Lächerlich: Spahn mahnt Mindestabstand bei Anti-Rassismus-Demos an

Foto: Jens Spahn (über dts Nachrichtenagentur)

Der unbändige Drang, am Wochenende mit Freunden (besser Gleichgesinnten) an die frische Luft zu gehen, ist bei den jüngeren Menschen sehr ausgeprägt.

Das wird wohl auch der Grund sein, warum gestern die Plätze in vielen Großstädten so überfüllt waren. Nach Wochen der gesellschaftlichen Isolation und des Hausarrests müssten sie einfach wieder vor die Tür gehen und ihren aufgestauten Frust in den Himmel blasen.

Aber in Zeiten der Coronakrise benötigt man dazu einen triftigen Grund und so kam es dem Mob nur gelegen, dass in Amerika ein Mann von einem anderen Mann bei einer Verhaftung getötet wurde und man ganz so nebenbei die Wut auf alles und jeden auf den gehassten Trump übertragen konnte.

Unterstützung erhielten die linken Wutbürger, Schuldkultfanatiker und Selbsthasser von der Polizei, die sich bei den Super-Spreader-Demos gestern vornehm zurückhielt. Dass sie ganz anders kann, zeigte sie die Wochen vorher, als sie gnadenlos brave Mitbürger demütigten, in dem sie diese zu Boden drückten und über das Pflaster zerrten. Aber da ging es ja auch nur um Grundrechte und nicht um einen kriminellen Schwarzen.

Die Regierung steckt nun in einer Zwickmühle. Moralisch müsste sie die linken Wutbürger, die gerne auch mal hier und da unter den blinden Augen der Gesetzeshüter Geschäfte plündern, unterstützen. Nur dann bricht ihr Kartenhaus aus Lügen zusammen, weil die zweite Coronawelle unverschämterweise ausbleibt, obwohl sich von den linken Wutbürgern kaum noch jemand an die Abstandsregeln hält.

Wie dämlich sich so ein Schlingerkurs anhört, erfahren wir aus dieser Meldung:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für ein Engagement gegen Rassismus ausgesprochen, aber dabei auch die Einhaltung der Hygienevorschriften angemahnt. „Der Kampf gegen Rassismus braucht unser gemeinsames Engagement. Jeden Tag“, schrieb Spahn am Samstagabend auf Twitter.

„Doch dicht gedrängte Menschenmengen mitten in der Pandemie besorgen mich“, so der CDU-Politiker. Auch bei wichtigen Anliegen gelte: Abstand halten, Alltagsmaske tragen, aufeinander acht geben. „Um uns und andere zu schützen“, schrieb der Minister.

Selten so gelacht.

Hier noch ein treffender Kommentar auf Facebook:

Was gestern passiert ist, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich in den vielen zurückliegenden Wochen eingeschränkt haben. Ein Schlag ins Gesicht von Eltern, die ihren Job machen mussten, obschon Kitas und Schulen geschlossen waren. Ein Schlag ins Gesicht aller Unternehmer, die schließen mussten, aller Gastronomen, aller Alten, die keinen Besuch bekamen, aller Solobeschäftigten ohne Einkünfte, aller Kurzarbeiter.
Kurzum: Eine Riesensauerei. (Mit Material von dts)