„Feindzeuge“ Meuthen tritt gegen Gauland und Chupalla nach

Foto: Jörg Meuthen (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Als so genannter Feindzeuge macht sich Jörg Meuthen wirklich prächtig und er macht auch bei den linken Mainstream-Medien eine durchaus gute Figur – als gezähmter Esel.

Der AfD-Vorsitzende findet jetzt auch, dass die parteiinterne Kritik an ihm aufhören müsse. Im Streit über die Annullierung der Mitgliedschaft von Andreas Kalbitz wirft Meuthen seinem Ko-Vorsitzenden Tino Chrupalla und dem Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland vor, ihn unangemessen heftig kritisiert zu haben. „Wenn ich mir vergegenwärtige, was Herr Chrupalla und Herr Gauland sagen, dann halte ich das für eine Überreaktion, die dem Moment geschuldet ist. Das legt sich wieder, und es muss sich auch legen, weil es einfach in der Sache falsch ist“, sagte Meuthen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Gauland soll nach Informationen der FAS parteiintern angeblich gesagt haben, er fürchte wegen Meuthen um sein „politisches Lebenswerk“. Chrupalla hatte Meuthen unterstellt, sich mit dem „politischen Gegner“ zu verbrüdern.

Meuthen hingegen glaubt, dass nicht Chrupalla oder Gauland, sondern er selbst eine Mehrheit der Mitglieder auf seiner Seite hat. „Ich weiß die Partei hier wirklich hinter mir“, sagte er. Zu der Frage, was für eine Partei er wolle, sagte Meuthen: „Das, was die AfD ist: eine rechtskonservative Partei, die bekennend freiheitlich und bürgerlich ist, und auch patriotisch. Aber eben nicht nationalistisch und nicht sozialistisch. Vor allen Dingen frei von extremistischen Bezügen. Die Brandmauer nach Rechtsaußen muss fest stehen. Das ist die AfD, die ich meine, und ich weiß sicher, dass es eine klare Mehrheit in der Partei ebenso sieht wie ich.“ Meuthen bestritt, nur aus Eigennutz gegen Rechtsextreme vorzugehen: „Es geht hier nicht um opportunistische oder machttaktische Erwägungen. Ich empfinde gegenüber rechtsextremistischen Bezügen genauso eine Ablehnung wie gegenüber linksextremistischen. Ich bin von meiner ganzen Wesensart so. Und ich bin sicher, meiner Partei einen guten Dienst zu erweisen, wenn ich daran mitarbeite, hier die Brandmauern klar und fest zu ziehen. Das ist das, was ich tue. Ich tue das aus einer festen inneren Überzeugung heraus.“

Sicherlich erweist er der CDU einen guten Dienst: Die AfD stürzt weiter ab und Meuthen kann seine blinde Eitelkeit frönen, wohl wissend, dass die linken Journalisten nur mit ihm reden, weil er in ihr Konzept passt, die AfD kaputt zu schreiben. (Mit Material von dts)