idealbild ist, sondern die berufstätige. Nebenbei bemerkt: Glaubt jemand, daß die Frauen insgesamt heute glücklicher sind als vor hundert Jahren? Ich habe Zweifel trotz allem, was dazu propagiert wird. So viel steht aber fest: Was Biologen heutzutage unter der Diktatur einer sich in der Wissenschaftshierarchie nach oben geputschten Soziologenkaste auszuhalten haben, weiß niemand besser, als der Biologieprofessor Ulrich Kutschera. Die Biologie selbst wird von nicht wenigen Soziologen ihrer Erkenntnisse wegen pejorativ als „biologistisch“ denunziert.

Womit wir dann bei der soziologisch gleichbefähigten Frau Merkel und ähnlichen politischen Heimsuchungen ihres Geschlechts wären. Und die gibt es inzwischen massenhaft. Auch hier gilt natürlich: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Diktatur früher und heute

Daß eigentlich alle Diktatoren früher Männer gewesen sind, spielt heute keine Rolle mehr. Eben weil das Dogma von der Gleichbefähigung der Geschlechter, ihrer Gleichheit, der Gleichberechtigug und gleich-geht´s-los herrscht, können heute auch Frauen zu Diktatoren werden. Von ihrer Natur her sind sie dazu regelrecht prädestiniert. Eine Diktatorin wäre ein Diktator im Quadrat – und schwerer zu identifizieren, weil sie selbst natürlich bestreiten würde, Diktatorin zu sein. Der Diktator hingegen protzt sogar damit. Er muß seine Macht zeigen, Frau hingegen nicht. Die lebt gut davon, daß sich Männer gern für die wahrhaft Mächtigen zu halten gewöhnt sind. Frauen wollen ja auch nichts beweisen, sondern etwas erreichen.

Das sehr weise Märchen vom Fischer und seiner Frau („Buttje, Buttje, in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, als ich wohl will.“) nennt die offensichtlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern so, wie sie auch schon Thornton Wilder in seinem Roman „Die Iden des März“ beschrieben hat, in welchem er Cicero folgendes Zitat in den Mund legte: „Wäre die Zivilisation in den Händen der Frauen geblieben, wir hausten noch immer in Berghöhlen, und menschliche Erfindungen hätten mit der Zähmung des Feuers ihr Ende genommen. Darüber hinaus, dass eine Höhle ihnen Schutz biete, verlangen sie von ihr nur, dass sie um einen Grad protziger sei als die der Nachbarsfrau.“ Das läßt sich im Falle einer sozialistisch-protestantischen Kanzlerin und Pfarrerstochter vermutlich übertragen auf: “ … verlangt sie von ihrem Staat nur, dass er um einen Grad menschlicher und gerechter sei als der des Nachbardespoten (in Österreich oder in Frankreich)“.

Wie das erreicht werden soll, ist nachrangig. Hauptsache, es wird erreicht, und sei es, daß man als Frau dazu alle Regeln über den Haufen wirft, die sich kluge Männer in ihrer geistigen Unabhängigkeit einmal ausgedacht haben. Das Dogma von der moralischen Höherwertigkeit der Frau ist ohnehin zementiert – und das Volk hat es verinnerlicht. Der männliche Politiker, der sich diesem Dogma heute nicht fügt, wird eine Karriere über den Status eines Bürgermeisters hinaus wohl kaum noch machen. Der Feminismuskritiker gilt als Frauenfeind selbst dann, wenn er Frauen dafür liebt, daß sie sind, was sie sind, anstatt dafür, was sie sich einzubilden gelernt haben. Jeder zweite Mensch in seinem Leben ist eine Frau. Er weiß, was Frauen sind und muß es sich nicht erst erklären lassen. Aber: Kein „Frauenfeind“ wird hierzulande noch irgendetwas.

Gerade bei Frau Merkel muß man konstatieren, daß ihr wohl bald jedes Mittel recht ist, sich „im Sattel“ zu behaupten. Grundgesetz, Länderverfassung, Logik, Fairness, Aufrichtigkeit, Verantwortungsübernahme – alles das sind keinesfalls die bestimmenden Kriterien ihres Handelns. Sie hat ein Ziel und will es erreichen, fast egal, wie. Deswegen muß das Abgleiten unseres Landes von der Staatsform Bundesrepublik in eine Bundesdiktatur mit Frau Merkel in Verbindung gebracht werden. Es hat uns aber egal zu sein, was Frau Merkel erreichen will. Als Bundeskanzlerin hat sie die Interessen des deutschen Volks zu vertreten, nicht das Volk die Interessen von Frau Merkel. Genau so sieht die Bundesrepublik aber bereits aus: Als ob das Volk die zu verwaltende Knetmasse für Frau Merkels Vorstellungen von einer „besseren Zukunft“ sei. Die „bessere Zukunft“ war bisher immer das Leitbild aller Diktatoren. Mit der „besseren Zukunft“ nach ihrem persönlichen Geschmack haben sie noch jedesmal Unrecht und Willkür gerechtfertigt. Höchste Zeit, der Heimsuchung im Kanzleramt endlich die Weiblichkeitsmaske vom Gesicht zu reißen, hinter der sie sich verstecken kann, weil „Frau“ zugleich „gut“ ist. Wenn man es sich recht überlegt, ist sie inzwischen schon Staatsratsvorsitzende und der Verfassungsschutz ein Ministerium für Staatssicherheit. Das wird sich noch steigern, wenn man diese Frau nicht endlich stoppt.