Neuer Rekord an Kirchenaustritten

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Waren 2019 bereits so viele Kirchenaustritte wie nie zuvor zu verzeichnen gewesen, so wird für 2020 eine noch größere Austrittswelle erwartet. Den Kirchensteuereinbruch könnten einige Bistümer nur durch „solidarische Maßnahmen“ überleben.

Die katholische Kirche in Deutschland meldet für 2019 so viele Kirchenaustritte wie nie zuvor. Dies teilte Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit.  „Wir wissen bereits, dass es im vorigen Jahr noch einmal einen erheblichen Anstieg gegeben hat.“ 2018 gab es 216.000, im bisherigen Rekordjahr 2014 circa 218.000 Austritte. Bätzing meint, dass sich die Austritte 2020 durch den wirtschaftlichen Druck im Zuge der Corona-Krise mit Sicherheit noch verstärken werden. Der Gottesmann rechnet mit einem „starken Einbruch“ bei den der Kirchensteuer, einige Diözesen seien von Überschuldung bedroht und könnten möglicherweise nur mehr durch „solidarische Maßnahmen“ zwischen den Bistümern gerettet werden, berichtet das Magazin kath.net.

Bezeichnenderweise trauert der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz weniger um die immer kleiner werdende Herde, noch stellt er die Frage nach dem Warum, sondern bemisst den Wert eines Katholiken nur danach, was er an Einnahmen bringt. Wie im Kommentarbereich ersichtlich, sind immer mehr Katholiken nicht mehr bereit, den Missbrauch von Kirchensteuermitteln in Form von politischer Aggitation mitzutragen. Die längst eher an eine NGO erinnernde Kirche, der das Wohlergehen des Islams näher zu sein scheint, als die eigenen Gläubigen, „hat fertig“. Jetzt scheinen auch die Gewohnheitstaufscheinchristen und die Gläubigen, die keinen Missbrauch ihrer Gelder wollen, das sinkende Glaubensschiff zu verlassen. (SB)