Hallen-Umbenennung gefordert: Linke wollen Hanns Martin Schleyer nach 43 Jahren ein zweites Mal vernichten

Stein des Anstoßes: Die Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart (Foto:Imago/Rudel)

Die Linken wollen Hanns Martin Schleyer, dessen Entführung und Ermordung 1977 durch die Rote Armee Fraktion (RAF) Deutschland und die Welt schockierte, ein weiteres Mal vernichten: Jetzt soll er aus dem öffentlichen Gedächtnis gelöscht werden – und die seinen Namen tragende größte Stuttgarter Veranstaltungs-Arena umbenannt werden.

Der Perversion, die Gedenkwürdigkeit historischer Persönlichkeiten von deren politischer Wohlgelittenheit nach heutigen, zeitgenössischen Wertvorstellungen abhängig zu machen, wird in Deutschland paradoxerweise von niemandem stärker gefrönt als ausgerechnet von der Linkspartei, die als SED-Rechtsnachfolgerin ihre eigene diktatorische und menschenverachtende Vergangenheit nie aufgearbeitet hat. Und zwar weder was die DDR betrifft (die vielen Linken bis heute nicht als Unrechtsstaat gilt), noch was den Linksterrorismus der Siebziger bis Neunziger Jahre anlangt.

Ganz im Geist dieser ewig selbstgerechten Anmaßung fordern nun die Linken im Stuttgarter Stadtrat – präziser: das von ihnen dominierte Fraktionsbündnis „Linke/SÖS/Piraten/Tierschutzpartei“ -, die Hanns-Martin-Schleyer-Halle umzubenennen – weil Schleyer, wie die meisten seiner Generation, durch seine NS-Vergangenheit kompromittiert und als SS-Offizier nicht traditionswürdig sei. Im Netz hat sich inzwischen ebenfalls eine Petition formiert, die die Umbenennung der Halle aus den selben verlogenen Gründen fordert.

Dass Schleyer in der Bundesrepublik ein leidenschaftlicher Protagonist der Aussöhnung mit Israel war und für die Völkerverständigung eintrat, ignorieren die Linksjakobiner natürlich. Für den Sohn Schleyers, Jörg Schleyer (65), der das Martyrium und den Tod seines Vater nie verwunden hat, ist dies ein weiterer Schlag – und so, als würde sein Vater ein weiteres Mal ermordet.

Die moralisch durch und durch verkommene Umbenennungs-Initiative findet, wen wundert dies, die Unterstützung der Grünen und SPD – und bezieht sich nicht allein auf die Schleyer-Halle, sondern auch auf andere Namen, die die moderne linksbolschewistische Gesinnungspolizei aus dem kollektiven Gedächtnis tilgen will. Wie „Bild“ berichtet, umfasst der Antrag der Fraktion auch Namensänderungen für das Ferdinand-Porsche-Gymnasium oder den Kurt-Georg-Kiesinger-Platz. (DM)