Gauland: Meuthen muss sich wohl warm anziehen

Foto: Alexander Gauland (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Die AfD ist endgültig im Politzirkus angekommen und dreht sich wie sämtliche anderen und schon länger etablierten Parteien nur noch um sich selbst. Pfründe sichern ist das Motto für die nächsten Jahre, was schert uns schon die Politik und unsere Wähler.

Und weil es so schön warm und kuschelig ist im Bundestag, hält sich der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland eine erneute Kandidatur für den Bundestag auch gerne noch offen. „Ob ich erneut für den Bundestag kandidiere, muss ich erst ein Jahr vor der Wahl entscheiden. Es ist also noch Zeit“, sagte der 79-Jährige dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe).

Der Bundestag wird im Herbst 2021 neu gewählt. Bisher war man in der AfD-Spitze davon ausgegangen, dass Gauland mit Ende dieser Legislaturperiode den Fraktionsvorsitz niederlegt und nicht erneut kandidiert. Dem RND hatte er vor einem Jahr gesagt: „Mit 80 wäre es wirklich an der Zeit, sich zur Ruhe zu legen.“

Doch auch parteiinterner Streit hält die AfD zumindest noch ein wenig am Leben:

Gauland kritisierte nun erneut die Entscheidung einer Vorstandsmehrheit um Parteichef Jörg Meuthen, die Mitgliedschaft des Ex-Bundesvorstands Andreas Kalbitz zu annullieren. „Die Mitgliedschaft von Andreas Kalbitz so überstürzt zu annullieren, war politisch falsch“, sagte er dem RND. „Wenn sich herausstellen sollte, dass sie auch juristisch falsch war, müssen sich die dafür Verantwortlichen warm anziehen.“

Aber egal, wie die Sache ausgeht, sie wird der AfD schaden. Die aktuellen Umfragewerte zeigen schon mal die Richtung an, wenn die Damen und Herren in der Fraktion und in der Parteispitze sich nicht endlich mal  zusammenreißen und wieder Politik machen.

Auch der Sieg gegen Seehofer ist ein Pyrrhussieg, der im Nachhinein überhaupt nichts bringt, man sollte also endlich aufhören, ihn zu feiern. (Mit Material von dts)