„Ende Gelände“ als linksextrem eingestuft: Linke und Grüne schäumen

Die besten Geschichten schreibt doch immer noch das Leben. Nachdem bereits im Jahr 2019 der Bundesverfassungsschutz „Ende Gelände“ als „linksextremistisch beeinflusste Kampagne“ bezeichnete (besondere Bedeutung habe dabei die „Interventionistische Linke“), stufte nun auch der Berliner Verfassungsschutz dieses Bündnis „Ende Gelände“ als linksextremistisch ein. Die üblichen grün-linken Verdächtigen wurden dadurch anscheinend kalt erwischt und reagierten darauf äußerst dünnhäutig.

Von Nils Kröger

Die deutlichste Offenbarung leistete der umweltpolitische Sprecher der Grünen, Georg Kössler, als er sich wunderte, „daß sowas in einem rot-rot-grünem Land passiert, ist mir ein Rätsel“. Nicht nur für Herrn Kössler ist dies ein Rätsel. Das solch eine fundierte Aussage gerade aus dem politischen Zentrum des Chaos kommt, überrascht nicht nur ihn. Vermutlich scheinen noch nicht gänzlich alle Sicherheitsstrukturen in Berlin von R2G „beeinflusst“ worden zu sein.

Weiterhin äußerte Kössler, daß „die Entscheidung der Sicherheitsbehörden die Jugendorganisationen von Grünen und Linken [kriminalisiert].“ Denn deren Mitglieder hatten sich an Veranstaltungen und Demonstrationen von „Ende Gelände“ beteiligt und Kössler selbst begleitete „Ende Gelände“ als parlamentarischer Beobachter. Das beantwortet so manch offene Fragen. Könnte hier eine Art „politischer Familienbetrieb“ vorliegen?

Des Weiteren nimmt Kössler die „Interventionistische Linke“ auch noch in Schutz, denn diese „ist auch in vielen Anti-Nazi-Bündnissen aktiv und steht dort zusammen mit CDUlern.“ Das wird ja immer schöner. Aber auch diese Aussage beantwortet wieder offene Fragen. Herrn Kössler gebührt ein Dank für diese Klarstellungen. Sein grüner Kollege, Landesvorsitzender Werner Graf, (schon wieder ein Mann; wie reaktionär) nannte den Verfassungsschutzbericht 2019 „ein Armutszeugnis und nicht hinnehmbar“. Er kritisierte, daß „Ende Gelände“ als linksextrem eingestuft wurde aber sogenannte „Reichsbürger“ nicht als rechtsextrem. Hätte der Verfassungsschutz deutliche Erkenntnisse dazu, wäre dies auch passiert. Doch Fakten interessieren in der grünen Märchenwelt niemanden, Stichworte „Kobolde“ und „das Netz ist der Speicher“. Fehlende Argumente werden dann logischerweise mit der „Rechtsextremismus-Keule“ niedergeknüppelt und alles ist wieder gut im grünen Wunderland.

Auch ein Hinterbänkler der Linken im Bundestag, Lorenz Gösta Beutin, der lieber einen „Systemwechsel“ als einen „Klimawandel“ möchte, bezog Stellung. Nach der Logik des Verfassungsschutzes „müßte man Ghandi als extremistisch einstufen“. Denn „Ende Gelände“ protestiere auch friedlich. Bevor Herr Beutin solche Aussagen tätigt, sollte er lieber recherchieren. Laut Selbstauskunft ist er Historiker und müsste sich in Geschichte auskennen. Denn Ghandi ist nicht der Heilige, für den ihn vor allem die westliche Welt hält. Seine Ansichten über Frauen, Schwarze und Teile der Inder sind nicht nur aus heutiger Sicht geradezu erschreckend. Weiterhin hatte Ghandi „Glück“, daß er gegen englische Kolonialherren, die für die damalige Zeit recht „human“ agierten, protestierte. Nach heutiger linker Logik wäre er wohl extremistisch. Wer im Glashaus sitzt…

Zumindest hat Herr Beutin bei der Kanzlerin aufgepasst und fordert, daß „die Einstufung rückgängig gemacht werden [müsse].“ Dieser Herr ist wahrlich in der richtigen Partei. Solche Vorgänge zeigen zumindest einige Zusammenhänge auf.