Schamlose SPD-Postenschacherei: Högl Wehrbeauftragte, damit es Chebli in den Bundestag schafft?

SPD-Karrieristen mit Ambitionen auf den Bundestag: Berlins Staatssekretärin Sawsan Chebli und Regierender Bürgermeister Michael Müller (Foto:Imago/Jeske)

Berlin – Im Corona-Trubel und im Strohfeuer um die Wahl der völlig fach- und sachfremden Sozialdemokratin Eva Högl zur neuen Wehrbeauftragten des Bundestages (mit den Stimmen der Groko) ging fast völlig unter, was wohl der eigentliche Hintergrund dieser Personalien war: Üble Personalrochaden innerhalb der SPD – und Starthilfe für eine absolute Reizfigur auf dem Weg zur künftigen Bundestagsabgeordneten: Sawsan Chebli.

Chebli – deren „Hauptqualifikationen“ ihre unsäglichen und schrägen Tweets mit unfreiwilligem Kultstatus ebenso wie der von ihr wie eine Monstranz vorgeschobene Migrationshintergrund ist -, ist von Beruf „Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement“ (was immer das sein soll) und gilt schon lange als eine der Anwärterinnen auf einen der begehrten Listenplätze des Berliner SPD-Landesverbandes für den deutschen Bundestag.

Auf dieser Liste, die sogar der notorisch linke Nachrichtensender „n-tv“ geringschätzig als „Flaschenhals“ bezeichnet, geht es zu wie auf einem Verschiebebahnhof: Zu unverdienter Prominenz gelangte Nachwuchsapparatschiks wie Juso-Chef Kevin Kühnert, abgehalfterte Polit-Schlachtrosse wie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller oder eben auch Chebli wollen und sollen endlich auf die Liste, um in den Reichstag einziehen zu können; vor ihnen stehen bzw. standen jedoch noch Cansel Kiziltepe und eben besagte Eva Högl.

Abstoßende Pöstchenschiebereien mit Warteliste

Indem Letztere mit dem Wehrbeauftragten-Mandat abgefunden wurde, wird nun einer der „gesetzten“ Plätze neben Kiziltepe frei – und darauf haben derzeit Müller und Chebli die größten Chancen. Müller jedoch ist bereits als Nachfolger von Franziska Giffey im Amt des Familienministers im Gespräch, wenn Giffey zur Berliner SPD-Landesvorsitzende gewählt ist – womit sie dann selbst als Regierende Bürgermeisterin kandidieren würde.

An all diese Faktoren, konzediert sogar „n-tv“, dürfte folglich SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich gedacht haben, als er Högl den Zuschlag gegeben hat; und er dürfte geahnt haben, dass es deswegen Krach gibt.“ Konkret jedenfalls bedeutet dies, dass „das Chebli“, die personifizierte Stilblüte mit manischer Klagewut gegen ihre Spötter und Kritiker, kommendes Jahr für die SPD im Bundestag sitzt. Und dafür hat ihr dann, indirekt, Högl – zur Zumutung aller deutschen Soldaten – den Weg geebnet.

Bei den Sozen denkt man vor allem an die Versorgung der eigenen Genossen – damals wie heute. Und die noble Rückkehr aus dem „öffentlichen Leben“ hindert selbst eine Ex-Parteivorsitzende wie Andrea Nahles nicht, sich 12 Monate nach ihrem Abtritt von der politischen Bühne, also mit rücksichtsvoller Verfristung, auf einen üppig mit 150.000 Euro Jahressalär dotierten Versorgungsposten hieven zu lassen – einen Vorgang, den sogar der wohlgediente „Tagesspiegel“ hämisch als „Scholz‘ letzten Dienst“ kommentierte. Ob Chebli oder Nahles – die „Frauenbewegung“ bahnt sich ihren Weg zu den Fleischtöpfen. (DM)