Wie erwartet: Maskenzwang brachte keinerlei Nutzen – außer Mega-Schäden für den Handel

Symbolfoto:Von FamVeld/shutterstock

Am Wochenende jubilierte „Maskenpapst“ und Restriktions-Fetischist Karl Lauterbach, seines Zeichens SPD-„Gesundheitsexperte“ und oberster Corona-Alarmist, erneut über den durchschlagenden Erfolg der Maskenpflicht – und zitierte Presseberichte, wonach deren Einführung „zehntausende Infektionen“ in Deutschland verhindert haben könnte. Nun machen sich jedoch Zweifel breit, ob die staatlich verordneten Mund-Nasen-Bedeckungen überhaupt irgendeinen Effekt hatten.

Womöglich nämlich hätte eine bloße Empfehlung zum Tragen der Gesichtsmasken auf rein freiwilliger Basis genau dasselbe Resultat hervorgebracht. Darauf deuten von der John-Hoskins-Universität veröffentlichte Verlaufskurven zum Corona-Infektionsgeschehen bis Mitte Juni hin – konkret: Des 112-Tage-Zeitintervalls vom 25. Februar bis zum 15. Juni 2020 -, die einmal die Fallzahlen pro Tag und Land für Deutschland (Maskenpflicht seit dem 27. April) und der Schweiz (keine Maskenpflicht) zeigen.

Nachfolgend zuerst die Entwicklung für Deutschland:

(Quelle:John Hoskins University)

Und hier die Zahlen für die Schweiz:

(Quelle:John Hoskins University)

 

Es fällt sofort ins Auge, dass beide Kurven identisch sind – bezogen auf die relative Verlaufskurve zu den Neuinfektionen, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Fallzahlengrößenordnung aufgrund der unterschiedlichen Bevölkerungsstärke beider Länder, versteht sich.

Kritiker und Maskenbefürworter verwiesen sogleich darauf, dass die Daten beider Länder nicht vergleichbar seien, weil Schweiz und Deutschland unterschiedliche Testhäufigkeiten aufwiesen; Mitte Mai wurden in Deutschland pro 100.000 Einwohner so etwa knapp 128 Tests durchgeführt, in der Schweiz mit rund 38 nur ein knappes Drittel davon. Dieses Argument verfängt jedoch nicht – da die relative Tendenz auch bei kleinerer Stichprobe dieselbe bleibt und der Trend innerhalb der Testmethodik in beiden Ländern identisch ist.

Hinzu kommt eine weitere, bislang von Verfechtern der weiter bestehenden Zwangsmaskerade hartnäckig geleugnete Tatsache: Die Maskenpflicht kam in Deutschland erst am 27. April – und damit genau einen Monat nach dem Höhepunkt der Corona-Infektionen am 29./30. März, als die Zahl der Neuinfektionen und der insgesamt betroffenen Covid-19-Fälle auf unter ein Sechstel gesunken war, wie dieses Schaubild anhand von Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit eingefügten politischen Entscheidungen der jeweiligen Tage zeigt:

Quelle:Daten des RKI (Stand 24.5.2020)

Bezeichnenderweise hatte kurz vor diesem Zeitpunkt auch Angela Merkel ihre Behauptung wiederholt, Deutschland stünde erst „ganz zu Beginn der Pandemie“ – eine offensichtliche Lüge, wie die weitere Entwicklung bestätigt. Tatsächlich setzte sich die weitere Abschwächung der Virusausbreitung nach Einführung der Maskenpflicht unverändert fort – ohne dass irgendein Effekt zu beobachten war. Auch die seither erfolgten Öffnungen hatten keinen Einfluss auf das Infektionsgeschehen – allen Unkenrufen von Virologen und politischen Kassandrarufern wie Lauterbach zum Trotz.

Wären die Masken – die ja „nur“ beim Einkaufen, Restaurantbesuch und im öffentlichen Personennahverkehr zu tragen sind -nicht mehr als lästige Alltagsutensilien, so könnte man sie auch bei fehlendem Nutznachweis vielleicht noch als gute Geste und übervorsichtiger Beitrag tolerieren. Inzwischen steht jedoch fest, dass die Pflicht zu riesigen wirtschaftlichen Schäden in Gastronomie und vor allem im Einzelhandel führt. Das Einkaufserlebnis ist radikal vermindert, länger als unbedingt notwendig hält sich niemand bei stickiger und schwüler Luft und steigenden sommerlichen Temperaturen in Innenräumen auf; auch bei Klimatisierung ist das Atmen erschwert und das permanente Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung eine Zumutung.

Ganz abgesehen davon, dass sich die noch bis vor zwei Monaten vorgebrachten Einwände selbst von WHO, RKI und führenden Virologen gegen die Wirksamkeit einer Maskenpflicht, die dann wunderbarerweise über Nacht in ihr Gegenteil gewendet wurden, mehr als bestätigen: Menschen kommen sich trotz oder gerade wegen der scheinbar schützenden Gesichtsbedeckungen näher als ohne Maske; sie fassen sich unzählige Male ins Gesicht und berühren so die kontaminierte Außenseite; und das nach wie vor ungelöste Altlasten-Entsorgungsproblem benutzter Masken ist weiterhin ungelöst. Zu alledem fällt dem eingangs erwähnten Lauterbach natürlich nichts ein; er betet lieber weiterhin seine immerselben Parolen auf Twitter herunter:

(Screenshot:Twitter)

Wenn dieser reine politische Aktionismus also nachweislich schadet, aber nicht nachweislich nützt, dann muss er sofort beendet werden. Ganz abgesehen davon versagt, wie inzwischen feststeht, die Bundesregierung bei der logistischen Versorgung mit dem bestellten Maskenmaterial mehr als kläglich: Mehr als 200 Millionen weit überteuert bestellte Schutzmasken hat der für sein „Krisenmanagement“ so hochgelobte Gesundheitsminister Jens Spahn bislang nicht bezahlt, wofür dem Bund nun eine Klagewelle droht – und an vielen Orten der Republik verstauben hunderttausende angeschaffte Masken in den Lagerhallen, weil die Regierung ihre Annahme verweigert. Ein Ende mit Schrecken des Masken-Zinnobers wäre daher für alle Beteiligten das Beste. (DM)