Ausgerechnet Altmaier verspricht, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen

Berlin – Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Nach diesem Motto denkt und handelt anscheinend auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Nachdem er noch vor Wochen davon geredet hatte, dass keiner wegen der Coronakrise seinen Job verlieren würde, zieht er jetzt seinen Gürtel aus der Umstandshose und reicht ihn den Bürgern, damit sie ihn enger schnallen können. 

Tatsächlich stellt Altmaier die Bürger auf härtere Zeiten nach der Coronakrise ein. „Ohne Sparsamkeit, Selbstdisziplin und Entlastungen für die Wirtschaft wird es nach der Krise nicht gehen“, sagte Altmaier dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Er zeigte sich allerdings zuversichtlich, dass ein Abbau der Corona-Schulden gelingen wird: „Das haben wir auch nach der Banken- und Börsenkrise geschafft“, so der CDU-Politiker weiter.

Was nichts anderes bedeutet, als dass wir es nicht schaffen werden. Außer, wir heben den DDR-Sozialismus wieder aus der Asche.

Er pflichtete Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nämlich bei, dass starke Schultern in Zukunft mehr tragen sollen. Die Steuern für untere Einkommen sollten sinken.

„Dafür muss man dann aber auch von den richtig hohen Einkommen einen höheren Beitrag erwarten dürfen“, so der SPD-Chef.

Und das bedeutet nichts anderes, als dass die Steuern für die ohnehin schon maroden Unternehmen, sofern sie dann wieder Gewinne machen, erhöht werden, was durchaus als Fluchtursache zu bezeichnen wäre.

Das einzige, was wirklich sicher ist: Auch Altmaier wird auf seine Diäten nicht verzichten wollen, auch wenn man das auf dem ersten Blick nicht merkt.

Und wir verwandeln uns dann alle in Gürteltiere. (Quelle: dts)