Sozialstaat-Abzocke nimmt zu: Deutschland überweist immer mehr Kindergeld ins Ausland

Deutschland zahlt Rekordsummen an Kindergeld für Kinder im Ausland. (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Anton_Ivanov)
Berlin – Wofür dieser Staat das unerschöpfliche Füllhorn finanzieller Segnungen öffnet, macht immer wieder sprachlos: Immer mehr Empfänger von Kindergeld leben im Ausland: Vergangenes Jahr waren es nicht weniger als 310.000 Kinder, deren Wohnsitz außerhalb Deutschlands gemeldet war; und nur 34.000 von ihnen sind überhaupt deutsche Staatsbürger.

Damit hat sich die Zahl der Bezieher von Kindergeld im Ausland gegenüber dem Vorjahr um schlappe 20 Prozent erhöht; 2018 waren es noch 252.000 Kinder, die jenseits der deutschen Staatsgrenzen die Annehmlichkeiten des deutschen Sozialstaats in Anspruch nehmen. Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, leben die meisten Empfänger derzeit in Osteuropa: In Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn sind die meisten Kindergeldberechtigten gemeldet.

Die Gesamtausgaben für die Kindergeld-Überweisungen deutscher Behörden auf ausländische Konten ging gegenüber 2019 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zurück, schreibt die „JF“: Waren es 2018 etwa 402 Millionen Euro, betrug die Zahl im Vorjahr 398 Millionen Euro. Bei Überweisungen in Höhe von rund 26 Millionen Euro besaßen die Kindergeldberechtigten die deutsche Staatsangehörigkeit.

Österreich macht es besser

Auch hier ist es einmal mehr – als einzige Partei im Bundestag – die AfD, die auf eine überfällige gesetzliche Neuregelung dringt – und zwar nach dem Vorbild Österreichs: Dort hatte die schwarzblaue Regierung aus ÖVP und FPÖ eine vernünftige und hochlogische Regelung beschlossen, derzufolge Kindergeldzahlungen an die Lebensunterhaltskosten des Staates anzupassen sind, in dem das jeweilige Kind lebt.

„Dadurch erhielten etwa in Österreich arbeitende Ungarn, Rumänen oder Polen weniger Zuwendungen, wenn deren Kinder in ihren Heimatländern leben. Berechnungen zufolge sparte die österreichische Regierung damit rund 100 Millionen Euro“, so die JF. Eine solche Indexierung sei auch in Deutschland längst überfällig, fordert der AfD-Sozialexperte René Springer (DM)