Corona-Pessimismus in Dauerschleife: Lauterbach fragen und verzagen

SPD-Unke Lauterbach (Foto:Bundestag)

Düren – Kein Tag vergeht, an dem man nicht vor Fremdscham im Boden versinken möchte ob der wundersamen Debatteneinlassungen des SPD-„Gesundheitsexperten“ Karl Lauterbach. Selbst wenn über Wochen keine einzige Corona-Neuinfektion in Deutschland mehr erfasst würde, wäre dieser Berufspessimist noch auf dem Alarmistentrip…

Neuestes Lamento Lauterbachs: Er kritisiert die sogenannte Heinsberg-Studie des Bonner Chefvirologen Hendrik Streeck als „nicht repräsentativ“ – kein Wunder, gab diese doch Anlass zu verhaltenem Optimismus, was bereits vorliegende Immunität in der Bevölkerung gegen Sars-CoV2 und vor allem die Sterblichkeit von Covid-19 anlangte. Lauterbach mimt einmal wieder den Party-Pooper: „Die Zahlen beziehen sich nur auf die kleine Gemeinde Gangelt… dort sind alte und jungen Menschen unterrepräsentiert“, erklärte er gegenüber dem Magazin „Cicero„.

Die Tatsache, dass sich die positiv Getesteten „alle bei einem Event, dem Karneval“, infiziert hätten, seien der Grund dafür gewesen, dass sie so früh entdeckt werden konnten. Und die schweren Fälle konnten „alle in Top-Kliniken behandelt werden“, so Lauterbach laut „dts Nachrichtenagentur“ – und dies sei somit „nicht repräsentativ für den Rest der Republik“. Wäre „auch nur ein einziges Pflegeheim betroffen gewesen, hätten wir gleich eine ganz andere Sterblichkeit gehabt.“

Und dann folgt wieder so ein Statement, das beweist, wie wenig sich Lauterbach, der sich die berufene Expertenrunde anmaßt, mit der Virusausbreitung (und dessen Veränderung in Abhängigkeit von den politischen Maßnahmen) in Wahrheit beschäftigt zu haben scheint: Dass die Zahl der Infizierten nach Ostern bundesweit „nicht wieder explodiert“ sei, obwohl tausende in Parks strömten und viele das Abstandsgebot ignorierten, führt Lauterbach auf die Einführung der Maskenpflicht zurück: „Das war ein wichtiger Schritt nach vorn.“ Wie bitte, „nach Ostern“? Zur zeitlichen Einordnung: Ostern war am 12. April, die Einführung der Maskenpflicht erfolgte zum 27. April – mehr als zwei Wochen (und damit einen kompletten Inkubationsdurchlauf) später…