Roy Horn: Erst Tigerangriff, dann hoher Blutverlust, Schlaganfälle, Gehirnoperation und jetzt auch noch von Corona getötet?

Magier Roy Uwe Ludwig Horn von Siegfried und Roy wird im Rollstuhl aus einem Hotel in München geschoben / Datum: 09.05.2019 (Foto: Imago)

Die „Bild“ (aber natürlich auch alle anderen Corona-Klick-Medien) hat sich mal wieder einen typischen „Corona-Toten“ gebastelt. Und das musste natürlich ein Promi sein, darunter machen es die Zeilenschläger nun mal nicht.

So dürfen wir dann voller Entsetzen folgendes lesen:

„MAGIER VON „SIEGFRIED & ROY: “Vegas-Star Roy Horn stirbt an Corona“

Wie kann man nur so viel Pech haben. Am Schluss dieses dramatischen Beitrags erfahren wir nämlich, dass die Karriere von Roy Horn bereits im Oktober 2003, also vor 17 Jahren endete, als ein Tiger den Magier bei einer Vorstellung schwer verletzte. „Von dem schweren Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte sich Horn nie mehr vollständig erholen.“

Wer das dazu gehörige Foto betrachtet, erkennt einen schwer gezeichneten und schwer kranken Mann. Dieses Foto stammt aus dem Mai letzten Jahres, als das Coronavirus noch gar nicht über die Menschheit gekommen war.

Mag ja sein, dass Covid-19 dem armen Mann den Todesstoß versetzt hat. So sieht es auch sein Partner Siegfried. Die „Bild“ zitiert ihn indirekt mit folgenden Worten:

„Roy sei sein ganzes Leben lang ein Kämpfer gewesen, auch in diesen letzten Tagen“, so Fischbacher. Er dankte den Ärzten und Krankenschwestern im Mountain View Hospital. Sie hätten „heldenhaft gegen das heimtückische Virus“ gekämpft, „das am Ende Roy das Leben nahm.“

Bleibt die Frage, ob das Coronavirus Roy auch ohne Tigerangriff getötet hätte, ob dieses Virus auch einen völlig gesunden Körper so durchdringen und vernichten konnte. Und genau das ist die Frage dieser Tage.