EU-Propaganda mit Maske: Düsseldorf schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe

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Düsseldorf – Die öffentlichen Kassen sind zwar notorisch pleite – erst recht seit Corona – doch für Europa-PR und Indoktrination sind immer noch Mittel frei: In Düsseldorf hatte die Stadt die famose Idee, 3000 Masken mit Europa-Motiv zu bestellen – bei keinem Geringeren als TV-Designer Guido Maria Kretschmer. Motto: Wenn schon Mundschutz, dann wenigstens mit politischer Botschaft.

Weil der Mai als „Europa-Monat“ gefeiert wird und die Stadt zugleich etwas fürs kommunale Image tun wollte, zieren die blauen Stoffmasken sowohl die Europa-Flagge mitsamt den 12 Sternen, als auch der Schriftzug „Düsseldorf“. Stolz wie Bolle tappten gestern Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel mit dem „Europe Direct“-Team durch die Altstadt und verteilten die wiederverwendbaren Masken in der Altstadt.

Bei „Europe Direct“ handelt es sich um ein von der Europäischen Kommission ins Leben gerufenes Netzwerk, das „als Schnittstelle zwischen den europäischen Institutionen und der Bevölkerung vor Ort“ dienen soll. Es ist direkt im Büro des Düsseldorfer Oberbürgermeisters angesiedelt – und wird, welch Wunder, aus EU-Mitteln finanziert.

Für Europa ist immer Geld da

Dass die 3000 Masken ausgerechnet bei Kretschmer in Auftrag gegeben wurden, kann kaum am Preis gelegen haben – vermutlich hätte es billigere Alternativen gegeben. Doch bei Europa gilt: Nicht kleckern, klotzen. Die „NRZ“ zitiert OB Geisel wie folgt: „Jetzt, wo in Europa langsam wieder die Grenzen aufgehen, ist ein idealer Zeitpunkt, den Gesundheitsschutz mit dem Gedanken der europäischen Solidarität zu verbinden… Wir werden die Corona-Pandemie nur erfolgreich bekämpfen, wenn wir in Europa zusammenstehen und unsere Maßnahmen abstimmen. Neben der Symbolik ist diese Maske aber auch einfach schön und trägt sich angenehm.“