Die Macht um Acht (52) „Tagesschau hält Ken Jebsen für ‚umstritten‘.“

Immer wieder denkt man bei Betrachtung der aktuellen Tagesschau, es könnte auch die vom letzten Jahr sein. Auch weil sich echte Aktualität anders anfühlt. Zwar demonstrieren inzwischen Menschen in ganz Deutschland seit Wochen für die Verteidigung des Grundgesetzes, aber die Tagesschau meldet erstmal nichts und wenn dann doch, dann ist die Meldung schnell und wie bestellt mit einer Meinung garniert: Der FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle mache sich Sorgen, dass die Diskussion Verschwörungstheoretikern überlassen bliebe. Nur nicht sauber melden, schnell eine zum Regierungskurs passende Meinung einholen und den Tausenden, die im Land demonstrieren, den Spinner-Stempel aufdrücken.

Die fast beruhigende Langeweile könnte sich einstellen, wenn die ARD mal wieder die Uralt-Feindbilder recycelt: „Dossier zu Corona-Pandemie – Geheimdienste werfen China Vertuschung vor“, lautet die Überschrift über einer der Feindbild-Nachrichten. Da ist sie mal wieder, die „gelbe Gefahr“, zu Kaiser Wilhelms Zeiten vom Kolonial-Schriftsteller Stefan von Kotze erfunden, taugt sie der Hamburger Redaktion bis heute zur Illustration ihres Weltbildes. Und warum sind die Chinesen so gefährlich? Weil: „ein westliches Geheimdienstpapier kritisiert China scharf für den Umgang mit der Corona-Krise. Das Dossier der „Five Eyes“ genannten Geheimdienstallianz der USA, Großbritanniens, Australiens, Kanadas und Neuseelands fasst Vorwürfe und Verdächtigungen gegenüber China zusammen“. Geheimdienste, die düsteren Propaganda- und Fake-Produzenten von Regierungen, dienen der Tagesschau als Nachrichten-Lieferanten. Das ist natürlich kein Journalismus, sondern Auftragsarbeit: Man gibt vorgefertigtes Geheimdienstmaterial einfach weiter…

(Quelle)