RKI warnt vor Stechmücken: Kommt nach der Atemraubmaske demnächst der Gummianzug?

Kampf den Stechmücken, Kampf dem nächsten Todesvirus! (Foto:Imago/Tack)

Corona war nur der Auftakt: Die Panikmache durch und mit Viren aller erdenklichen Provenienz, sie wird uns womöglich zeitlebens begleiten; die Politik zündet schon die nächste Teststufe: Mit der Warnung vor einer Ausbreitung des West-Nil-Fiebers in Deutschland treibt das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits die nächste Sau durchs Dorf.

In dem Maß, wie die Bevölkerung Aufmerksamkeitsdefizite und Ermüdungserscheinungen bei der Wachsamkeit gegenüber Corona zeigt, bemühen sich die Berliner Staatsvirologen vermehrt, die Angst vor anderen drohenden Erregern zu schüren. Noch hält sich zwar jeder missmutig an die immer offensichtlicher als wirkungslos bis schikanös erkannten Auflagen (von Maskenpflicht bis Kontaktbeschränkungen) – obwohl kaum einer mehr ein Virus so recht fürchten mag, das laut allseits wiederholter Mahnungen „viel gefährlicher“ als eine normale Grippe sein soll, jedoch seltsamerweise nur denen wirklich gefährlich wird, für die auch andere harmlose Krankheiten lebensgefährlich wären.

Deshalb get man beim RKI auf Nummer Sicher – und schürt schonmal präventiv die nächste Panikwelle – diesmal vor dem eigentlich nur in den Tropen und Subtropen verbreiteten West-Nil-Fieberm das sich laut RKI auch in Deutschland etablieren wird. Für die öffentliche Bekanntmachung sorgte unter anderem der „Spiegel„, der deshalb die Notwendigkeit eines effektiven „Mückenschutzes“ beschwor.

Same Shit, different Virus?

Denn das West-Nil-Virus wird durch Mücken (präzise: „Stechmücken der Gattung Culex“) übertragen, die neuerdings – Achtung, Klimawandel! – in der Lage sind, in Deutschland zu überwintern. Impfstoffe oder eine spezifische Therapie für Menschen gegen West-Nil gibt es bislang nicht, doch Infektionen lassen sich durch einen wirksamen Schutz gegen die Stechmücken vermeiden. Womöglich durch vorgeschriebenes Tragen eines Ganzkörper-Neoprens?

2019 gab es die ersten Fälle in der Bundesrepublik – fünf Infizierte in Ostdeutschland; doch Experten gehen von einer „hohen Dunkelziffer“ aus, ohne Wissen der Betroffenen. Die Symptome – Fieber bis Hautauschlag – treten nur bei einem geringen Teil der Infizierten auf (rund 20 Prozent) – und schwere Verlaufsformen gibt es nur bei etwa einem Prozent der Infektionen.

Wem all das merkwürdig vertraut vorkommt, der wird auch bei den Worten eines „alten Bekannten“ der medizinischen Neo-Prominenz aus den vergangenen Monaten hellhörig werden: Virologe Jonas Schmidt-Chanasit, freundlicher Glatzkopf und Corona-Dauergast bei Markus Lanz & Co., äußerte sich im „Spiegel“ bereits letzten Oktober wie folgt: „Das Virus wird uns die nächsten Jahre und Jahrzehnte beschäftigen.“ Wir lernen: Nicht einmal die Worthülsen der Experten waren bei Corona originell. (DM)