SPD-Klingbeil im AfD-Blindflug: Kein Wort zu den eigentlichen Problemen im Land

Da winkt sogar Willy Brandt ab: Klingbeil (r.) (Foto:Imago/Photothek)

Statt sich um die realen Missstände in diesem Land zu kümmern, die von jedermann in diesem Land unterhalb der Gruppensphäre wahrgenommen werden (und im Privatbereich hinter vorgehaltener Hand auch schonungslos ausgesprochen werden), lenkt die SPD von den Problemen ab; Nicht die menschenverachtende, als „Satire“ verkaufte linksradikale Hetze der „taz“ gegen Polizisten stört sie – sondern dass Innenminister Seehofer dagegen juristisch vorgeht.

Nicht genug damit, dass gestern schon Angela Merkel Seehofer (einmal mehr erfolgreich) zurückgepfiffen und so gleichzeitig erneut unter Beweis gestellt hatte, dass sie das Ansehen deutscher Polizisten einen feuchten Dreck schert; jetzt darf sich der geschurigelte Innenminister auch noch von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in den Senkel stellen lassen: „Der Innenminister soll seinen Job und nicht mit Ankündigungen von Strafanzeigen gegen Journalisten und der kurzfristigen Absage der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes Schlagzeilen machen“, sagte Klingbeil den Zeitungen heute laut „dts Nachrichtenagentur“. Seehofer agiere „nicht besonders souverän“.

„Souverän“ handelt für Sozialdemokraten heutzutage der zuständige Dienstvorgesetzte und Innenminister der Bundespolizei anscheinend dann, wenn er darüber hinwegsieht, wenn Polizisten zuerst als Müll beleidigt werden und sich anschließend von Vertretern der Party- und Eventszene zusammengetreten werden. So kennt man die Sozialdemokraten: Kein Wort über linke Straßengewalt, randalierende Migranten, immer mehr Islamisten – dafür die zwanghafte Befassung mit Schein- und Phantomproblemen. Es sind die typischen Ablenkungsmanöver, und das bedeutendste durfte in Klingbeils Generalkritik an Seehofers Amtsführung natürlich nicht fehlen: Der Kampf gegen Rechts.

Dass Seehofer rechtliche Bedenken gegen die Erwähnung der AfD im Verfassungsschutzbericht 2019 erhoben und die angekündigte Vorstellung des Berichts gestern deshalb verschoben hatte, ist für Klingbeil natürlich der größere Skandal als die unzulässige Aufführung der AfD-Teilorganisationen (Flügel und JA), die 2019 eben noch nicht als „rechtsextremistisch“ galten. Seiner Ansicht nach solle sich Seehofer mit solchen Kleinigkeiten nicht weiter beschäftigen – und stattdessen besser „die Bedrohung durch Rechtsextremismus mit rechtsradikalen Netzwerken in der Bundeswehr“ aufklären. Wenn es gegen die AfD geht, kann man die Fünf getrost auch mal gerade sein lassen. (DM)