Diese Scheinlockerungen bedeuten den Tod der Gastronomie

Die Zukunft der Gastronomie (Foto: Von Vytautas Kielaitis/Shutterstock)

Die so großzügig angekündigten und zaghaft umgesetzten Lockerungen, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit wären, werden die Gastronomie nicht retten.

Die willkürlich angeordneten Abstandsregelungen und Hygienebestimmungen sind der blanke Horror für jeden Wirt und für die wenigen Gäste, die sich das noch zumuten.

Und so muss man sich nicht wundern, dass die Gastronomen auch nach der so genannten ersten Corona-Welle immer noch stöhnen.

Die „Bild“ vermeldet jetzt, dass zum Beispiel die durchschnittliche Auslastung der Gastronomiebetriebe laut Dehoga-Chef Axel Klein (50) in Sachsen nach dem Lockdown bei nur rund 35 Prozent liegt. Einige Wirte klagen sogar über einen Umsatzrückgang von 87 Prozent.

Und das ist noch nicht das Ende, da die Politik überhaupt nicht daran denkt, Lockerungen in diesem Bereich zu wirklichen Lockerungen zu machen. Die Rückkehr in den Kneipen-Alltag wird wohl – wenn überhaupt – noch etwas länger dauern. Eine Pleitewelle ist garantiert, im Gegensatz zu einer zweiten Corona-Welle.

Der Steuerexperte Christoph Spengel hat jetzt auch richtigerweise massive Kritik an der geplanten Senkung der Mehrwertsteuer für Essen in Restaurants und Gaststätten geübt, womit die Bundesregierung die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise abmildern will. „Die Steuersenkung bringt den meisten Gastronomen gegenwärtig überhaupt nichts“, sagte Spengel dem „Mannheimer Morgen“ (Mittwochsausgabe). In der Coronakrise seien die Umsätze „sehr stark eingebrochen. Die Unternehmen brauchen deshalb Geld“, so der Ökonom weiter.

Auch Preiserhöhungen und Corona-Aufschläge werden die Branche nicht retten. Im Gegenteil, bei vielen Bürgern sitzt das Geld nicht mehr so locker, als dass sie ihre Wirte vor Ort noch unterstützen können. (Mit Material von dts)